1. Mose 19 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.2 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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1 Und die beiden EngelEngel kamen am AbendAbend nach SodomSodom; und LotLot saß im TorTor SodomsSodoms. Und als LotLot sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und beugte sich nieder, mit dem Angesicht zur ErdeErde; 2 und er sprach: Ach siehe, meine Herren! Kehrt doch ein in das HausHaus eures KnechtesKnechtes und übernachtet und wascht eure Füße; und ihr machtmacht euch früh auf und geht eures Weges. Aber sie sprachensprachen: Nein, sondern wir wollen auf dem Platz1 übernachten. 3 Und er drang sehr in sie; und sie kehrten bei ihm ein und kamen in sein HausHaus. Und er machtemachte ihnen ein Mahl, und er backte ungesäuerte KuchenKuchen, und sie aßen. 4 Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von SodomSodom, das HausHaus, vom Jüngling bis zum Greis, das ganze Volk insgesamt. 5 Und sie riefen LotLot und sprachensprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die diese NachtNacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen! 6 Und LotLot trat zu ihnen hinaus an den Eingang und schlossschloss die TürTür hinter sich zu; 7 und er sprach: Tut doch nicht übel, meine BrüderBrüder! 8 Sieh doch, ich habe zwei Töchter, die keinen MannMann erkannt haben; lasst mich sie doch zu euch herausbringen, und tut ihnen, wie es gut ist in euren AugenAugen; nur diesen Männern tut nichts, da sie nun einmal2 unter den Schatten meines Daches gekommen sind. 9 Aber sie sprachensprachen: Zurück da! Und sie sprachensprachen: Der eine da ist gekommen, um sich als FremderFremder hier aufzuhalten, und will den RichterRichter machen? Nun, wir wollen dir ärger tun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den MannMann, auf LotLot, und traten herzu, die TürTür zu aufzubrechen. 10 Und die Männer streckten ihre Hand aus und brachten LotLot zu sich herein ins HausHaus und verschlossen die TürTür. 11 Und die Männer, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit BlindheitBlindheit, vom Kleinsten bis zum Größten; und sie wurden müde, den Eingang zu finden.

12 Und die Männer sprachensprachen zu LotLot: Wen du noch hier hast, einen Schwiegersohn und deine Söhne und deine Töchter und wen irgend du in der Stadt hast, führe hinaus aus diesem Ort! 13 Denn wir wollen diesen Ort verderbenverderben, weil ihr3 Geschrei groß geworden ist vor dem HERRNHERRN; und der HERRHERR hat uns gesandt, die Stadt4 zu verderbenverderben. 14 Und LotLot ging hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter genommen hatten, und sprach: MachtMacht euch auf, geht aus diesem Ort; denn der HERRHERR will die Stadt verderbenverderben. Aber er war in den AugenAugen seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherz treibt. 15 Und sowie die MorgenröteMorgenröte aufging, da drangen die EngelEngel in LotLot und sprachensprachen: Mach dich auf, nimm deine FrauFrau und deine zwei Töchter, die vorhanden sind, damit du nicht weggerafft wirst in der Ungerechtigkeit5 der Stadt! 16 Und als er zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und die Hand seiner FrauFrau und die Hand seiner zwei Töchter, weil der HERRHERR sich seiner erbarmte6, und führten ihn hinaus und ließen ihn außerhalb der Stadt. 17 Und es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten ins Freie, da sprach er: Rette dich um deines LebensLebens willen; sieh nicht hinter dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen EbeneEbene7; rette dich auf das GebirgeGebirge, damit du nicht weggerafft wirst! 18 Und LotLot sprach zu ihnen: Nicht doch, HerrHerr! 19 Sieh doch, dein KnechtKnecht hat GnadeGnade gefunden in deinen AugenAugen, und du hast deine Güte groß gemacht, die du an mir erwiesen hast, meine SeeleSeele am LebenLeben zu erhalten; aber ich kann mich nicht auf das GebirgeGebirge retten, es möchte mich das Unglück erhaschen, dass ich stürbe. 20 Sieh doch, diese Stadt ist nahe, um dahin zu fliehen, und sie ist klein; lass mich doch dahin mich retten, (ist sie nicht klein?) damit meine SeeleSeele am LebenLeben bleibe. 21 Und er sprach zu ihm: Siehe, auch in diesem Stück habe ich dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehreumkehre, von der du geredet hast. 22 Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist. Daher hat man der Stadt den NamenNamen ZoarZoar8 gegeben.

