Jesaja 51 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 51

1 Hört auf mich, die ihr der GerechtigkeitGerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRNHERRN sucht! Blickt hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf die Höhlung der GrubeGrube, aus der ihr gegraben seid. 2 Blickt hin auf AbrahamAbraham, euren VaterVater, und auf SaraSara, die euch geboren hat; denn ich rief ihn, den einen1, und ich segnete ihn und mehrte ihn. 3 Denn der HERRHERR tröstet ZionZion, tröstet alle ihre Trümmer; und er machtmacht ihre WüsteWüste gleich EdenEden, und ihre SteppeSteppe wie der GartenGarten des HERRNHERRN. Wonne und FreudeFreude werden darin gefunden werden, Danklied und Stimme des GesangsGesangs.

4 Hört mir zu, mein Volk, und meine Nation2, horcht auf mich! Denn ein GesetzGesetz3 wird von mir ausgehen, und mein Recht werde ich aufstellen zum LichtLicht der Völker. 5 Nahe ist meine GerechtigkeitGerechtigkeit, mein HeilHeil ist ausgezogen, und meine ArmeArme werden die Völker richten. Auf mich werden die InselnInseln hoffen, und sie werden harren auf meinen ArmArm. 6 Hebt eure AugenAugen auf zum HimmelHimmel und blickt auf die ErdeErde unten! Denn die HimmelHimmel werden zergehen wie Rauch, und die ErdeErde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben4. Aber meine Rettung wird in Ewigkeit sein, und meine GerechtigkeitGerechtigkeit wird nicht zerschmettert werden. 7 Hört auf mich, die ihr GerechtigkeitGerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein GesetzGesetz ist: Fürchtet nicht der Menschen Hohn, und erschreckt nicht vor ihren Schmähungen! 8 Denn wie ein Kleid wird sie verzehren die MotteMotte, und wie WolleWolle sie verzehren die Schabe; aber meine GerechtigkeitGerechtigkeit wird in Ewigkeit sein und meine Rettung durch alle GeschlechterGeschlechter hindurch.

9 WacheWache auf, wachewache auf! Kleide dich in MachtMacht, du ArmArm des HERRNHERRN! WacheWache auf wie in den Tagen der Vorzeit, in den GeschlechternGeschlechtern der Vorzeit! Bist du es nicht, der RahabRahab5 zerhauen, das SeeungeheuerSeeungeheuer6 durchbohrt hat? 10 Bist du es nicht, der das MeerMeer, die Wasser der großen FlutFlut, trockengelegt, der die Tiefen des MeeresMeeres zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzögen? 11 Und die Befreiten7 des HERRNHERRN werden zurückkehren und nach ZionZion kommen mit Jubel, und ewigeewige FreudeFreude wird über ihrem HauptHaupt sein; sie werden Wonne und FreudeFreude erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen8.

12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das wie GrasGras dahingegeben wird, 13 und dass du den HERRNHERRN vergisst, der dich gemacht, der die HimmelHimmel ausgespannt und die ErdeErde gegründet hat; und dich beständig, den ganzen TagTag, vor dem Grimm des Bedrängers fürchtest, wenn9 er sich rüstet10, um zu verderbenverderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? 14 Der in FesselnFesseln Gekrümmte wird sogleich losgelassen werden und wird nicht hinsterben in die GrubeGrube, und sein BrotBrot wird ihm nicht mangeln. 15 Denn ich bin der HERRHERR, dein GottGott, der das MeerMeer erregt, und seine Wogen brausen; HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen ist sein Name. – 16 Und ich habe meine WorteWorte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die HimmelHimmel aufzuschlagen11 und die ErdeErde zu gründen und zu ZionZion zu sagen: Du bist mein Volk!

17 Erwache, erwache; steh auf, JerusalemJerusalem, die du aus der Hand des HERRNHERRN den BecherBecher seines Grimmes getrunken! Den Kelchbecher des Taumels hast du getrunken, hast ihn ausgeschlürft. 18 Da war niemand, der sie leitete, von allen KindernKindern, die sie geboren; und niemand, der sie bei der Hand nahm von allen KindernKindern, die sie großgezogen. 19 Zweierlei war es, was dir begegnete – wer sollte dir Beileid bezeigen? –: die Verheerung und die Zerschmetterung und die HungersnotHungersnot und das SchwertSchwert. Wie könnte ich dich trösten? 20 Deine KinderKinder sind ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen Straßenecken wie eine AntilopeAntilope im NetzNetz; sie waren voll12 des Grimmes des HERRNHERRN, des Scheltens deines GottesGottes. 21 Darum höre doch dieses, du Elende und Betrunkene, aber nicht von WeinWein! 22 So spricht der HERRHERR, dein HerrHerr, und dein GottGott, der die Rechtssache seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelchbecher meines Grimmes; du wirst ihn von nun an nicht mehr trinken. 23 Und ich gebe ihn in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner SeeleSeele sprachensprachen: Bücke dich, dass wir darüber hinschreiten! Und du machtest deinen Rücken der ErdeErde gleich, und wie eine Straße für die darüber Schreitenden.

Fußnoten

  • 1 Eig. als einen od. als einzelnen; vergl. Hes. 33,24
  • 2 Anderswo mit „Völkerschaft“ übersetzt
  • 3 O. denn Lehre, Unterweisung; wie Kap. 42,4
  • 4 Eig. sterben wie das! D.h. wie etwas durchaus Wertloses, Nichtiges
  • 5 Ungestüm, auch Wasserungeheuer (sinnbildlicher Name Ägyptens)
  • 6 Vergl. Hes. 29,3
  • 7 Eig. die Losgekauften; vergl. Kap. 35,10
  • 8 O. entflohen sind Kummer und Seufzen
  • 9 O. weil
  • 10 Eig. wenn er richtet (den Pfeil oder den Bogen)
  • 11 wie ein Zelt; and. üb.: zu pflanzen
  • 12 Eig. sie, die voll waren