Jesaja 65 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 65

1 Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten; ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten.1 Ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich! Zu einer Nation, die nicht mit meinem NamenNamen genannt war2. [Röm 10,20-21] 2 Ich habe den ganzen TagTag meine Hände ausgebreitet zu einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nach auf dem Weg wandelt, der nicht gut ist. 3 Das Volk, das mich beständig ins Angesicht reizt, in den Gärten opfert und auf Ziegelsteinen räuchert; 4 das in3 den Gräbern sitzt und in verborgenen Orten übernachtet; das Schweinefleisch isst und Gräuelbrühe in seinen Gefäßen hat; 5 das da spricht: Bleib für dich und nahe mir nicht, denn ich bin dir heiligheilig –: diese sind ein Rauch in meiner Nase, ein FeuerFeuer, das den ganzen TagTag brennt. 6 Siehe, das ist vor mir aufgeschrieben. Ich werde nicht schweigen, ich habe denn vergolten; und in ihren SchoßSchoß werde ich vergelten 7 eure Ungerechtigkeiten und die Ungerechtigkeiten eurer VäterVäter miteinander, spricht der HERRHERR, die4 auf den Bergen geräuchert und mich auf den Hügeln verhöhnt haben; und ich werde zuvor5 ihren LohnLohn in ihren SchoßSchoß messen.

8 So spricht der HERRHERR: Wie wenn sich Most in der Traube findet, und man spricht: Verdirb sie nicht, denn ein Segen ist in ihr; so werde ich tun um meiner KnechteKnechte willen, dass ich nicht das Ganze verderbe. 9 Und ich werde aus JakobJakob einen Nachkommen hervorgehen lassen, und aus JudaJuda einen Besitzer meiner BergeBerge; und meine Auserwählten sollen es6 besitzen, und meine KnechteKnechte sollen dort wohnen. 10 Und SaronSaron7 wird zu einer Trift der SchafeSchafe8 und das Tal AchorTal Achor zu einem Lagerplatz der RinderRinder werden, für mein Volk, das mich gesucht hat9. 11 Ihr aber, die ihr den HERRNHERRN verlasst, die ihr meines heiligen BergesBerges vergesst, die ihr dem GadGad einen Tisch zurichtet und der MeniMeni10 Mischtrank einschenkt: 12 Ich habe euch dem SchwertSchwert bestimmt11, und ihr alle werdet zur Schlachtung niedersinken; weil ich gerufen, und ihr nicht geantwortet habt, geredet, und ihr nicht gehört habt, sondern getan was böse ist in meinen AugenAugen, und das erwählt, woran ich kein Gefallen habe.

13 Darum spricht der HerrHerr, HERRHERR, so: Siehe, meine KnechteKnechte werden essenessen, ihr aber werdet hungern; siehe, meine KnechteKnechte werden trinken, ihr aber werdet dürsten. Siehe, meine KnechteKnechte werden sich freuen, ihr aber werdet beschämt sein; 14 siehe, meine KnechteKnechte werden jubeln vor FreudeFreude12 des Herzens, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid und heulen vor Kummer13 des GeistesGeistes. 15 Und ihr werdet euren NamenNamen meinen Auserwählten zum Fluchwort hinterlassen; und der HerrHerr, HERRHERR, wird dich töten. Seine KnechteKnechte aber wird er mit einem anderen NamenNamen nennen: 16 so dass, wer sich im Land segnet, sich bei dem GottGott der TreueTreue14 segnen wird, und wer im Land schwört, bei dem GottGott der TreueTreue15 schwören wird; denn die früheren DrangsaleDrangsale werden vergessen und vor meinen AugenAugen verborgen sein.

17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen HimmelHimmel und eine neueneue ErdeErde; und der früheren wird man nicht mehr gedenken, und sie werden nicht mehr in den Sinn kommen. 18 Sondern freut euch und frohlockt für und für über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich wandle16 JerusalemJerusalem in Frohlocken um und sein Volk in FreudeFreude. 19 Und ich werde über JerusalemJerusalem frohlocken und über mein Volk mich freuen; und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird nicht mehr darin gehört werden. 20 Und dort wird kein Säugling von einigen Tagen und kein Greis mehr sein17, der seine TageTage nicht erfüllte; denn der Jüngling wird als Hundertjähriger sterbensterben und der Sünder als Hundertjähriger verflucht werden. 21 Und sie werden Häuser bauen und bewohnen und WeinbergeWeinberge pflanzen und ihre Frucht essenessen. 22 Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen, sie werden nicht pflanzen und ein anderer essenessen; denn wie die TageTage der Bäume sollen die TageTage meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände verbrauchen. 23 Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Untergang werden sie zeugenzeugen18; denn sie sind die Nachkommenschaft der Gesegneten des HERRNHERRN, und ihre Sprösslinge werden bei ihnen sein. 24 Und es wird geschehen: EheEhe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören. 25 WolfWolf und LammLamm werden beisammen weiden; und der LöweLöwe wird StrohStroh fressen wie das RindRind; und die SchlangeSchlange: StaubStaub wird ihre Speise sein. Man wird nicht übeltun noch böse handeln auf meinem ganzen heiligen GebirgeGebirge, spricht der HERRHERR.

Fußnoten

  • 1 O. Ich war zu erfragen für die, die nicht fragten; ich war zu finden für die, die mich nicht suchten
  • 2 And. l.: die meinen Namen nicht anrief
  • 3 O. unter
  • 4 O. weil sie
  • 5 d.h. bevor die Segnungen kommen; vergl. Jer. 16,18
  • 6 d.h. das Land
  • 7 Vergl. Kap. 33,9
  • 8 Eig. des Kleinviehes
  • 9 Eig. nach mir gefragt hat
  • 10 Gad (der Planet Jupiter) wurde als Glücksgott verehrt, Meni (der Planet Venus) als Schicksals- oder Bestimmungsgöttin
  • 11 Im Hebr. ein Wortspiel mit dem Namen „Meni“
  • 12 Eig. Wohlsein, Behagen
  • 13 Eig. Zerschlagung, Verwundung
  • 14 O. der Wahrheit; W. des Amen
  • 15 O. der Wahrheit; W. des Amen
  • 16 Eig. schaffe
  • 17 Eig. Und von dort wird ... entstehen
  • 18 O. gebären