Nahum 3 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Nah 3

1 WeheWehe der Blutstadt, ganz erfüllt mit Lüge und Gewalttat! Das RaubenRauben hört nicht auf.

2 Peitschenknall und Getöse des Rädergerassels und jagende PferdePferde und aufspringende WagenWagen; 3 heransprengende Reiter und flammendes SchwertSchwert und blitzender SpeerSpeer und Mengen Erschlagener und Haufen von Toten und Leichen ohne Ende; man stolpert über ihre Leichen! 4 wegen der vielen Hurereien der anmutvollen HureHure, der Zauberkundigen, die NationenNationen verkauft mit ihren Hurereien und GeschlechterGeschlechter mit ihren Zaubereien.

5 Siehe, ich will an dich, spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen; und ich werde deine Säume1 aufdecken über dein Angesicht und die NationenNationen deine Blöße sehen lassen und die Königreiche deine Schande. 6 Und ich werde Unrat auf dich werfen und dich verächtlich machen und dich zur Schau stellen. 7 Und es wird geschehen, jeder, der dich sieht, wird von dir fliehen und sprechen: NiniveNinive ist verwüstet! Wer wird ihr Beileid bezeigen? Woher soll ich dir TrösterTröster suchen?

8 Bist du vorzüglicher als No-Ammon2, die an den Strömen wohnte, Wasser rings um sich her? Das MeerMeer3 war ihr Bollwerk, aus MeerMeer bestand ihre Mauer. 9 ÄthiopienÄthiopien war ihre Stärke, und ÄgypterÄgypter in zahlloser Menge4; PutPut und LibyenLibyen waren zu ihrer5 Hilfe. 10 Auch sie ist in die Verbannung, in die GefangenschaftGefangenschaft gezogen; auch ihre KinderKinder wurden zerschmettert an allen Straßenecken; und über ihre Vornehmen warf man das Los, und alle ihre Großen wurden mit KettenKetten gefesselt. 11 Auch du sollst betrunken werden, sollst verborgen sein6; auch du wirst eine ZufluchtZuflucht suchen vor dem Feind.

12 Alle deine FestungenFestungen sind Feigenbäume mit Frühfeigen: Wenn sie geschüttelt werden, so fallen sie den Essenden in den Mund. 13 Siehe, dein Volk ist zu Frauen geworden in deiner Mitte; deinen Feinden sind die ToreTore deines Landes weit aufgetan, FeuerFeuer verzehrt deine RiegelRiegel. 14 Schöpfe dir Wasser für die Belagerung; bessere deine Festungswerke aus! Tritt den Ton und stampfe den Lehm, stelle den ZiegelofenZiegelofen wieder her! 15 Dort wird das FeuerFeuer dich verzehren, wird das SchwertSchwert dich ausrotten, dich verzehren wie der JelekJelek7. Vermehre dich wie der JelekJelek, vermehre dich wie die HeuschreckeHeuschrecke! 16 Du hast deiner Kaufleute mehr gemacht als die Sterne des HimmelsHimmels: der JelekJelek fällt raubend ein8 und fliegt davon. 17 Deine Auserlesenen sind wie die Heuschrecken und deine Kriegsobersten wie Heuschreckenschwärme, die sich an den Zäunen lagernlagern am TagTag des Frostes; geht die SonneSonne auf, so entfliehen sie, und man weiß ihre Stätte nicht; – wo sind sie? 18 Deine Hirten schlafen, König von AssyrienAssyrien, deine Edlen liegen da; dein Volk ist auf den Bergen zerstreut, und niemand sammelt es. 19 Keine Linderung für deine Wunde, dein Schlag ist tödlich! Alle, die die Nachricht von dir hören, klatschen über dich in die Hände; denn über wen ist nicht deine Bosheit beständig ergangen?

Fußnoten

  • 1 O. deine Schleppen
  • 2 Theben
  • 3 d.i. der Nil, der heute noch in Ägypten „das Meer“ genannt wird
  • 4 W. und zwar ohne Ende
  • 5 Eig. deiner
  • 6 d.h. nicht mehr zum Vorschein kommen; vergl. Obadja 16
  • 7 der Abfresser. S. Joel 1,4 und die Anmerkung
  • 8 O. breitet sich aus