1. Mose 31 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.1 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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1 Und er hörte die WorteWorte der Söhne LabansLabans, die sprachensprachen: JakobJakob hat alles genommen, was unserem VaterVater gehörte; und von dem, was unserem VaterVater gehörte, hat er sich all diesen Reichtum verschafft. 2 Und JakobJakob sah das Angesicht LabansLabans, und siehe, es war nicht gegen ihn wie früher1.

3 Und der HERRHERR sprach zu JakobJakob: Kehre zurück in das Land deiner VäterVäter und zu deiner Verwandtschaft, und ich will mit dir sein. 4 Da sandte JakobJakob hin und ließ RahelRahel und LeaLea aufs Feld rufen zu seiner HerdeHerde. 5 Und er sprach zu ihnen: Ich sehe das Angesicht eures VatersVaters, dass es nicht gegen mich ist wie früher; aber der GottGott meines VatersVaters ist mit mir gewesen. 6 Ihr selbst wisst ja, dass ich mit all meiner KraftKraft eurem VaterVater gedient habe. 7 Und euer VaterVater hat mich betrogen und hat meinen LohnLohn zehnmal verändert; aber GottGott hat ihm nicht gestattet, mir Übles zu tun. 8 Wenn er so sprach: Die Gesprenkelten sollen dein LohnLohn sein, dann gebaren alle Herden Gesprenkelte; und wenn er so sprach: Die Gestreiften sollen dein LohnLohn sein, dann gebaren alle Herden Gestreifte. 9 Und GottGott hat das ViehVieh eures VatersVaters genommen und mir gegeben. 10 Und es geschah zur Brunstzeit der HerdeHerde, da hob ich meine AugenAugen auf und sah im TraumTraum: Und siehe, die Böcke, die die HerdeHerde besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und getüpfeltgetüpfelt. 11 Und der EngelEngel GottesGottes sprach im TraumTraum zu mir: JakobJakob! Und ich sprach: Hier bin ich! 12 Und er sprach: Hebe doch deine AugenAugen auf und sieh: Alle Böcke, die die HerdeHerde bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und getüpfeltgetüpfelt; denn ich habe alles gesehen, was LabanLaban dir tut. 13 Ich bin der GottGott von BethelBethel, wo du ein DenkmalDenkmal gesalbt, wo du mir ein GelübdeGelübde getan hast. Nun mach dich auf, zieh aus diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft2. 14 Und RahelRahel und LeaLea antworteten und sprachensprachen zu ihm: Haben wir noch ein Teil und ein ErbeErbe im HausHaus unseres VatersVaters? 15 Sind wir nicht als Fremde von ihm geachtet worden? Denn er hat uns verkauft und hat auch unser GeldGeld völlig verzehrt. 16 Denn aller Reichtum, den GottGott unserem VaterVater entrissen hat, uns gehört er und unseren KindernKindern. So tu nun alles, was GottGott zu dir geredet hat. 17 Da machtemachte JakobJakob sich auf und hob seine KinderKinder und seine Frauen auf die KameleKamele, 18 und führte weg all sein ViehVieh und all seine Habe, die er erworben, das ViehVieh seines Eigentums, das er erworben hatte in Paddan-AramPaddan-Aram, um zu seinem VaterVater IsaakIsaak zu kommen in das Land KanaanKanaan. 19 Und LabanLaban war gegangen, um seine SchafeSchafe zu scherenscheren; und RahelRahel stahl die TeraphimTeraphim3, die ihr VaterVater hatte. 20 Und JakobJakob hinterging LabanLaban, den Aramäer, indem er ihm nicht kundtat, dass er fliehe. 21 Und er flohfloh, er und alles, was er hatte; und er machtemachte sich auf und setzte über den Strom4 und richtete sein Angesicht nach dem GebirgeGebirge GileadGilead.

