Jesaja 28 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 28

1 WeheWehe der stolzen KroneKrone1 der Betrunkenen EphraimsEphraims, und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem HauptHaupt des fetten TalesTales2 der vom WeinWein Überwältigten! 2 Siehe, der HerrHerr hat einen Starken und Mächtigen, wie ein Hagelwetter, einem verderbenden SturmwindSturmwind; wie ein Wetter gewaltiger, überflutender Wasser reißt er zu Boden mit MachtMacht. 3 Mit Füßen wird zertreten die stolze KroneKrone der Betrunkenen EphraimsEphraims. 4 Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem HauptHaupt des fetten TalesTales ergeht es wie dessen3 Frühfeige vor der Obsternte: Kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, so verschlingt er sie.

5 An jenem TagTag wird der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen dem ÜberrestÜberrest seines Volkes zur prächtigen KroneKrone und zum herrlichen Kranz sein, 6 und zum GeistGeist des Rechts dem, der zu GerichtGericht sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den KampfKampf zurückdrängen ans TorTor.

7 Und auch diese wanken vom WeinWein und taumeln von starkem Getränk: PriesterPriester und ProphetProphet wanken von starkem Getränk, sind übermannt4 vom WeinWein, taumeln vom starken Getränk; sie wanken beim Gesicht, schwanken beim Rechtsprechen. 8 Denn alle Tische sind voll unflätigen Gespeies, dass kein Platz mehr ist. 9 Wen soll5 er ErkenntnisErkenntnis lehren und wem die Botschaft verständlich machen? Den von der MilchMilch Entwöhnten, den von den Brüsten Entfernten? 10 Denn es ist Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig! – 11 Ja, durch stammelnde Lippen6 und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, [1. Kor 14,21] 12 er, der zu ihnen sprach: Dies ist die RuheRuhe, schafft RuheRuhe dem Ermüdeten; und dies die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören. 13 Und so wird ihnen das WortWort des HERRNHERRN sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; damit sie hingehen und rücklings fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.

14 Darum hört das WortWort des HERRNHERRN, ihr Spötter, Beherrscher dieses Volkes, das in JerusalemJerusalem ist! 15 Denn ihr sprecht: Wir haben einen BundBund mit dem TodTod geschlossen und einen Vertrag mit dem ScheolScheol gemacht: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn wir haben die Lüge zu unserer ZufluchtZuflucht gemacht und in der Falschheit uns geborgen. 16 Darum, so spricht der HerrHerr, HERRHERR: Siehe, ich gründe7 einen Stein in ZionZion, einen bewährten Stein8, einen kostbaren EcksteinEckstein, aufs Festeste gegründet9; wer glaubt10, wird nicht ängstlich eilen. [Röm 9,33; Röm 10,11; 1. Pet 2,6] 17 Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen, und die GerechtigkeitGerechtigkeit zum SenkbleiSenkblei. Und der HagelHagel wird wegraffen die ZufluchtZuflucht der Lüge, und die Wasser werden den Bergungsort wegschwemmen. 18 Und euer BundBund mit dem TodTod wird zunichte werden, und euer Vertrag mit dem ScheolScheol nicht bestehen: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, so werdet ihr von derselben zertreten werden. 19 So oft sie hindurchfährt, wird sie euch hinraffen; denn jeden MorgenMorgen wird sie hindurchfahren, bei TagTag und bei NachtNacht. Und es wird eitel Schrecken sein, die Botschaft zu vernehmen. 20 Denn das BettBett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die DeckeDecke zu schmal, um sich einzuhüllen. 21 Denn der HERRHERR wird sich aufmachen wie bei dem Berg PerazimBerg Perazim11, wie im TalTal bei GibeonGibeon12 wird er zürnen: um sein Werk zu tun – befremdend ist sein Werk! – und um seine Arbeit zu verrichten – außergewöhnlich13 ist seine Arbeit! 22 Und nun treibt nicht Spott, damit eure FesselnFesseln nicht fester gemacht werden; denn ich habe Vernichtung vernommen und Festbeschlossenes vonseiten des HerrnHerrn, des HERRNHERRN der HeerscharenHeerscharen, über die ganze ErdeErde.

23 Nehmt zu Ohren und hört meine Stimme, horcht auf und hört meine Rede! 24 Pflügt wohl der Pflüger den ganzen TagTag, um zu säensäen? Furcht und eggt er den ganzen TagTag sein Ackerland? 25 Ist es nicht so? Wenn er dessen Fläche geebnet hat, so streut er DillDill und sät KümmelKümmel und wirft WeizenWeizen reihenweise und GersteGerste auf das abgesteckte Stück, und den SpeltSpelt an seinen Rand. 26 So unterwies ihn sein GottGott zum richtigen Verfahren, er belehrte ihn. 27 Denn DillDill wird nicht mit dem Dreschschlitten ausgedroschen, und das Wagenrad nicht über KümmelKümmel gerollt; sondern DillDill wird mit dem Stab ausgeschlagen und KümmelKümmel mit dem StockStock. 28 Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht unaufhörlich drischt er es; und wenn er das Rad seines WagensWagens und seine PferdePferde darüber hintreibt, so zermalmt er es nicht. 29 Auch dieses geht aus von dem HERRNHERRN der HeerscharenHeerscharen; er ist wunderbar in seinem RatRat, groß an Verstand.

Fußnoten

  • 1 Wahrsch. Samaria
  • 2 Samaria lag auf einem Hügel
  • 3 d.i. des Tales
  • 4 Eig. verschlungen
  • 5 O. will
  • 6 d.h. durch solche, die eine unverständliche Sprache reden; vergl. Kap. 33,19
  • 7 Eig. Siehe, ich bin der, der gegründet hat
  • 8 Eig. einen Stein der Bewährung
  • 9 Eig. gegründetster Gründung
  • 10 O. wer auf ihn vertraut
  • 11 Vergl. 1. Chron. 14,11
  • 12 Vergl. 1. Chron. 14,13–16
  • 13 Eig. fremdartig