Jesaja 42 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 42

1 Siehe, mein KnechtKnecht, den ich stütze, mein Auserwählter, an dem meine SeeleSeele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen GeistGeist auf ihn gelegt, er wird den NationenNationen das Recht mitteilen1. [Mt 12,18-21] 2 Er wird nicht schreien und nicht rufen2, noch seine Stimme hören lassen auf der Straße. 3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; er wird der WahrheitWahrheit gemäß das Recht mitteilen3. 4 Er wird nicht ermatten noch niedersinken4, bis er das Recht auf der ErdeErde gegründet hat; und die InselnInseln werden auf seine LehreLehre harren.

5 So spricht GottGott5, der HERRHERR, der die HimmelHimmel schuf und sie ausspannte, der die ErdeErde ausbreitete mit ihren Gewächsen, dem Volk auf ihr den Odem gab6 und den Lebenshauch denen, die darauf wandelnwandeln: 6 Ich, der HERRHERR, ich habe dich gerufen in GerechtigkeitGerechtigkeit und ergriff dich bei der Hand; und ich werde dich behüten und dich setzen zum BundBund des Volkes7, zum LichtLicht der NationenNationen: 7 um blinde AugenAugen aufzutun, um Gefangene aus dem KerkerKerker herauszuführen, und aus dem GefängnisGefängnis die in der FinsternisFinsternis sitzen8. – 8 Ich bin der HERRHERR, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen, noch meinen Ruhm den geschnitzten BildernBildern. 9 Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und NeuesNeues verkündige ich; eheehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören.

10 Singt dem HERRNHERRN ein neuesneues Lied, seinen Ruhm vom Ende der ErdeErde: die ihr das MeerMeer befahrt, und alles, was es erfüllt, ihr InselnInseln und ihre Bewohner! 11 Es mögen ihre Stimme erheben die SteppeSteppe und ihre Städte, die DörferDörfer, die KedarKedar9 bewohnt; jubeln mögen die Bewohner von SelaSela10, jauchzen vom Gipfel der BergeBerge her! 12 Man möge dem HERRNHERRN Ehre geben und seinen Ruhm verkündigenverkündigen auf den InselnInseln. 13 Der HERRHERR wird ausziehen wie ein HeldHeld, wie ein KriegsmannKriegsmann den EiferEifer anfachen; er wird einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Kriegsgeschrei erheben, sich als HeldHeld beweisen gegen seine Feinde. 14 Von lange her11 habe ich geschwiegen, war still, habe an mich gehalten. Wie eine Gebärende will ich tief aufatmen, schnauben und schnaufen zumal. 15 Ich will BergeBerge und Hügel öde machen und all ihr Kraut vertrocknen lassen; und ich will Ströme zu InselnInseln machen und SeenSeen trockenlegen. 16 Und ich will die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen; auf Steigen, die sie nicht kennen, will ich sie schreiten lassen; die FinsternisFinsternis vor ihnen will ich zum LichtLicht machen, und das Höckerichte zur EbeneEbene. Das sind die Dinge, die ich tun und nicht unterlassen werde. 17 Die auf das geschnitzte BildBild vertrauenvertrauen, die zu dem gegossenen BildBild sagen: Du bist unser GottGott! Werden zurückweichen, werden gänzlich beschämt werden.

18 Hört, ihr Tauben! Und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen! 19 Wer ist blind als nur mein KnechtKnecht? Und taub wie mein BoteBote, den ich sende? Wer ist blind wie der Vertraute, und blind wie der KnechtKnecht des HERRNHERRN? 20 Du hast vieles gesehen, aber du beachtest es nicht; bei offenen Ohren hört er nicht. 21 Dem HERRNHERRN gefiel es um seiner GerechtigkeitGerechtigkeit willen, das GesetzGesetz groß und herrlich zu machen.12 22 Und doch ist es ein beraubtes und ausgeplündertes Volk; sie sind in Löchern gefesselt und allesamt in KerkernKerkern versteckt; sie sind zur BeuteBeute geworden, und kein ErretterErretter ist da, zur Plünderung, und niemand spricht: Gib wieder heraus! 23 Wer unter euch will dieses zu Ohren nehmen, will aufmerksam zuhören und in Zukunft hören? 24 Wer hat JakobJakob der Plünderung hingegeben und IsraelIsrael den RäubernRäubern? Nicht der HERRHERR, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf seinen Wegen wandelnwandeln und hörten nicht auf sein GesetzGesetz. 25 Da hat er die Glut seines ZornsZorns13 und die GewaltGewalt des KriegesKrieges über ihn ausgegossen; und diese hat ihn ringsum angezündet, aber er ist nicht zur ErkenntnisErkenntnis gekommen; und sie hat ihn in Brand gesteckt, aber er nahm es nicht zu Herzen.

Fußnoten

  • 1 Eig. das Recht hinausbringen zu den Nationen
  • 2 Eig. erheben (seine Stimme)
  • 3 Eig. hervorgehen lassen
  • 4 Eig. nicht verglimmen noch knicken
  • 5 Eig. der Gott (El)
  • 6 O. gibt
  • 7 Vergl. Kap. 49,8
  • 8 Eig. die Bewohner der Finsternis
  • 9 S. die Anm. zu Hes. 27,21
  • 10 d.i. der felsigen Gegend
  • 11 Eig. Ewig lang
  • 12 And. üb.: Der HERR hatte Gefallen an ihm um seiner Gerechtigkeit willen; er machte das Gesetz groß usw.
  • 13 O. in Glut seinem Zorn; wie Kap. 66,15