Habakuk 1 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Hab 1

1 Der AusspruchAusspruch, den HabakukHabakuk, der ProphetProphet, geschaut hat.

2 Wie lange, HERRHERR, habe ich gerufen, und du hörst nicht! Ich schreie zu dir: Gewalttat!, und du rettest nicht. 3 Warum lässt du mich Unheil1 sehen und schaust Mühsal2 an?3 Und VerwüstungVerwüstung und Gewalttat sind vor mir, und StreitStreit entsteht, und Hader erhebt sich. 4 Darum wird das GesetzGesetz kraftlos, und das Recht kommt nimmermehr hervor; denn der Gottlose umzingelt den Gerechten: Darum kommt das Recht verdreht hervor.

5 Seht unter den NationenNationen und schaut und erstaunt, staunt; denn ich wirke4 ein Werk in euren Tagen – ihr würdet es nicht glauben, wenn es erzählt würde. [Apg 13,41] 6 Denn siehe, ich erwecke die ChaldäerChaldäer, das grimmige und ungestüme Volk5, das die Breiten der ErdeErde durchzieht, um Wohnungen in Besitz zu nehmen, die ihm nicht gehören. 7 Es ist schrecklich und furchtbar; sein Recht und seine Hoheit gehen von ihm aus. 8 Und schneller als LeopardLeopard sind seine PferdePferde und rascher als Abendwölfe; und seine Reiter sprengen heran, und seine Reiter kommen von fern, fliegen herbei wie ein AdlerAdler, der zum Fraß eilt. 9 Sie kommen zur Gewalttat allesamt; das Streben ihrer Angesichter ist vorwärts gerichtet, und Gefangene rafft es zusammen wie Sand. 10 Und es spottet der KönigeKönige, und Fürsten sind ihm ein Gelächter; es lacht jeder FestungFestung, und es schüttet ErdeErde auf und nimmt sie ein. 11 Dann fährt es daher wie der WindWind und zieht weiter und verschuldet sich: Diese seine KraftKraft ist sein GottGott6!

12 Bist du nicht von alters her, HERRHERR, mein GottGott, mein HeiligerHeiliger? Wir werden nicht sterbensterben. HERRHERR, zum GerichtGericht hast du es gesetzt, und, o FelsFels, zur ZüchtigungZüchtigung es bestellt. 13 Du bist zu rein von AugenAugen, um Böses zu sehen, und Mühsal7 vermagst du nicht anzuschauen. Warum schaust du RäubernRäubern8 zu, schweigst, wenn der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er? 14 und machst die Menschen wie die FischeFische des MeeresMeeres, wie das Gewürm, das keinen Herrscher hat? 15 Er hebt sie alle mit der AngelAngel herauf, er zieht sie herbei mit seinem NetzNetz und sammelt sie in sein Garn; darum freut er sich und jubelt. 16 Darum opfert er seinem NetzNetz und räuchert seinem Garn, denn durch sie ist sein Teil fettfett und seine Speise feist. 17 Soll er deshalb sein NetzNetz ausleeren und beständig darauf ausgehen, NationenNationen schonungslos hinzumorden?

Fußnoten

  • 1 O. Frevel
  • 2 Unheil, Jammer
  • 3 d.h. ohne einzugreifen; Vergl. V. 13
  • 4 Eig. denn man wirkt, d.h. es wird gewirkt
  • 5 Anderswo mit „Nation“ übersetzt
  • 6 Eloah
  • 7 O. Unheil
  • 8 S. die Anm. zu Jes. 21,2