Jesaja 30 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 30

1 WeheWehe den widerspenstigen KindernKindern, spricht der HERRHERR, die Pläne ausführen1, aber nicht von mir aus, und Bündnisse schließen, aber nicht nach meinem GeistGeist, um SündeSünde auf SündeSünde zu häufen; 2 die hingehen, um nach ÄgyptenÄgypten hinabzuziehen – aber meinen Mund haben sie nicht befragt – um sich zu flüchten unter den Schutz des PharaosPharaos und ZufluchtZuflucht zu suchen unter dem Schatten ÄgyptensÄgyptens! 3 Und der Schutz des PharaosPharaos wird euch zur Schmach werden, und die ZufluchtZuflucht unter dem Schatten ÄgyptensÄgyptens zur Schande. 4 Denn seine2 Fürsten waren in ZoanZoan, und seine Gesandten langten in HanesHanes an. 5 Alle werden beschämt werden über ein Volk, das ihnen nichts nützt, das nicht zur Hilfe und nicht zum Nutzen, sondern zur Beschämung und auch zum Hohn wird.

6 AusspruchAusspruch über den BehemothBehemoth des SüdensSüdens: Durch ein Land der BedrängnisBedrängnis und der Angst, aus dem Löwin und LöweLöwe, OtternOttern und fliegende feurige Schlangen3 kommen, tragen sie auf den Rücken der Eselsfüllen ihren Reichtum und auf den Höckern der KameleKamele ihre Schätze zu einem Volk, das nichts nützt. 7 Denn umsonst und vergebensvergebens wird ÄgyptenÄgypten helfen. Darum nenne ich dieses ÄgyptenÄgypten: Großtuer4, die still sitzen.

8 Geh nun hin, schreibe es vor ihnen auf eine TafelTafel und zeichne es in ein BuchBuch5 ein; und es bleibe für die zukünftige ZeitZeit6, auf immer7 bis in Ewigkeit. 9 Denn es ist ein widerspenstiges Volk, betrügerische KinderKinder, KinderKinder, die das GesetzGesetz des HERRNHERRN nicht hören wollen; 10 die zu den SehernSehern sprechen: Seht nicht! Und zu den Schauern: Schaut uns nicht das Richtige, sagt uns Schmeicheleien, schaut uns Täuschungen! 11 Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad; schafft den Heiligen IsraelsIsraels vor unserem Angesicht weg! 12 Darum, so spricht der HeiligeHeilige IsraelsIsraels: Weil ihr dieses WortWort verwerft und auf Bedrückung und Verdrehung8 vertraut und euch darauf stützt, 13 darum wird euch diese Ungerechtigkeit wie ein sturzdrohender Riss sein, wie eine Ausbauchung an einer hochragenden Mauer, deren Einsturz in einem Augenblick, plötzlich kommt. 14 Und er wird sie9 zerbrechen, wie man einen Töpferkrug zerbricht, der ohne Schonung zertrümmert wird, und von dem, wenn er zertrümmert ist, nicht ein Scherben gefunden wird, um damit FeuerFeuer vom Herd zu holen oder Wasser aus einer ZisterneZisterne10 zu schöpfen.

15 Denn so spricht der HerrHerr, HERRHERR, der HeiligeHeilige IsraelsIsraels: Durch UmkehrUmkehr und durch RuheRuhe würdet ihr gerettet werden; in Stillsein und in VertrauenVertrauen würde eure Stärke sein. Aber ihr habt nicht gewollt; 16 und ihr spracht: „Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen“; darum werdet ihr fliehen; und: „Auf Rennern wollen wir reiten“; darum werden eure Verfolger rennenrennen. 17 Ein Tausend wird fliehen vor dem Dräuen eines einzigen; vor dem Dräuen von fünfen werdet ihr fliehen, bis ihr übrigbleibt wie eine StangeStange11 auf des BergesBerges Spitze und wie ein PanierPanier auf dem Hügel. 18 Und darum wird der HERRHERR verziehen, euch gnädig zu sein; und darum wird er sich erheben, bis er sich euer erbarmt; denn der HERRHERR ist ein GottGott des GerichtsGerichts. Glückselig alle, die auf ihn harren!

