Ruth 2 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.2 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ansicht

1 Und NoomiNoomi hatte einen Verwandten ihres MannesMannes, einen vermögenden MannMann, aus dem GeschlechtGeschlecht ElimelechsElimelechs, und sein Name war BoasBoas. 2 Und RuthRuth, die Moabitin, sprach zu NoomiNoomi: Lass mich doch aufs Feld gehen und unter den Ähren lesen hinter dem her, in dessen AugenAugen ich GnadeGnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Geh hin, meine TochterTochter. 3 Und sie ging hin und kam und las auf dem Feld hinter den Schnittern her. Und sie traf zufälligzufällig das Feldstück des BoasBoas, der aus dem GeschlechtGeschlecht ElimelechsElimelechs war. 4 Und siehe, BoasBoas kam von BethlehemBethlehem und sprach zu den Schnittern: Der HERRHERR sei mit euch! Und sie sprachensprachen zu ihm: Der HERRHERR segne dich! 5 Und BoasBoas sprach zu seinem KnechtKnecht1, der über die Schnitter bestellt war: Wem gehört dieses Mädchen? 6 Und der KnechtKnecht2, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit NoomiNoomi aus den Gefilden MoabsMoabs zurückgekehrt ist; 7 und sie sprach: Lass mich doch auflesen und unter den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und so ist sie gekommen und dageblieben vom MorgenMorgen an bis jetzt; was sie im HausHaus gesessen hat, ist wenig.

8 Und BoasBoas sprach zu RuthRuth: Hörst du, meine TochterTochter? Geh nicht, um auf einem anderen Feld aufzulesen, und geh auch nicht von hier weg, sondern halte dich hier zu meinen Mägden. 9 Deine AugenAugen seien auf das Feld gerichtet, das man schneidet, und geh hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten? Und wenn dich dürstet, so geh zu den Gefäßen und trinke von dem, was die Knaben schöpfen. 10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur ErdeErde nieder und sprach zu ihm: Warum habe ich GnadeGnade gefunden in deinen AugenAugen, dass du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin? 11 Und BoasBoas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem TodTod deines MannesMannes, indem du deinen VaterVater und deine MutterMutter und das Land deiner GeburtGeburt verlassen hast und zu einem Volk gezogen bist, das du früher nicht kanntest. 12 Der HERRHERR vergelte dir dein Tun, und voll sei dein LohnLohn von dem HERRNHERRN, dem GottGott IsraelsIsraels, unter dessen Flügeln ZufluchtZuflucht zu suchen du gekommen bist! 13 Und sie sprach: Möge ich GnadeGnade finden in deinen AugenAugen, mein HerrHerr! Denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner MagdMagd geredet, und doch bin ich nicht wie eine deiner Mägde.

14 Und BoasBoas sprach zu ihr zur ZeitZeit des EssensEssens: Tritt hierher, und iss von dem BrotBrot und tunke deinen Bissen in den EssigEssig. Da setzte sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr geröstete Körner, und sie aß und wurde satt und ließ übrig. 15 Und sie stand auf, um aufzulesen; und BoasBoas gebot seinen Knaben und sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt sie nicht beschämen3; 16 und auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen und sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie nicht schelten.

17 Und sie las auf dem Feld auf bis zum AbendAbend, und sie schlug aus, was sie aufgelesen hatte, und es war bei einem EphaEpha GersteGerste. 18 Und sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr, was sie übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte. 19 Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie tat ihrer Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Name des MannesMannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist BoasBoas. 20 Da sprach NoomiNoomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von dem HERRNHERRN, dessen Güte nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und NoomiNoomi sprach zu ihr: Der MannMann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten4. 21 Und RuthRuth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze ErnteErnte beendigt haben. 22 Und NoomiNoomi sprach zu RuthRuth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine TochterTochter, dass du mit seinen Mägden ausgehst, dass man dich nicht anfalle5 auf einem anderen Feld. 23 Und so hielt sie sich zu den Mägden des BoasBoas, um aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.

Fußnoten

  • 1 Anderswo: Knabe, Jüngling
  • 2 Anderswo: Knabe, Jüngling
  • 3 O. ihr nichts zuleide tun
  • 4 Eig. Lösern; so auch nachher. Vergl. 3. Mose 25,25 usw.; 5. Mose 25,5
  • 5 O. dir begegne