Jeremia 17 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jer 17

1 Die SündeSünde JudasJudas ist geschrieben mit eisernem GriffelGriffel, mit diamantener Spitze; sie ist eingegraben in die TafelTafel ihres Herzens und an die HörnerHörner eurer Altäre. 2 Wie ihrer KinderKinder, so gedenken sie ihrer Altäre und ihrer AscherimAscherim bei den grünen Bäumen, auf den hohen Hügeln. 3 Meinen BergBerg im Gefilde, dein Vermögen, alle deine Schätze werde ich zur BeuteBeute geben – deine Höhen, um der SündeSünde willen in allen deinen Grenzen. 4 Und du wirst, und zwar durch dich selbst1, dein ErbteilErbteil fahren lassen müssen, das ich dir gegeben habe, und ich werde dich deinen Feinden dienen lassen in einem Land, das du nicht kennst; denn ihr habt ein FeuerFeuer angezündet in meinem ZornZorn, es wird ewiglich brennen.

5 So spricht der HERRHERR: Verflucht ist der MannMann, der auf den Menschen vertraut und FleischFleisch zu seinem ArmArm machtmacht und dessen HerzHerz von dem HERRNHERRN weicht! 6 Und er wird sein wie ein Entblößter2 in der SteppeSteppe und nicht sehen, dass Gutes kommt3; und an dürren Örtern in der WüsteWüste wird er wohnen, in einem salzigen und unbewohnten Land. 7 Gesegnet ist der MannMann, der auf den HERRNHERRN vertraut und dessen VertrauenVertrauen der HERRHERR ist! 8 Und er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am BachBach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt; und sein Laub ist grün, und im JahrJahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen.

9 Arglistig ist das HerzHerz, mehr als alles, und verdorben4 ist es; wer mag es kennen? 10 Ich, der HERRHERR, erforsche das HerzHerz und prüfe die NierenNieren, und zwar um jedem zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.

11 Ein RebhuhnRebhuhn, das Eier brütet, die es nicht gelegt hat, so ist, wer Reichtum erwirbt und nicht mit Recht: In der Hälfte seiner TageTage wird er ihn verlassen, und an seinem Ende wird er ein TorTor sein.

12 ThronThron der HerrlichkeitHerrlichkeit, HöheHöhe5 von Anbeginn, du Ort unseres HeiligtumsHeiligtums! 13 HoffnungHoffnung IsraelsIsraels, HERRHERR! Alle, die dich verlassen, werden beschämt werden. – Und die von mir weichen, werden in die ErdeErde geschrieben werden6; denn sie haben die QuelleQuelle lebendigen Wassers, den HERRNHERRN, verlassen.

14 HeileHeile mich, HERRHERR, so werde ich geheilt werden; rette mich, so werde ich gerettet werden; denn du bist mein Ruhm. 15 Siehe, jene sprechen zu mir: Wo ist das WortWort des HERRNHERRN? Es möge doch kommen! 16 Ich aber habe mich nicht entzogen, HirteHirte hinter dir her zu sein7, und habe den unheilvollen TagTag nicht herbeigewünscht; du weißt es ja. Was aus meinen Lippen hervorging, war vor deinem Angesicht. 17 Sei mir nicht zum Schrecken, du bist meine ZufluchtZuflucht am TagTag des Unglücks! 18 Lass meine Verfolger beschämt werden, aber lass mich nicht beschämt werden; lass sie verzagt werden, aber lass mich nicht verzagt werden; bring über sie den TagTag des Unglücks und zerschmettere sie mit zweifacher Zerschmetterung!

19 So sprach der HERRHERR zu mir: Geh hin und stelle dich in das TorTor der KinderKinder des Volkes8, durch das die KönigeKönige von JudaJuda einziehen und durch das sie ausziehen, und in alle ToreTore JerusalemsJerusalems, 20 und sprich zu ihnen: Hört das WortWort des HERRNHERRN, ihr KönigeKönige von JudaJuda und ganz JudaJuda und alle Bewohner von JerusalemJerusalem, die ihr durch diese ToreTore einzieht! 21 So spricht der HERRHERR: Hütet euch bei euren Seelen9, und tragt keine LastLast am Sabbattag, dass ihr sie durch die ToreTore JerusalemsJerusalems hereinbringt! 22 Und ihr sollt am Sabbattag keine LastLast aus euren Häusern hinausbringen und sollt keinerlei Arbeit tun; sondern heiligt den Sabbattag, wie ich euren VäternVätern geboten habe. 23 Aber sie haben nicht gehört und ihr OhrOhr nicht geneigt, und sie haben ihren Nacken verhärtet, um nicht zu hören und ZuchtZucht nicht anzunehmen. 24 Und es wird geschehen, wenn ihr fleißig auf mich hört, spricht der HERRHERR, dass ihr am Sabbattag keine LastLast durch die ToreTore dieser Stadt hereinbringt und dass ihr den Sabbattag heiligt, indem ihr keinerlei Arbeit an demselben tut: 25 so werden durch die ToreTore dieser Stadt KönigeKönige und Fürsten einziehen, die auf dem ThronThron DavidsDavids sitzen, auf WagenWagen fahrend und auf Pferden reitend, sie und ihre Fürsten, die Männer von JudaJuda und die Bewohner von JerusalemJerusalem; und diese Stadt wird bewohnt werden ewiglich. 26 Und sie werden aus den Städten JudasJudas kommen und aus den Umgebungen von JerusalemJerusalem und aus dem Land BenjaminBenjamin und aus der Niederung und vom GebirgeGebirge und aus dem SüdenSüden, indem sie BrandopferBrandopfer und SchlachtopferSchlachtopfer und SpeisopferSpeisopfer und WeihrauchWeihrauch bringen und LobLob10 bringen in das HausHaus des HERRNHERRN. 27 Wenn ihr aber nicht auf mich hört, den Sabbattag zu heiligen und keine LastLast zu tragen und nicht durch die ToreTore JerusalemsJerusalems einzugehen am Sabbattag: so werde ich ein FeuerFeuer in seinen Toren anzünden, dass es die Paläste JerusalemsJerusalems verzehren und nicht erlöschen wird.

Fußnoten

  • 1 d.h. durch deine eigene Schuld
  • 2 And.: wie ein Wachholderstrauch
  • 3 d.h. kein Gutes erfahren
  • 4 Eig. bösartig
  • 5 Vergl. Hes. 17,23; 20,40
  • 6 d.h. so, dass die Schrift bald verwischt od. verweht wird
  • 7 And. üb.: mich nicht beeilt, vom Hirtenberuf dir nachzugehen
  • 8 d.h. des gemeinen Volkes
  • 9 d.h. um eures Lebens willen
  • 10 O. Dank