22 Und am dritten TagTag wurde dem LabanLaban berichtet, dass JakobJakob geflohen wäre. 23 Und er nahm seine BrüderBrüder mit sich und jagte ihm siebensieben Tagereisen nach und ereilte ihn auf dem GebirgeGebirge GileadGilead. 24 Und GottGott kam zu LabanLaban, dem Aramäer, in einem TraumTraum der NachtNacht und sprach zu ihm: Hüte dich, dass du mit JakobJakob weder Gutes noch Böses redest! 25 Und LabanLaban erreichte JakobJakob, und JakobJakob hatte sein ZeltZelt auf dem GebirgeGebirge aufgeschlagen; und LabanLaban schlug es auf mit seinen BrüdernBrüdern auf dem GebirgeGebirge GileadGilead. 26 Und LabanLaban sprach zu JakobJakob: Was hast du getan, dass du mich hintergangen und meine Töchter wie Kriegsgefangene weggeführt hast? 27 Warum bist du heimlich geflohen und hast mich hintergangen und hast es mir nicht mitgeteilt – ich hätte dich ja begleitet mit FreudeFreude und mit Gesängen, mit TamburinTamburin und mit LauteLaute 28 und hast mir nicht zugelassen, meine Söhne und meine Töchter zu küssen? Nun, du hast töricht gehandelt. 29 Es wäre in der MachtMacht meiner Hand, euch Übles zu tun; aber der GottGott eures VatersVaters hat gesterngestern NachtNacht zu mir geredet und gesagt: Hüte dich, mit JakobJakob weder Gutes noch Böses zu reden! 30 Und nun, da du einmal weggegangen bist, weil du dich so sehr nach dem HausHaus deines VatersVaters sehntest, warum hast du meine GötterGötter gestohlen? 31 Da antwortete JakobJakob und sprach zu LabanLaban: Weil ich mich fürchtete; denn ich sagte mir, du möchtest mir etwa deine Töchter entreißen. 32 Bei wem du deine GötterGötter findest, der soll nicht lebenleben. Erforsche vor unseren BrüdernBrüdern, was bei mir ist, und nimm es dir. JakobJakob aber wusste nicht, dass RahelRahel sie gestohlen hatte. 33 Und LabanLaban ging in das ZeltZelt JakobsJakobs und in das ZeltZelt LeasLeas und in das ZeltZelt der beiden Mägde und fand nichts; und er ging aus dem ZeltZelt LeasLeas und kam in das ZeltZelt RahelsRahels. 34 RahelRahel aber hatte die TeraphimTeraphim genommen und sie in den Kamelsattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und LabanLaban durchtastete das ganze ZeltZelt und fand nichts. 35 Und sie sprach zu ihrem VaterVater: Mein HerrHerr möge nicht zürnen,5 dass ich nicht vor dir aufstehen kann; denn es ergeht mir nach der Frauen WeiseWeise. Und er durchsuchte alles und fand die TeraphimTeraphim nicht. 36 Da entbrannte JakobJakob und stritt mit LabanLaban. Und JakobJakob antwortete und sprach zu LabanLaban: Was ist mein Vergehen, was meine SündeSünde, dass du mir hitzig nachgesetzt bist? 37 Da du all mein Gerät durchtastet hast, was hast du gefunden von allem Gerät deines Hauses? Lege es hierher vor meine BrüderBrüder und deine BrüderBrüder, und sie mögen zwischen uns beiden entscheiden! 38 Nun bin ich 20 JahreJahre bei dir gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner HerdeHerde habe ich nicht gegessen. 39 Das Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es büßen müssen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein bei TageTage oder gestohlen bei NachtNacht. 40 Es war mit mir so: des TagesTages verzehrte mich die Hitze, und der Frost des NachtsNachts, und mein Schlaf flohfloh von meinen AugenAugen. 41 Nun bin ich 20 JahreJahre in deinem HausHaus gewesen; ich habe dir 14 JahreJahre gedient um deine beiden Töchter und 6 JahreJahre um deine HerdeHerde, und du hast meinen LohnLohn zehnmal verändert. 42 Wenn nicht der GottGott meines VatersVaters, der GottGott AbrahamsAbrahams, und die Furcht6 IsaaksIsaaks, für mich gewesen wäre, gewiss, du würdest mich jetzt leer entlassen haben. GottGott hat mein Elend und die Arbeit meiner Hände angesehen und hat gesterngestern NachtNacht entschieden. 43 Und LabanLaban antwortete und sprach zu JakobJakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die Söhne sind meine Söhne, und die HerdeHerde ist meine HerdeHerde, und alles, was du siehst ist mein; aber meinen Töchtern, was könnte ich ihnen heute tun, oder ihren Söhnen, die sie geboren haben? 44 Und nun komm, lass uns einen BundBund machen, ich und du, und er sei zum ZeugnisZeugnis zwischen mir und dir!

45 Und JakobJakob nahm einen Stein und richtete ihn auf als DenkmalDenkmal. 46 Und JakobJakob sprach zu seinen BrüdernBrüdern: Sammelt SteineSteine! Und sie nahmen SteineSteine und errichteten einen Haufen und aßen dort auf dem Haufen. 47 Und LabanLaban nannte ihn Jegar Sahaduta7, und JakobJakob nannte ihn GaledGaled8. 48 Und LabanLaban sprach: Dieser Haufen sei heute ein Zeuge zwischen mir und dir! Darum gab man ihm den NamenNamen GaledGaled 49 und MizpaMizpa9, weil er sprach: Der HERRHERR sei Wächter zwischen mir und dir, wenn wir einer vor dem anderen verborgen sein werden! 50 Wenn du meine Töchter bedrücken und wenn du noch Frauen nehmen solltest zu meinen Töchtern ... kein MenschMensch ist bei uns; siehe, GottGott ist Zeuge zwischen mir und dir. 51 Und LabanLaban sprach zu JakobJakob: Siehe, dieser Haufen, und siehe, das DenkmalDenkmal, das ich errichtet habe zwischen mir und dir: 52 Dieser Haufen sei Zeuge und das DenkmalDenkmal ein ZeugnisZeugnis, dass weder ich über diesen Haufen zu dir hinausgehe, noch dass du über diesen Haufen und dieses DenkmalDenkmal zu mir hinausgehst zum Bösen. 53 Der GottGott AbrahamsAbrahams und der GottGott NahorsNahors richte zwischen uns, der GottGott ihres VatersVaters! Da schwurschwur JakobJakob bei der Furcht seines VatersVaters IsaakIsaak. 54 Und JakobJakob opferte ein SchlachtopferSchlachtopfer auf dem GebirgeGebirge und ludlud seine BrüderBrüder ein zu essenessen; und sie aßen10 und übernachteten auf dem GebirgeGebirge.

Fußnoten

  • 1 W. wie gestern, vorgestern; eine stehende Redensart
  • 2 O. Geburt
  • 3 Hausgötter
  • 4 den Euphrath
  • 5 Eig. Es entbrenne nicht in den Augen meines Herrn
  • 6 O. der Schrecken; so auch V. 53
  • 7 Aramäisch: Haufen des Zeugnisses
  • 8 Haufen des Zeugnisses, od. des Zeugen
  • 9 Warte
  • 10 W. Brot zu essen; und sie aßen Brot; eine stehende Redensart