Jesaja 14 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 14

1 Denn der HERRHERR wird sich JakobsJakobs erbarmen und IsraelIsrael noch erwählenerwählen, und wird sie in ihr Land einsetzeneinsetzen. Und der Fremde wird sich ihnen anschließen, und sie werden sich dem HausHaus JakobJakob zugesellen. 2 Und die Völker werden sie nehmen und sie an ihren Ort bringen; und das HausHaus IsraelIsrael wird sich dieselben zu Knechten und zu Mägden zueignen im Land des HERRNHERRN. Und sie werden gefangen wegführen die sie gefangen wegführten, und werden herrschen über ihre Bedrücker.

3 Und es wird geschehen an dem TagTag, an dem der HERRHERR dir RuheRuhe schafft von deiner Mühsal und von deiner Unruhe und von dem harten Dienst, den man dir auferlegt hat, 4 da wirst du diesen Spruch anheben über den König von BabelBabel und sprechen: Wie hat aufgehört der Bedrücker, aufgehört die Erpressung1! 5 Zerbrochen hat der HERRHERR den Stab der Gottlosen, den HerrscherstabHerrscherstab, 6 der Völker schlug im Grimm mit Schlägen ohne Unterlass, NationenNationen unterjochte im ZornZorn mit Verfolgung ohne Einhalt. 7 Es ruht, es rastet die ganze ErdeErde; man bricht in Jubel aus. 8 Auch die Zypressen freuen sich über dich, die ZedernZedern des LibanonLibanon: „Seit du daliegst, kommt niemand mehr herauf, uns abzuhauen2“. 9 Der ScheolScheol drunten ist in Bewegung um deinetwillen, deiner AnkunftAnkunft entgegen; er stört deinetwegen die Schatten3 auf, alle Mächtigen4 der ErdeErde, er lässt von ihren Thronen aufstehen alle KönigeKönige der NationenNationen. 10 Sie alle heben an und sagen zu dir: „Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich geworden!“ 11 In den ScheolScheol hinabgestürzt ist deine Pracht, das Rauschen deiner Harfen. Maden sind unter dir gebettet, und Würmer sind deine DeckeDecke. 12 Wie bist du vom HimmelHimmel gefallen, du Glanzstern, SohnSohn der MorgenröteMorgenröte! Zur ErdeErde gefällt, Überwältiger der NationenNationen! 13 Und du, du sprachst in deinem Herzen: „Zum HimmelHimmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne GottesGottes5 meinen ThronThron erheben und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten NordenNorden6. 14 Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten.“

15 Doch in den ScheolScheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste GrubeGrube. 16 Die dich sehen, betrachten dich, schauen dich an: „Ist das der MannMann, der die ErdeErde beben machtemachte, Königreiche erschütterte; 17 der den Erdkreis der WüsteWüste gleichmachte und dessen Städte niederriss, dessen Gefangene nicht in die Heimat entließ?“ 18 Alle KönigeKönige der NationenNationen insgesamt liegen mit Ehren, jeder in seinem HausHaus; 19 du aber bist hingeworfen fern von deiner GrabstätteGrabstätte, wie ein verabscheuter Schössling, bedeckt mit Erschlagenen, vom SchwertSchwert Durchbohrten, die zu den Steinen der GrubeGrube hinabgefahren sind7, wie ein zertretenes Aas. 20 Nicht wirst du mit ihnen vereint werden im BegräbnisBegräbnis; denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, dein Volk hingemordet. Der Same der Übeltäter wird nicht genannt werden in Ewigkeit.

21 Bereitet seinen Söhnen die Schlachtung, um der Missetat ihrer VäterVäter willen! Nicht sollen sie aufstehen und die ErdeErde in Besitz nehmen, und mit Städten füllen die Fläche des Erdkreises. 22 Und ich werde gegen sie aufstehen, spricht der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen, und werde von BabelBabel ausrotten NamenNamen und ÜberrestÜberrest, und SohnSohn und Nachkommen8, spricht der HERRHERR. 23 Und ich werde es zum Besitztum der IgelIgel machen und zu Wassersümpfen; und ich werde es ausfegen mit dem Besen der Vertilgung, spricht der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen.

24 Der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen hat geschworen und gesprochen: Wahrlich! Wie ich es vorbedacht, so geschieht es; und wie ich es beschlossen habe, so wird es zustande kommen: 25 dass ich AssyrienAssyrien in meinem Land zerschmettern und es auf meinen Bergen zertreten werde. Und so wird sein JochJoch von ihnen weichen, und seine LastLast wird weichen von ihrer SchulterSchulter. 26 Das ist der Ratschluss, der beschlossen ist über die ganze ErdeErde; und das ist die Hand, die ausgestreckt ist über alle NationenNationen. 27 Denn der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen hat es beschlossen, und wer wird es vereiteln? Und seine ausgestreckte Hand – wer9 könnte sie abwenden?

28 Im Todesjahr des Königs AhasAhas geschah dieser AusspruchAusspruch:

29 Freue dich nicht gänzlich, PhilistäaPhilistäa, dass zerbrochen ist der StockStock, der dich schlug! Denn aus der Wurzel der SchlangeSchlange wird ein BasiliskBasilisk hervorkommen, und seine Frucht wird sein eine fliegende, feurige SchlangeSchlange. 30 Und die Erstgeborenen der Armen10 werden weiden, und die Dürftigen sich in Sicherheit lagernlagern; aber deine Wurzel werde ich durch Hunger töten, und deinen ÜberrestÜberrest wird er umbringen. 31 Heule, TorTor! Schreie, Stadt! Gänzlich hinschmelzen sollst du, PhilistäaPhilistäa; denn von NordenNorden her kommt Rauch, und kein Vereinzelter ist unter seinen Scharen. 32 Und was antwortet man den Boten11 der NationenNationen? Dass der HERRHERR ZionZion gegründet hat und dass die Elenden seines Volkes darin ZufluchtZuflucht finden.

Fußnoten

  • 1 And.: der Ort des Verschmachtens; der hebr. Ausdruck kommt nur hier vor
  • 2 Eig. kommt der Holzhauer nicht mehr gegen uns herauf
  • 3 Eig. die Hingestreckten, Schlaffen; daher die Verstorbenen
  • 4 Eig. Leitböcke
  • 5 El
  • 6 Dort dachten sich die Assyrer den Sitz ihrer Götterversammlung
  • 7 d.h. die in eine Grube geworfen und mit Steinen bedeckt wurden
  • 8 Eig. Spross und Schoß
  • 9 Eig. wer denn
  • 10 d.h. die Ärmsten unter den Armen
  • 11 O. Und was für Antwort bringen die Boten