23 Die SonneSonne ging auf über der ErdeErde, als LotLot in ZoarZoar ankam. 24 Und der HERRHERR ließ auf SodomSodom und auf GomorraGomorra SchwefelSchwefel und FeuerFeuer regnen von dem HERRNHERRN aus dem HimmelHimmel; 25 und er kehrte diese Städte um und die ganze EbeneEbene und alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Erdbodens. 26 Und seine FrauFrau sah sich hinter ihm um und wurde zu einer Salzsäule.

27 Und AbrahamAbraham machtemachte sich frühmorgens auf an den Ort, wo er vor dem HERRNHERRN gestanden hatte; 28 und er blickte hin nach SodomSodom und GomorraGomorra und nach dem ganzen Land der EbeneEbene; und er sah: Und siehe, ein Rauch stieg auf von der ErdeErde9, wie der Rauch eines SchmelzofensSchmelzofens.

29 Und es geschah, als GottGott die Städte der EbeneEbene verdarb, da gedachte GottGott des AbrahamAbraham und entsandte LotLot mitten aus der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in denen LotLot gewohnt hatte.

30 Und LotLot zog hinauf von ZoarZoar und wohnte im GebirgeGebirge, und seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in ZoarZoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter. 31 Und die Erstgeborene sprach zu der Jüngeren: Unser VaterVater ist alt, und kein MannMann ist im Land, um zu uns einzugehen nach der WeiseWeise aller WeltWelt. 32 Komm, lass uns unserem VaterVater WeinWein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem VaterVater Nachkommen am LebenLeben erhalten10. 33 Und sie gaben ihrem VaterVater in dieser NachtNacht WeinWein zu trinken, und die Erstgeborene ging hinein und lag bei ihrem VaterVater; und er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen. 34 Und es geschah am MorgenMorgen, da sprach die Erstgeborene zu der Jüngeren: Siehe, ich habe gesterngestern NachtNacht bei meinem VaterVater gelegen; lass uns ihm auch diese NachtNacht WeinWein zu trinken geben, und geh hinein, liege bei ihm, damit wir von unserem VaterVater Nachkommen am LebenLeben erhalten11. 35 Und sie gaben ihrem VaterVater auch in dieser NachtNacht WeinWein zu trinken, und die JüngereJüngere stand auf und lag bei ihm; und er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen. 36 Und die beiden Töchter LotsLots wurden schwanger von ihrem VaterVater. 37 Und die Erstgeborene gebar einen SohnSohn, und sie gab ihm den NamenNamen MoabMoab12; dieser ist der VaterVater der MoabiterMoabiter13 bis auf diesen TagTag. 38 Und die JüngereJüngere, auch sie gebar einen SohnSohn, und sie gab ihm den NamenNamen BenBen AmmiAmmi14; dieser ist der VaterVater der KinderKinder AmmonAmmon bis auf diesen TagTag.

Fußnoten

  • 1 der Marktplatz am Stadttor. O. auf der Straße
  • 2 O. denn darum sind sie
  • 3 d.h. der Einwohner
  • 4 W. sie
  • 5 O. Strafe
  • 6 Eig. ihn verschonte
  • 7 Eig. in dem ganzen Kreis (des Jordan); ebenso V. 25.28.29
  • 8 Kleinheit
  • 9 O. vom Land
  • 10 O. ins Leben rufen
  • 11 O. ins Leben rufen
  • 12 d.h. vom Vater
  • 13 W. Moabs
  • 14 Sohn meines Volkes