2. Petrus 1 – Die Bibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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2. Petrus 1

1 Simon Petrus, Knecht1 und Apostel Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus: 2 Gnade und Friede sei euch vermehrt2 in der3 Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!

3 Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch Herrlichkeit und Tugend4, 4 durch die er uns die größten und kostbaren Verheißungen geschenkt hat5, damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, indem ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Lust: 5 ebendeshalb reicht aber auch dar, indem ihr allen Fleiß anwendet6, in eurem Glauben die Tugend7, in der Tugend aber die Erkenntnis, 6 in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit8, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottseligkeit, 7 in der Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. 8 Denn wenn diese Dinge bei euch sind und reichlich vorhanden, so stellen sie euch nicht träge noch fruchtleer hin bezüglich der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn bei welchem diese Dinge nicht sind, der ist blind, kurzsichtig und hat die Reinigung seiner vorigen Sünden vergessen. 10 Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, so werdet ihr niemals straucheln. 11 Denn so wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.

12 Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie wisst und in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid. 13 Ich halte es aber für recht, solange ich in dieser Hütte bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken, 14 da ich weiß, dass das Ablegen meiner Hütte bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir kundgetan hat. 15 Ich will mich aber befleißigen, dass ihr auch zu jeder Zeit nach meinem Abschied imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen. 16 Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus nicht kundgetan, indem wir künstlich erdichteten Fabeln folgten, sondern als solche, die Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind. 17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der prachtvollen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“. 18 Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her erlassen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. 19 Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt9, auf das zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen; 20 indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist10. 21 Denn die Weissagung wurde niemals11 durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer12 Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist.

Fußnoten

  • 1 O. Sklave
  • 2 S. die Anm. zu 1. Petr. 1,2
  • 3 O. durch die
  • 4 O. Tüchtigkeit, geistliche Energie, Entschiedenheit
  • 5 O. durch die uns ... geschenkt sind
  • 6 O. aufbietet; W. hinzubringt
  • 7 O. Tüchtigkeit, geistliche Energie, Entschiedenheit
  • 8 O. Selbstbeherrschung
  • 9 W. haben wir ... befestigter
  • 10 O. sich selbst auslegt
  • 11 O. ehemals nicht
  • 12 Eig. Menschen