Hiob 5 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Hiob 5

1 RufeRufe doch, ob einer da ist, der dir antwortet! Und an welchen der Heiligen willst du dich wenden? 2 Denn den Narren erwürgt der Kummer, und den Einfältigen tötet der EiferEifer1. 3 Ich, ich sah den Narren Wurzel schlagen, und sogleich verwünschte ich seine Wohnung. 4 Fern blieben seine KinderKinder vom Glück2; und sie wurden im TorTor zertreten, und kein ErretterErretter war da. 5 Seine3 ErnteErnte verzehrte der Hungrige, und bis aus den Dornhecken nahm er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappte die SchlingeSchlinge4. 6 Denn nicht aus dem StaubStaub geht Unheil hervor, und nicht sprosst Mühsal aus dem Erdboden; 7 sondern der MenschMensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken sich erheben im Flug.

8 Ich jedoch würde GottGott5 suchen und GottGott meine Sache darlegen6, 9 der Großes und Unerforschliches tut, WunderWunder bis zur Unzahl; 10 der RegenRegen gibt auf die Fläche der ErdeErde und Wasser sendet auf die Fläche der Flur; 11 um Niedrige in die HöheHöhe zu setzen und Trauernde steigen empor zum Glück. 12 Der zunichte machtmacht die Anschläge der Listigen, und ihre Hände führen den Plan7 nicht aus; 13 der die Weisen erhascht in ihrer List, und der Verschmitzten RatRat überstürzt sich. [1. Kor 1,19] 14 Bei TageTage stoßen sie auf FinsternisFinsternis, und am Mittag tappen sie wie bei der NachtNacht. 15 Und er rettet vom SchwertSchwert, von ihrem Mund und aus der Hand des Starken den Dürftigen. 16 So wird dem Armen HoffnungHoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt ihren Mund.

17 Siehe, glückselig der MenschMensch, den GottGott straft8! So verwirf denn nicht die ZüchtigungZüchtigung des Allmächtigen. 18 Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine Hände heilen. 19 In sechs Drangsalen wird er dich erretten, und in siebensieben wird dich kein Unglück antasten. 20 In HungersnotHungersnot erlöst er dich von dem TodTod und im Krieg von der GewaltGewalt des SchwertesSchwertes. 21 Vor der Zunge Geißel wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der VerwüstungVerwüstung, wenn sie kommt. 22 Der VerwüstungVerwüstung und des Hungers wirst du lachen, und vor den Tieren der ErdeErde wirst du dich nicht fürchten; 23 denn dein BundBund wird mit den Steinen des Feldes sein, und die TiereTiere des Feldes werden Frieden mit dir haben9. 24 Und du wirst erfahren, dass dein ZeltZelt in Frieden ist, und überschaust du deine Wohnung, so wirst du nichts vermissen; 25 und du wirst erfahren, dass deine Nachkommenschaft zahlreich sein wird, und deine Sprösslinge wie das Kraut der ErdeErde. 26 Du wirst in Rüstigkeit in das GrabGrab kommen10, wie der Garbenhaufen eingebracht wird zu seiner ZeitZeit.

27 Siehe, dieses, wir haben es erforscht, so ist es; höre es, und du, merke es dir!

Fußnoten

  • 1 O. die Erbitterung
  • 2 O. von Hilfe
  • 3 Eig. Dessen
  • 4 O. schnappten Durstige
  • 5 El
  • 6 O. anheimstellen
  • 7 Eig. das was fördert und nützt
  • 8 O. zurechtweist
  • 9 O. dir befreundet sein
  • 10 d.h. rüstig sein bis an das Grab