5. Mose 32 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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5. Mo 32

1 Horcht, ihr HimmelHimmel, und ich will reden; und die ErdeErde höre die WorteWorte meines Mundes!

2 Es träufle wie RegenRegen meine LehreLehre, es fließe wie TauTau meine Rede, wie Regenschauer auf das GrasGras und wie Regengüsse auf das Kraut!

3 Denn den NamenNamen des HERRNHERRN will ich ausrufen: Gebt Majestät1 unserem GottGott!

4 Der FelsFels: vollkommenvollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein GottGott2 der TreueTreue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!

5 Es hat sich gegen ihn verdorben – nicht seiner KinderKinder ist ihr Schandfleck – ein verkehrtes und verdrehtes GeschlechtGeschlecht.

6 Vergeltet ihr so dem HERRNHERRN, du törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein VaterVater, der dich erkauft3 hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet.

7 Gedenke der TageTage der Vorzeit, merkt auf die JahreJahre von GeschlechtGeschlecht zu GeschlechtGeschlecht; frage deinen VaterVater, und er wird es dir kundtun, deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.

8 Als der Höchste den NationenNationen das ErbeErbe austeilte, als er voneinander schied die Menschenkinder, da stellte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der KinderKinder IsraelIsrael.

9 Denn des HERRNHERRN Teil ist sein Volk, JakobJakob die Schnur seines ErbteilsErbteils.

10 Er fand ihn im Land der WüsteWüste und in der Öde, dem Geheul der WildnisWildnis; er umgab ihn, gab achtacht auf ihn, er behütete ihn wie seinen AugapfelAugapfel.

11 Wie der AdlerAdler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine FlügelFlügel ausbreitet, sie4 aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen;

12 So leitete ihn der HERRHERR allein5, und kein fremderfremder GottGott6 war mit ihm.

13 Er ließ ihn umherfahren auf den Höhen der ErdeErde, und er aß den Ertrag des Feldes; und er ließ ihn HonigHonig saugen aus dem Felsen und ÖlÖl aus dem KieselfelsenKieselfelsen;

14 geronnene MilchMilchgeronnene MilchMilch der Kühe und MilchMilch der SchafeSchafe7, samt dem FettFett der Mastschafe und Widder, der Söhne BasansBasans, und der Böcke, samt dem Nierenfett des WeizensWeizens; und der Traube BlutBlut trankst du, feurigen WeinWein.

15 Da wurde JeschurunJeschurun8 fettfett und schlug aus; du wurdest fettfett, dick, feist! Und er verließ9 GottGott10, der ihn gemacht hatte, und verachtete den FelsFels seiner Rettung.

16 Sie reizten ihn zur EifersuchtEifersucht durch fremde GötterGötter, durch GräuelGräuel erbitterten sie ihn.

17 Sie opferten den Dämonen, die Nicht-Gott11 sind, GötternGöttern, die sie nicht kannten, neuen, die vor kurzem aufgekommen waren, die eure VäterVäter nicht verehrten12.

18 Den Felsen, der dich gezeugt, vernachlässigtest du, und vergaßest den GottGott13, der dich geboren.

19 Und der HERRHERR sah es und verwarf sie, vor Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.

20 Und er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende sein wird; denn ein GeschlechtGeschlecht voll Verkehrtheit sind sie, KinderKinder, in denen keine TreueTreue ist.

21 Sie haben mich zur EifersuchtEifersucht gereizt durch Nicht-Götter14, haben mich erbittert durch ihre Nichtigkeiten15; so will auch ich sie zur EifersuchtEifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie erbittern. [Röm 10,19]

22 Denn ein FeuerFeuer ist entbrannt in meinem ZornZorn und wird brennen bis in den untersten ScheolScheol, und es wird verzehren die ErdeErde und ihren Ertrag und entzünden die Grundfesten der BergeBerge.

23 Ich werde Unglück über sie häufen, meine PfeilePfeile gegen sie verbrauchen.

24 Vergehen sie vor Hunger und sind sie aufgezehrt von FieberglutFieberglut16 und giftiger PestPest, so werde ich den Zahn wilder TiereTiere gegen sie senden, samt dem GiftGift der im StaubStaub Schleichenden.

25 Draußen wird das SchwertSchwert raubenrauben und in den Gemächern der Schrecken: den Jüngling wie die JungfrauJungfrau, den Säugling mit dem greisen MannMann.

26 Ich hätte gesagt: Ich will sie zerstreuen, ihrem Gedächtnis unter den Menschen ein Ende machen!

27 Wenn ich die Kränkung vonseiten des Feindes nicht fürchtete, dass ihre WidersacherWidersacher es verkännten, dass sie sprächen: Unsere Hand war erhaben, und nicht der HERRHERR hat dies alles getan!

28 Denn sie sind eine Nation, die allen RatRat verloren hat; und kein Verständnis ist in ihnen.

29 Wenn sie weiseweise wären, so würden sie dieses verstehen, ihr Ende bedenken.

30 Wie könnte einer 1000 jagen, und zwei 10000 in die Flucht treiben, wäre es nicht, dass ihr FelsFels sie verkauft und der HERRHERR sie preisgegeben hätte?

