Jeremia 13 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jer 13

1 So hat der HERRHERR zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen GürtelGürtel, und lege ihn um deine LendenLenden; aber ins Wasser sollst du ihn nicht bringen. 2 Und ich kaufte den GürtelGürtel, nach dem WortWort des HERRNHERRN, und legte ihn um meine LendenLenden. 3 Und das WortWort des HERRNHERRN erging zum zweiten Mal an mich, indem er sprach: 4 Nimm den GürtelGürtel, den du gekauft hast, der um deine LendenLenden ist, und mach dich auf, geh an den EuphratEuphrat und verbirg ihn dort in einer Felsspalte. 5 Da ging ich hin und verbarg ihn am EuphratEuphrat, wie der HERRHERR mir geboten hatte. 6 Und es geschah am Ende vieler TageTage, da sprach der HERRHERR zu mir: Mach dich auf, geh an den EuphratEuphrat und hole von dort den GürtelGürtel, den ich dir geboten habe dort zu verbergen. 7 Und ich ging an den EuphratEuphrat und grub und nahm den GürtelGürtel von dem Ort, wo ich ihn verborgen hatte; und siehe, der GürtelGürtel war verdorben, taugte zu gar nichts mehr.

8 Und das WortWort des HERRNHERRN erging an mich, indem er sprach: 9 So spricht der HERRHERR: So werde ich verderbenverderben den Stolz JudasJudas und den großen Stolz JerusalemsJerusalems. 10 Dieses böse Volk, das sich weigert meine WorteWorte zu hören, das da wandelt in dem Starrsinn seines Herzens und anderen GötternGöttern nachgeht, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzubeugen: Es soll werden wie dieser GürtelGürtel, der zu gar nichts taugt. 11 Denn wie der GürtelGürtel sich an die LendenLenden eines MannesMannes anschließt, so habe ich das ganze HausHaus IsraelIsrael und das ganze HausHaus JudaJuda an mich geschlossen, spricht der HERRHERR, damit sie mir zum Volk und zum NamenNamen und zum Ruhm und zum SchmuckSchmuck seien; aber sie haben nicht gehört.

12 Und sprich dieses WortWort zu ihnen: So spricht der HERRHERR, der GottGott IsraelsIsraels: Jeder KrugKrug wird mit WeinWein gefüllt. Und wenn sie zu dir sagen: WissenWissen wir nicht sehr wohl, dass jeder KrugKrug mit WeinWein gefüllt wird? 13 so sprich zu ihnen: So spricht der HERRHERR: Siehe, ich werde alle Bewohner dieses Landes und die KönigeKönige, die auf dem ThronThron DavidsDavids sitzen1, und die PriesterPriester und die ProphetenPropheten und alle Bewohner von JerusalemJerusalem mit TrunkenheitTrunkenheit erfüllen. 14 Und ich werde sie zerschmettern, einen gegen den anderen, die VäterVäter und die KinderKinder allzumal, spricht der HERRHERR; ich werde nicht Mitleid haben, noch schonen, noch mich erbarmen, dass ich sie nicht verderbe.

15 Hört und nehmt zu Ohren, überhebt euch nicht! Denn der HERRHERR hat geredet. 16 Gebt dem HERRNHERRN, eurem GottGott, Ehre, bevor er finster machtmacht und bevor eure Füße sich an Bergen der Dämmerung stoßen und ihr auf LichtLicht wartet, und er es in Todesschatten verwandelt und zur DunkelheitDunkelheit machtmacht. 17 Wenn ihr aber nicht hört, so wird meine SeeleSeele im Verborgenen weinen wegen eures Hochmuts; und tränen wird mein Auge und von Tränen rinnen, weil2 die HerdeHerde des HERRNHERRN gefangen weggeführt ist.

18 Sprich zu dem König und zu der KöniginKönigin: Setzt euch tief herunter; denn von euren Häuptern ist herabgesunken3 die KroneKrone eurer HerrlichkeitHerrlichkeit. 19 Die Städte des SüdensSüdens4 sind verschlossen, und niemand öffnet; JudaJuda ist weggeführt insgesamt, ist gänzlich weggeführt. 20 Hebt eure AugenAugen auf und seht die von NordenNorden Kommenden! Wo ist die HerdeHerde, die dir gegeben war, deine herrliche HerdeHerde? 21 Was willst du sagen, wenn er die zum HauptHaupt über dich bestellt, die du als Vertraute an dich gewöhnt hast5? Werden nicht Wehen dich ergreifen, einer Gebärenden gleich? 22 Und wenn du in deinem Herzen sprichst: Warum ist mir dieses begegnet? Um der Größe deiner Ungerechtigkeit6 willen sind deine Säume7 aufgedeckt und haben deine Fersen GewaltGewalt gelitten.

23 Kann ein SchwarzerSchwarzer8 seine Haut verändern, ein LeopardLeopard seine Flecken? Dann könntet auch ihr Gutes tun, die ihr an Bösestun gewöhnt seid. 24 Darum werde ich sie zerstreuen wie StoppelnStoppeln, die durch den WindWind der WüsteWüste dahinfahren. 25 Das ist dein Los, dein von mir zugemessenes Teil, spricht der HERRHERR, weil du meiner vergessen und auf Lüge vertraut hast. 26 Und so werde auch ich deine Säume9 aufstreifen über dein Angesicht, dass deine Schande gesehen werde. 27 Dein Ehebrechen und dein Wiehern, die Schandtat10 deiner HurereiHurerei auf den Hügeln im Feld: deine GräuelGräuel habe ich gesehen. WeheWehe dir, JerusalemJerusalem! Du wirst nicht rein werden – wie lange wird's noch währen?

Fußnoten

  • 1 Eig. die dem David (od. von David) auf seinem Thron sitzen
  • 2 O. dass
  • 3 Eig. denn herabgesunken ist, was euch zu Häupten war
  • 4 Das hebr. Wort bezeichnet stets den Süden Palästinas
  • 5 And. üb.: sagen, wenn er dich heimsuchen wird, da du sie doch daran gewöhnt hast, als Fürsten über dich zu herrschen?
  • 6 O. Missetat, Schuld
  • 7 O. Schleppen
  • 8 Eig. ein Äthiopier
  • 9 O. Schleppen
  • 10 O. das Laster