Jesaja 57 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jes 57

1 Der Gerechte kommt um, und niemand nimmt es zu Herzen, und die Frommen werden weggerafft, ohne dass jemand es beachtet, dass der Gerechte vor dem Unglück weggerafft wird. 2 Er geht ein zum Frieden; sie ruhen auf ihren Lagerstätten, jeder, der in Geradheit1 gewandelt hat.

3 Und ihr, naht hierher, KinderKinder der Zauberin, Nachkommen des Ehebrechers und der HureHure! 4 Über wen machtmacht ihr euch lustig2, über wen sperrt ihr das Maul auf und streckt die Zunge heraus? Seid ihr nicht KinderKinder des AbfallsAbfalls, Nachkommen der Lüge, 5 die ihr für die Götzen entbranntet unter3 jedem grünen Baum, die ihr KinderKinder in den Tälern schlachtetet unter den Klüften der Felsen? 6 An den glatten Steinen4 des Talbaches war dein Teil; sie, sie waren dein Los; auch gossest du ihnen TrankopferTrankopfer aus, opfertest ihnen SpeisopferSpeisopfer. Sollte ich mich darüber trösten? 7 Auf einem hohen und erhabenen BergBerg schlugst du dein LagerLager auf; auch stiegst du dort hinauf, um SchlachtopferSchlachtopfer zu opfernopfern. 8 Und hinter die TürTür und den PfostenPfosten setztest du dein Gedächtnis5. Denn von mir abgewendet6 decktest du auf und bestiegst, machtest breit dein LagerLager, und du bedingtest dir LohnLohn von ihnen aus; du liebtest ihr Beilager, schautest ihre Blöße. 9 Und du zogst mit ÖlÖl zu dem König und machtest viel deiner wohlriechenden SalbenSalben; und du sandtest deine Boten in die Ferne und erniedrigtest dich bis zum ScheolScheol. 10 Durch die Weite deines Weges bist du müde geworden, doch du sprachst nicht: Es ist umsonst! Du gewannst neueneue KraftKraft7, darum bist du nicht erschlafft. 11 Und vor wem hast du dich gescheut und gefürchtet, dass du gelogen hast und meiner nicht gedachtest, es nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen, und zwar seit langer ZeitZeit8? Und mich fürchtest du nicht. 12 Ich, ich werde deine GerechtigkeitGerechtigkeit verkünden; und deine Machwerke, sie werden dir nichts nützen. 13 Wenn du schreist, mögen dich deine Götzenhaufen erretten! Aber ein WindWind wird sie allesamt entführen, ein Hauch sie wegnehmen. Wer aber zu mir seine ZufluchtZuflucht nimmt, wird das Land erben und meinen heiligen BergBerg besitzen. 14 Und man wird sagen: MachtMacht Bahn, machtmacht Bahn; bereitet9 einen Weg, hebt aus dem Weg meines Volkes jeden AnstoßAnstoß weg!

15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt10, und dessen Name der HeiligeHeilige ist: Ich wohne in der HöheHöhe und im HeiligtumHeiligtum und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten GeistesGeistes ist, um zu belebenbeleben den GeistGeist der Gebeugten und zu belebenbeleben das HerzHerz der Zerschlagenen. 16 Denn ich will nicht ewiglich rechten und nicht für immer ergrimmt sein; denn der GeistGeist würde vor mir verschmachten, und die Seelen11, die ich ja gemacht habe. 17 Wegen der Ungerechtigkeit seiner Habsucht ergrimmte ich und schlug es, indem ich mich verbarg und ergrimmt war; und es wandelte abtrünnig auf dem Weg seines Herzens. 18 Seine Wege habe ich gesehen und werde es heilen; und ich werde es leiten und Tröstungen erstatten ihm und12 seinen Trauernden. 19 Die Frucht der Lippen schaffend, spricht der HERRHERR: FriedeFriede, FriedeFriede den Fernen und den Nahen13, und ich will es heilen. – 20 Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte MeerMeer, denn es kann nicht ruhig sein, und seine Wasser wühlen Schlamm und Kot auf. 21 Kein FriedeFriede den Gottlosen!, spricht mein GottGott. –

Fußnoten

  • 1 Eig. gerade vor sich hin
  • 2 Eig. empfindet ihr Wonne, d.h. Schadenfreude
  • 3 O. die ihr bei den Terebinthen entbranntet, unter usw.
  • 4 d.h. Steinblöcken
  • 5 Vergl. 5. Mose 6,9
  • 6 Eig. von mir weg
  • 7 Eig. Wiederbelebung deiner Kraft
  • 8 Eig. seit ewiglang
  • 9 Eig. räumt auf, lichtet
  • 10 O. bleibt
  • 11 W. die Odem
  • 12 O. und zwar
  • 13 W. Gespross der Lippen schaffend, Friede ... den Nahen, spricht der HERR