Hiob 1 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Hiob 1

1 Es war ein MannMann im Land UzUz1, sein Name war HiobHiob; und dieser MannMann war vollkommenvollkommen2 und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend. 2 Und es wurden ihm 7 Söhne und 3 Töchter geboren. 3 Und sein Besitztum bestand in 7000 Schafen3 und 3000 Kamelen und 500 JochJoch RindernRindern und 500 Eselinnen und in sehr vielem Gesinde. Und dieser MannMann war größer als alle Söhne des OstensOstens.

4 Und seine Söhne gingen hin und machten in dem HausHaus eines jeden ein Gastmahl an seinem TagTag; und sie sandten hin und luden ihre dreidrei Schwestern ein, um mit ihnen zu essenessen und zu trinken. 5 Und es geschah, wenn die TageTage des Gastmahls herum waren, so sandte HiobHiob hin4 und heiligte sie; und er stand frühmorgens auf und opferte BrandopferBrandopfer nach ihrer aller Zahl; denn HiobHiob sprach: Vielleicht haben meine KinderKinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von GottGott losgesagt5. So tat HiobHiob allezeit.

6 Und es geschah eines TagesTages, da kamen die Söhne GottesGottes, um sich vor den HERRNHERRN zu stellen; und auch der SatanSatan6 kam in ihrer Mitte. 7 Und der HERRHERR sprach zum SatanSatan: Wo kommst du her? Und der SatanSatan antwortete dem HERRNHERRN und sprach: Vom Durchstreifen der ErdeErde und vom Umherwandeln auf ihr. 8 Und der HERRHERR sprach zum SatanSatan: Hast du achtgehabt auf meinen KnechtKnecht HiobHiob? Denn seinesgleichen ist kein MannMann auf der ErdeErde, vollkommenvollkommen und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend. 9 Und der SatanSatan antwortete dem HERRNHERRN und sprach: Ist es umsonst, dass HiobHiob GottGott fürchtet? 10 Hast du nicht selbst ihn und sein HausHaus und alles, was er hat, ringsum eingezäunt? Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitztum hat sich ausgebreitet im Land. 11 Aber strecke einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er sich nicht offen7 von dir lossagen wird. 12 Da sprach der HERRHERR zum SatanSatan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand; nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus. Und der SatanSatan ging von dem Angesicht des HERRNHERRN weg.

13 Und es geschah eines TagesTages, als seine Söhne und seine Töchter im HausHaus ihres erstgeborenen BrudersBruders aßen und WeinWein tranken, 14 da kam ein BoteBote zu HiobHiob und sprach: Die RinderRinder pflügten, und die Eselinnen weideten neben ihnen, 15 da fielen SabäerSabäer ein und nahmen sie weg, und die KnechteKnechte8 erschlugen sie mit der Schärfe des SchwertesSchwertes; und ich binich bin entronnen, nur ich allein, um es dir zu berichten. 16 Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: FeuerFeuer GottesGottes ist vom HimmelHimmel gefallen und hat das Kleinvieh und die KnechteKnechte9 verbrannt und sie verzehrt; und ich binich bin entronnen, nur ich allein, um es dir zu berichten. 17 Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: Die ChaldäerChaldäer haben dreidrei Haufen gebildet und sind über die KameleKamele hergefallen und haben sie weggenommen, und die KnechteKnechte10 haben sie mit der Schärfe des SchwertesSchwertes erschlagen; und ich binich bin entronnen, nur ich allein, um es dir zu berichten. 18 Während dieser noch redete, da kam ein anderer und sprach: Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken WeinWein im HausHaus ihres erstgeborenen BrudersBruders; 19 und siehe, ein starker WindWind kam von jenseits der WüsteWüste her und stieß an die viervier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute, und sie starben; und ich binich bin entronnen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

20 Da stand HiobHiob auf und zerriss sein GewandGewand und schor sein HauptHaupt; und er fiel zur ErdeErde nieder und betete an. 21 Und er sprach: NacktNackt bin ich aus meiner MutterMutter Leib gekommen, und nacktnackt werde ich dahin zurückkehren11; der HERRHERR hat gegeben, und der HERRHERR hat genommen, der Name des HERRNHERRN sei gepriesen! 22 Bei diesem allem sündigte HiobHiob nicht und schrieb GottGott nichts Ungereimtes zu.

Fußnoten

  • 1 Wahrscheinlich im heutigen Hauran, einem Teil des Gebietes, das jenseits des Jordan dem halben Stamm Manasse zufiel
  • 2 O. unsträflich, untadelig
  • 3 Eig. Stück Kleinvieh
  • 4 d.h. er ließ sie holen
  • 5 Das hebr. Zeitwort bedeutet eigentlich: jemand Lebewohl sagen, und daher, in Verbindung mit Gott, sich von ihm lossagen, ihn fahren lassen; so auch V. 11; 2,5.9
  • 6 d.i. der Widersacher, Ankläger; vergl. Ps. 109,6
  • 7 W. ins Angesicht
  • 8 Eig. Knaben, Knappen
  • 9 Eig. Knaben, Knappen
  • 10 Eig. Knaben, Knappen
  • 11 Vergl. Pred. 5,15