31 Denn nicht wie unser FelsFels ist ihr FelsFels: dessen sind unsere Feinde selbst RichterRichter!

32 Denn von dem Weinstock SodomsSodoms ist ihr Weinstock und von den Fluren GomorrasGomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bitter sind ihre TraubenTrauben.

33 GiftGift der Drachen17 ist ihr WeinWein und grausames GiftGift der NatternNattern.

34 Ist dieses nicht bei mir verborgen, versiegelt in meinen Schatzkammern?

35 Mein ist die Rache und die Vergeltung für die ZeitZeit, da ihr Fuß wanken wird; denn nahe ist der TagTag ihres VerderbensVerderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei.

36 Denn der HERRHERR wird sein Volk richten18, und er wird sich's gereuen lassen19 über seine KnechteKnechte, wenn er sehen wird, dass geschwunden die KraftKraft, und der Gebundene und der Freie dahin ist.

37 Und er wird sagen: Wo sind ihre GötterGötter, der FelsFels, auf den sie vertrauten,

38 die das FettFett ihrer SchlachtopferSchlachtopfer aßen, den WeinWein ihrer TrankopferTrankopfer tranken? Sie mögen aufstehen und euch helfen, mögen ein Schirm über euch sein!

39 Seht nun, dass ich, ich binich bin, der da ist20, und kein GottGott neben mir! Ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich heileheile; und niemand ist, der aus meiner Hand errettet!

40 Denn ich erhebe zum HimmelHimmel meine Hand und spreche: Ich lebe ewiglich!21

41 Wenn ich mein blitzendes SchwertSchwert22 geschärft habe und meine Hand zum GerichtGericht greift, so werde ich Rache erstatten meinen Feinden und Vergeltung geben meinen Hassern.

42 Meine PfeilePfeile werde ich berauschen mit BlutBlut, und mein SchwertSchwert wird FleischFleisch fressen – mit dem BlutBlut der Erschlagenen und Gefangenen – von dem HauptHaupt der Fürsten des Feindes23.

43 Jubelt, ihr NationenNationen, mit seinem Volk!24 Denn er wird rächen das BlutBlut seiner KnechteKnechte und wird Rache erstatten seinen Feinden, und seinem Land, seinem Volk, vergebenvergeben. – [Röm 15,10]

44 Und MoseMose kam und redete alle WorteWorte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und HoseaHosea25, der SohnSohn Nuns. 45 Und als MoseMose alle diese WorteWorte zu dem ganzen IsraelIsrael ausgeredet hatte, 46 da sprach er zu ihnen: Richtet euer HerzHerz auf alle die WorteWorte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren KindernKindern befehlt, dass sie darauf achten, alle WorteWorte dieses GesetzesGesetzes zu tun. 47 Denn es ist nicht ein leeres WortWort für euch, sondern es ist euer LebenLeben; und durch dieses WortWort werdet ihr eure TageTage verlängern in dem Land, wohin ihr über den JordanJordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

48 Und der HERRHERR redete zu MoseMose an genau diesem TagTag und sprach: 49 Steige auf dieses GebirgeGebirge AbarimAbarim, den BergBerg NeboNebo, der im Land MoabMoab liegt, der JerichoJericho gegenüber ist, und sieh das Land KanaanKanaan, das ich den KindernKindern IsraelIsrael zum Eigentum gebe; 50 und du wirst sterbensterben auf dem BergBerg, auf den du steigen wirst, und zu deinen Völkern versammelt werden; wie dein BruderBruder AaronAaron auf dem BergBerg HorHor gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde; 51 weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt inmitten der KinderKinder IsraelIsrael an dem Wasser von Meriba-KadesMeriba-Kades26 in der WüsteWüste ZinZin, weil ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der KinderKinder IsraelIsrael. 52 Denn vor dir sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den KindernKindern IsraelIsrael gebe.

Fußnoten

  • 1 W. Größe
  • 2 El
  • 3 And. geschaffen
  • 4 Eig. es, d.h. das Nest
  • 5 O. ... schwebt, breitete er seine Flügel aus, nahm ihn auf, trug ihn auf seinen Fittichen. Der HERR allein leitete ihn
  • 6 El
  • 7 Eig. des Kleinviehes
  • 8 der Gerade, Rechtschaffene
  • 9 O. verwarf
  • 10 Eloah
  • 11 Eloah
  • 12 Eig. scheuten
  • 13 El
  • 14 W. Nicht-Gott (El)
  • 15 O. Götzen
  • 16 O. Seuche
  • 17 O. Schlangen
  • 18 O. seinem Volk Recht verschaffen
  • 19 O. sich erbarmen. Vergl. Ps. 135,14
  • 20 W. dass ich, ich bin er, oder derselbe. Dieser Ausdruck wird zu einem Namen Gottes; vergl. Neh. 9,6; Ps. 102,27 usw.
  • 21 O. So wahr ich ewiglich lebe!
  • 22 W. den Blitz meines Schwertes
  • 23 And. üb.: vom behaarten Haupt des Feindes
  • 24 O. Jubelt ... seinem Volk zu. Eig. Bejubelt ... sein Volk
  • 25 Vergl. 4. Mose 13,16
  • 26 O. an dem Haderwasser von Kades