5. Mose 15 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.1 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ansicht

1 Am Ende von siebensieben Jahren sollst du einen Erlass halten. 2 Und dies ist die Sache mit dem Erlass: Jeder Schuldherr soll erlassen das Darlehen seiner Hand, das er seinem Nächsten geliehen hat; er soll seinen Nächsten und seinen BruderBruder nicht drängen; denn man hat einen Erlass dem HERRNHERRN ausgerufen. 3 Den Fremden magst du drängen; was du aber bei deinem BruderBruder hast, soll deine Hand erlassen; 4 es sei denn, dass kein ArmerArmer unter dir ist. Denn1 der HERRHERR wird dich reichlich segnen in dem Land, das der HERRHERR, dein GottGott, dir als ErbteilErbteil gibt, es zu besitzen, 5 wenn du nur der Stimme des HERRNHERRN, deines GottesGottes, fleißig gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete. 6 Denn der HERRHERR, dein GottGott, wird dich segnen2, wie er zu dir geredet hat; und du wirst vielen NationenNationen auf PfandPfand leihen, du aber wirst nichts auf PfandPfand entlehnen; und du wirst über viele NationenNationen herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.

7 Wenn ein ArmerArmer unter dir sein wird, irgendeiner deiner BrüderBrüder, in einem deiner ToreTore in deinem Land, das der HERRHERR, dein GottGott, dir gibt, so sollst du dein HerzHerz nicht verhärten und deine Hand vor deinem BruderBruder, dem Armen, nicht verschließen; 8 sondern du sollst ihm deine Hand weit öffnen und ihm willig auf PfandPfand leihen was hinreicht für den Mangel, den er hat. 9 Hüte dich, dass nicht in deinem Herzen ein Belialswort sei, dass du sprichst: Es naht das siebte JahrJahr, das Erlassjahr! Und dass dein Auge böse sei gegen deinen BruderBruder, den Armen, und du ihm nichts gebest, und er über dich3 zu dem HERRNHERRN schreie, und SündeSünde an dir sei! 10 Willig sollst du ihm geben, und dein HerzHerz soll nicht ärgerlich sein, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache willen wird der HERRHERR, dein GottGott, dich segnen in all deinem Werk und in allem Geschäft deiner Hand. 11 Denn der ArmeArme wird nicht aufhören inmitten des Landes; darum gebiete ich dir und spreche: Du sollst deinem BruderBruder, deinem Dürftigen und deinem Armen in deinem Land, deine Hand weit öffnen.

12 Wenn dein BruderBruder, ein HebräerHebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft4, so soll er dir sechs JahreJahre dienen; und im siebten JahrJahr sollst du ihn frei von dir entlassen. 13 Und wenn du ihn frei von dir entlässt, so sollst du ihn nicht leer entlassen: 14 Du sollst ihm reichlich aufladen von deinem Kleinvieh und von deiner Tenne und von deiner KelterKelter; von dem, womit der HERRHERR, dein GottGott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben. 15 Und du sollst gedenken, dass du ein KnechtKnecht gewesen bist im Land ÄgyptenÄgypten und dass der HERRHERR, dein GottGott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir heute diese Sache. 16 Und es soll geschehen, wenn er zu dir spricht: Ich will nicht von dir weggehen – weil er dich und dein HausHaus liebt, weil ihm wohl bei dir ist – 17 so sollst du eine PfriemePfrieme nehmen und sie durch sein OhrOhr in die TürTür stechen, und er wird dein KnechtKnecht sein für immer; und auch deiner MagdMagd sollst du so tun. 18 Es soll nicht schwer sein in deinen AugenAugen, wenn du ihn frei von dir entlässt; denn was an Wert das Doppelte des LohnesLohnes eines TagelöhnersTagelöhners ausmacht hat er dir sechs JahreJahre lang gedient; und der HERRHERR, dein GottGott, wird dich segnen in allem, was du tust.

19 Alles männliche Erstgeborene, das unter deinen RindernRindern und unter deinem Kleinvieh geboren wird, sollst du dem HERRNHERRN, deinem GottGott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines RindesRindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deines Kleinviehes nicht scherenscheren: 20 vor dem HERRNHERRN, deinem GottGott, sollst du es essenessen, JahrJahr für JahrJahr, du und dein HausHaus, an dem Ort, den der HERRHERR erwählenerwählen wird. 21 Wenn aber ein Gebrechen an ihm ist, dass es lahm oder blind ist, irgendein schlimmes Gebrechen, so sollst du es dem HERRNHERRN, deinem GottGott, nicht opfernopfern. 22 In deinen Toren magst du es essenessen, der Unreine und der Reine ebenso, wie die GazelleGazelle und wie den HirschHirsch. 23 Nur sein BlutBlut sollst du nicht essenessen; du sollst es auf die ErdeErde gießen wie Wasser.

Fußnoten

  • 1 O. erlassen. Jedoch wird kein Armer unter dir sein; denn usw.
  • 2 Eig. hat dich gesegnet
  • 3 O. gegen dich
  • 4 O. dir verkauft wird; vergl. 2. Mose 21,2 usw.; 3. Mose 25,39