Jeremia 7 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jer 7

1 Das WortWort, das vonseiten des HERRNHERRN an JeremiaJeremia erging, indem er sprach:

2 Stelle dich in das TorTor des Hauses des HERRNHERRN, und ruferufe dort dieses WortWort aus und sprich: Hört das WortWort des HERRNHERRN, ganz JudaJuda, die ihr durch diese ToreTore eingeht, um den HERRNHERRN anzubeten. 3 So spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: MachtMacht gut eure Wege und eure Handlungen, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen. 4 Und verlasst euch nicht auf WorteWorte der Lüge, indem man spricht: Der TempelTempel des HERRNHERRN, der TempelTempel des HERRNHERRN, der TempelTempel des HERRNHERRN ist dies! 5 Sondern wenn ihr eure Wege und eure Handlungen wirklich gut machtmacht, wenn ihr wirklich Recht übt zwischen dem einen und dem anderen, 6 den Fremden, die Waise und die Witwe nicht bedrückt und unschuldigesunschuldiges BlutBlut an diesem Ort nicht vergießt und anderen GötternGöttern nicht nachwandelt euch zum Unglück, 7 so will ich euch an diesem Ort, in dem Land, das ich euren VäternVätern gegeben habe, wohnen lassen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

8 Siehe, ihr verlasst euch auf WorteWorte der Lüge, die nichts nutzen. 9 Wie? Stehlen, morden und EhebruchEhebruch treiben und falsch schwören und dem BaalBaal räuchern und anderen GötternGöttern nachwandeln, die ihr nicht kennt! 10 Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, und sprecht: Wir sind errettet – damit ihr alle diese GräuelGräuel verübt! 11 Ist denn dieses HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, eine Räuberhöhle geworden in euren AugenAugen? Ich selbst, siehe, ich habe es gesehen, spricht der HERRHERR. [Mt 21,13; Mk 11,17; Lk 19,46] 12 Denn geht doch hin nach meiner Stätte, die in SiloSilo war, wo ich zuerst meinen NamenNamen wohnen ließ, und seht, was ich ihr getan habe wegen der Bosheit meines Volkes IsraelIsrael. 13 Und nun, weil ihr alle diese WerkeWerke getan habt, spricht der HERRHERR, und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt; und ich euch gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt: 14 so werde ich diesem HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, worauf ihr euch verlasst, und dem Ort, den ich euch und euren VäternVätern gegeben, ebenso tun, wie ich SiloSilo getan habe. 15 Und ich werde euch wegwerfen von meinem Angesicht, so wie ich alle eure BrüderBrüder, die ganzen Nachkommen EphraimsEphraims, weggeworfen habe.

16 Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder FlehenFlehen noch GebetGebet für sie, und dringe nicht in mich; denn ich werde nicht auf dich hören. 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten JudasJudas und auf den Straßen von JerusalemJerusalem tun? 18 Die KinderKinder lesen HolzHolz auf, und die VäterVäter zünden das FeuerFeuer an; und die Frauen kneten den Teig, um KuchenKuchen zu bereiten für die Königin des HimmelsKönigin des Himmels und anderen GötternGöttern TrankopferTrankopfer zu spenden, um mich zu kränken. 19 Kränken sie mich, spricht der HERRHERR, nicht vielmehr sich selbst zur Beschämung ihres Angesichts? 20 Darum spricht der HerrHerr, HERRHERR, so: Siehe, mein ZornZorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das ViehVieh und über die Bäume des Feldes und über die Frucht des Landes; und er wird brennen und nicht erlöschen. 21 So spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: Fügt eure BrandopferBrandopfer zu euren SchlachtopfernSchlachtopfern und esst FleischFleisch. 22 Denn ich habe nicht mit euren VäternVätern geredet und ihnen nicht bezüglich des BrandopfersBrandopfers und des SchlachtopfersSchlachtopfers geboten, an dem TagTag, da ich sie aus dem Land ÄgyptenÄgypten herausführte; 23 sondern dieses WortWort habe ich ihnen geboten und gesagt: Hört auf meine Stimme, so werde ich euer GottGott sein, und ihr werdet mein Volk sein1; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlgehe. 24 Aber sie haben nicht gehört und ihr OhrOhr nicht geneigt, sondern haben gewandelt in den Ratschlägen, in dem Starrsinn ihres bösen Herzens; und sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Angesicht. 25 Von dem TagTag an, da eure VäterVäter aus dem Land ÄgyptenÄgypten auszogen, bis auf diesen TagTag habe ich alle meine KnechteKnechte, die ProphetenPropheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend. 26 Aber sie haben nicht auf mich gehört und ihr OhrOhr nicht geneigt; und sie haben ihren Nacken verhärtet, haben es ärger gemacht als ihre VäterVäter. 27 Und wenn du alle diese WorteWorte zu ihnen redest, so werden sie nicht auf dich hören; und rufst du ihnen zu, so werden sie dir nicht antworten. 28 So sprich denn zu ihnen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRNHERRN, seines GottesGottes, nicht hört und keine ZuchtZucht annimmt; die TreueTreue ist untergegangen und ist ausgerottet aus ihrem Mund.

29 Schere2 deinen Haarschmuck3 und wirf ihn weg, und erhebe ein Klagelied4 auf den kahlen Höhen, denn der HERRHERR hat das GeschlechtGeschlecht seines Grimmes verworfen und verstoßen. 30 Denn die KinderKinder JudaJuda haben getan, was böse ist in meinen AugenAugen, spricht der HERRHERR; sie haben ihre Scheusale in das HausHaus gestellt, das nach meinem NamenNamen genannt ist, um es zu verunreinigen. 31 Und sie haben die Höhen des TophethTopheth5 gebaut, das im TalTal des SohnesSohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im FeuerFeuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist. 32 Darum siehe, TageTage kommen, spricht der HERRHERR, da man nicht mehr TophethTopheth, noch TalTal des SohnesSohnes Hinnoms, sondern Würgetal sagen wird; man wird im TophethTopheth begraben aus Mangel an Raum. 33 Und die Leichname dieses Volkes werden den Vögeln des HimmelsHimmels und den Tieren der ErdeErde zur Speise sein, und niemand wird sie wegscheuchen. 34 Und ich werde in den Städten JudasJudas und auf den Straßen von JerusalemJerusalem aufhören lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der FreudeFreude, die Stimme des BräutigamsBräutigams und die Stimme der BrautBraut; denn das Land soll zur EinödeEinöde werden.

Fußnoten

  • 1 Eig. euch zum Gott ... mir zum Volk sein; so auch Kap. 11,4; 24,7 usw.
  • 2 Anrede an die Tochter Zion
  • 3 O. dein ungeschnittenes Haar
  • 4 O. eine Klage
  • 5 S. die Anm. zu 2. Kön. 23,10