Ruth 1 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Rt 1

1 Und es geschah in den Tagen, als die RichterRichter richteten, da entstand eine HungersnotHungersnot im Land. Und ein MannMann von Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden MoabsMoabs aufzuhalten, er und seine FrauFrau und seine beiden Söhne. 2 Und der Name des MannesMannes war ElimelechElimelech, und der Name seiner FrauFrau NoomiNoomi, und die NamenNamen seiner beiden Söhne MachlonMachlon und KiljonKiljon, EphratiterEphratiter von Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde MoabsMoabs und blieben dort.

3 Und ElimelechElimelech, der MannMann NoomisNoomis, starb; und sie blieb mit ihren beiden Söhnen übrig. 4 Und sie nahmen sich moabitische Frauen: Der Name der einen war OrpaOrpa, und der Name der anderen RuthRuth; und sie wohnten dort etwa 10 JahreJahre. 5 Da starben auch die beiden, MachlonMachlon und KiljonKiljon; und die FrauFrau blieb allein übrig von ihren beiden Söhnen und von ihrem MannMann.

6 Und sie machtemachte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus den Gefilden MoabsMoabs zurück; denn sie hatte im Gefilde MoabsMoabs gehört, dass der HERRHERR sein Volk heimgesucht habe, um ihnen BrotBrot zu geben1. 7 Und sie zog aus von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr; und sie zogen auf dem Weg, um in das Land JudaJuda zurückzukehren. 8 Da sprach NoomiNoomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Geht, kehrt um, eine jede zum HausHaus ihrer MutterMutter. Der HERRHERR erweise Güte an euch, so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt. 9 Der HERRHERR gebe euch, dass ihr RuheRuhe findet, eine jede in dem HausHaus ihres MannesMannes! Und sie küsste sie. Und sie erhoben ihre Stimme und weinten; 10 und sie sprachensprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volk zurückkehren! 11 Und NoomiNoomi sprach: Kehrt um, meine Töchter! Warum wolltet ihr mit mir gehen? Habe ich noch Söhne in meinem Leib, dass sie euch zu Männern werden könnten? 12 Kehrt um, meine Töchter, geht; denn ich binich bin zu alt, um eines MannesMannes zu werden. Wenn ich spräche: Ich habe HoffnungHoffnung; wenn ich selbst diese NachtNacht eines MannesMannes würde und sogar Söhne gebären sollte: 13 wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr deshalb euch abschließen, dass ihr keines MannesMannes würdet? Nicht doch, meine Töchter! Denn mir ergeht es viel bitterer als euch; denn die Hand des HERRNHERRN ist gegen mich ausgegangen. 14 Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und OrpaOrpa küsste ihre Schwiegermutter; RuthRuth aber hing ihr an.

15 Und sie sprach: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volk und zu ihren GötternGöttern zurückgekehrt; kehre um, deiner Schwägerin nach! 16 Aber RuthRuth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du dich aufhältst, will ich mich aufhalten; dein Volk ist mein Volk, und dein GottGott ist mein GottGott; 17 wo du stirbst, will ich sterbensterben, und dort will ich begraben werden. So soll mir der HERRHERR tun und so hinzufügen, nur der TodTod soll scheiden zwischen mir und dir! 18 Und als sie sah, dass sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden.

19 Und so gingen beide, bis sie nach BethlehemBethlehem kamen. Und es geschah, als sie nach BethlehemBethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und sie2 sprachensprachen: Ist das NoomiNoomi? 20 Und sie sprach zu ihnen: Nennt mich nicht NoomiNoomi3, nennt mich MaraMara4; denn der AllmächtigeAllmächtige hat es mir sehr bitter gemacht. 21 Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der HERRHERR zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich NoomiNoomi, da der HERRHERR gegen mich gezeugt und der AllmächtigeAllmächtige mir Übles getan hat?

22 Und so kehrte NoomiNoomi zurück, und RuthRuth, die Moabitin, ihre Schwiegertochter, mit ihr, die aus den Gefilden MoabsMoabs zurückkehrte; und sie kamen nach BethlehemBethlehem beim Beginn der Gerstenernte.

Fußnoten

  • 1 O. indem er ihnen Brot gab
  • 2 d.h. die Frauen der Stadt
  • 3 Huldvolle, Liebliche
  • 4 Bittere, Betrübte