19 Denn ein Volk wird in ZionZion wohnen, in JerusalemJerusalem. Du wirst nie mehr weinen; er wird dir gewisslich GnadeGnade erweisen auf die Stimme deines Schreiens: Sobald er hört, wird er dir antworten. 20 Und der HerrHerr wird euch BrotBrot der DrangsalDrangsal und Wasser der TrübsalTrübsal geben. Und deine LehrerLehrer werden sich nicht mehr verbergen, sondern deine AugenAugen werden deine LehrerLehrer sehen; 21 und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, so werden deine Ohren ein WortWort hinter dir her hören: Dies ist der Weg, wandelt darauf! 22 Und ihr werdet den Überzug deiner silbernen Schnitzbilder und die BekleidungBekleidung deiner goldenen Gussbilder verunreinigen; du wirst sie wegwerfen12 wie ein unflätiges Kleid: „Hinaus!“ wirst du zu ihnen sagen.

23 Und er wird RegenRegen geben zu deiner SaatSaat13, womit du den Erdboden besäst, und BrotBrot als Ertrag des Erdbodens, und es wird fettfett und nahrhaft sein. Deine Herden werden an jenem TagTag weiden auf weiter Aue; 24 und die Ochsen und die Eselsfüllen, die das Ackerland bearbeiten, werden gesalzenes14 Futter fressen, das man mit der SchaufelSchaufel und mit der Gabel geworfelt hat. 25 Und auf jedem hohen BergBerg und auf jedem erhabenen Hügel werden Bäche, Wasserströme sein an dem TagTag des großen Gemetzels, wenn Türme fallen. 26 Und das LichtLicht des MondesMondes wird sein wie das LichtLicht der SonneSonne, und das LichtLicht der SonneSonne wird siebenfach sein, wie das LichtLicht von siebensieben Tagen, an dem TagTag, da der HERRHERR den Schaden seines Volkes verbinden und seiner Schläge Wunden heilen wird.

27 Siehe, der Name des HERRNHERRN kommt von fern her. Sein ZornZorn brennt, und der aufsteigende Rauch ist gewaltig; seine Lippen sind voll Grimm, und seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuerverzehrendes Feuer, 28 und sein Odem wie ein überflutender BachBach, der bis an den Hals reicht: um die NationenNationen zu schwingen mit einer Schwinge der Nichtigkeit15, und einen irreführenden Zaum an die Kinnbacken der Völker zu legen16. 29 GesangGesang werdet ihr haben wie in der NachtNacht, da das Fest geweiht wird, und FreudeFreude des Herzens gleich denen, die unter Flötenspiel hinziehen, um zu kommen auf den BergBerg des HERRNHERRN, zum Felsen IsraelsIsraels. 30 Und der HERRHERR wird hören lassen die Majestät seiner Stimme, und sehen lassen das Herabfahren seines ArmesArmes mit Zornesschnauben und einer Flamme verzehrenden FeuersFeuers – Wolkenbruch und Regenguss und Hagelsteine. 31 Denn vor der Stimme des HERRNHERRN wird AssurAssur zerschmettert werden17, wenn er mit dem StockStock schlägt. 32 Und es wird geschehen, jeder Streich der verhängten RuteRute18, die der HERRHERR auf ihn herabfahren lässt, ergeht unter Tamburin- und Lautenspiel; und mit geschwungenem ArmArm19 wird er gegen ihn kämpfenkämpfen. 33 Denn vor Langem ist eine Gräuelstätte20 zugerichtet; auch für den König ist sie bereitet. Tief, weit hat er sie gemacht, ihr Holzstoß hat FeuerFeuer und HolzHolz in Menge; wie ein Schwefelstrom setzt der Hauch des HERRNHERRN ihn in Brand.

Fußnoten

  • 1 Eig. indem sie Pläne ausführen, od.: um Pläne auszuführen
  • 2 d.i. Judas
  • 3 S. die Anm. zu 4. Mose 21,6
  • 4 Eig. Übermut, Prahlerei; Hebr. Rahab
  • 5 O. auf ein Blatt
  • 6 Eig. für den zukünftigen Tag
  • 7 And. l.: zum Zeugnis
  • 8 O. List; eig. Verbogenes, Gewundenes
  • 9 die Mauer
  • 10 O. aus einem Teich
  • 11 O. eine Pinie
  • 12 Eig. zerstreuen
  • 13 Eig. deinen Saatregen geben, d.h. den Frühregen
  • 14 d.h. mit Salzkräutern gesalzen
  • 15 d.h. mit einer Schwinge, durch die alles, was nicht Korn ist, als Nichtigkeit erwiesen und behandelt wird
  • 16 O. und ein irreführender Zaum kommt an die usw.
  • 17 O. zusammenschrecken
  • 18 Eig. der Rute der göttlichen Bestimmung
  • 19 Eig. mit Kämpfen der Schwingung
  • 20 Hebr. Tapheteh, ein vom Tophet (2. Kön. 23,10) abgeleitetes Wort