Jeremia 29 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jer 29

1 Und dies sind die WorteWorte des BriefesBriefes, den der ProphetProphet JeremiaJeremia von JerusalemJerusalem an die übriggebliebenen Ältesten der Weggeführten und an die PriesterPriester und an die ProphetenPropheten und an das ganze Volk sandte, das NebukadnezarNebukadnezar von JerusalemJerusalem nach BabelBabel weggeführt hatte, 2 (nachdem der König JekonjaJekonja und die KöniginKönigin, und die KämmererKämmerer, die Fürsten von JudaJuda und JerusalemJerusalem und die WerkleuteWerkleute und die SchlosserSchlosser aus JerusalemJerusalem weggezogen waren) 3 durch EleasarEleasar, den SohnSohn SchaphansSchaphans, und GemarjaGemarja, den SohnSohn HilkijasHilkijas, die ZedekiaZedekia, der König von JudaJuda, nach BabelBabel zu NebukadnezarNebukadnezar, dem König von BabelBabel, sandte: 4 So spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels, zu allen Weggeführten, die ich von JerusalemJerusalem nach BabelBabel weggeführt habe: 5 Baut Häuser und bewohnt sie, und pflanzt Gärten und esst ihre Frucht. 6 Nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter, und nehmt Frauen für eure Söhne, und eure Töchter gebt Männern, damit sie Söhne und Töchter gebären; und vermehrt euch dort, und mindert euch nicht. 7 Und sucht den Frieden1 der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe, und betet für sie zu dem HERRNHERRN; denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben. 8 Denn so spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: Lasst euch von euren ProphetenPropheten, die in eurer Mitte sind, und von euren WahrsagernWahrsagern nicht täuschen; und hört nicht auf eure TräumeTräume, die ihr euch träumen lasst. 9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem NamenNamen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERRHERR. 10 Denn so spricht der HERRHERR: Sobald 70 JahreJahre für BabelBabel voll sind2, werde ich mich euer annehmen und mein gutes WortWort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen. 11 Denn ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERRHERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Ausgang3 und HoffnungHoffnung zu gewähren. 12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir betenbeten, und ich werde auf euch hören. 13 Und ihr werdet mich suchen und finden, denn ihr werdet nach mir fragen4 mit eurem ganzen Herzen5; 14 und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERRHERR. Und ich werde eure GefangenschaftGefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen NationenNationen und aus allen Orten, wohin ich euch vertrieben habe, spricht der HERRHERR; und ich werde euch an den Ort zurückbringen, von wo ich euch weggeführt habe.

15 Wenn ihr sagt: Der HERRHERR hat uns in BabelBabel ProphetenPropheten erweckt, 16 ja, so spricht der HERRHERR von dem König, der auf dem ThronThron DavidsDavids sitzt, und von dem ganzen Volk, das in dieser Stadt wohnt, euren BrüdernBrüdern, die nicht mit euch in die GefangenschaftGefangenschaft6 weggezogen sind – 17 so spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen: Siehe, ich sende unter sie das SchwertSchwert, den Hunger und die PestPest, und will sie machen wie die abscheulichen Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können7. 18 Und ich will ihnen nachjagen mit dem SchwertSchwert, mit dem Hunger und mit der PestPest; und ich will sie zur Misshandlung hingeben allen Königreichen der ErdeErde, zum FluchFluch und zum Entsetzen und zum Gezisch und zum Hohn unter allen NationenNationen, wohin ich sie vertrieben habe: 19 Weil sie auf meine WorteWorte nicht gehört haben, spricht der HERRHERR, womit ich meine KnechteKnechte, die ProphetenPropheten, zu ihnen sandte, früh mich aufmachend und sendend. Und auch ihr habt nicht gehört, spricht der HERRHERR.

20 Ihr nun, hört das WortWort des HERRNHERRN, ihr Weggeführten alle, die ich von JerusalemJerusalem nach BabelBabel weggeschickt habe! 21 So spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels, von AhabAhab, dem SohnSohn KolajasKolajas, und von ZedekiaZedekia, dem SohnSohn MaasejasMaasejas, die euch Lügen weissagen in meinem NamenNamen: Siehe, ich gebe sie in die Hand NebukadrezarsNebukadrezars, des Königs von BabelBabel, damit er sie vor euren AugenAugen erschlage. 22 Und von ihnen wird ein FluchFluch entnommen werden seitens aller Weggeführten JudasJudas, die in BabelBabel sind, so dass man sagen wird: Der HERRHERR mache dich wie ZedekiaZedekia und wie AhabAhab, die der König von BabelBabel im FeuerFeuer braten ließ! 23 weil sie eine GesetzlosigkeitGesetzlosigkeit8 begangen in IsraelIsrael und EhebruchEhebruch getrieben haben mit den Frauen ihrer Nächsten und in meinem NamenNamen Lügenworte geredet haben, was ich ihnen nicht geboten hatte; und ich, ich weiß es und bin Zeuge, spricht der HERRHERR.

24 Und zu SchemajaSchemaja, dem NechelamiterNechelamiter, sollst du sprechen und sagen: 25 So spricht der HERR der HeerscharenHERR der Heerscharen, der GottGott IsraelsIsraels, und sagt: Weil du in deinem NamenNamen BriefBrief gesandt hast an alles Volk, das in JerusalemJerusalem ist, und an den PriesterPriester ZephanjaZephanja, den SohnSohn MaasejasMaasejas, und an alle die PriesterPriester, und gesagt: 26 „Der HERRHERR hat dich zum PriesterPriester gesetzt anstatt des PriestersPriesters JojadaJojada, damit AufseherAufseher seien im HausHaus des HERRNHERRN über jeden Rasenden und Weissagenden, damit du ihn in den StockStock und in das Halseisen legst. 27 Und nun, warum hast du JeremiaJeremia, den AnathothiterAnathothiter, nicht gescholten, der euch weissagt? 28 da er ja zu uns nach BabelBabel gesandt und gesagt hat9: Es wird lange dauern; baut Häuser und bewohnt sie, und pflanzt Gärten und esst ihre Frucht.“ ... 29 (Und der PriesterPriester ZephanjaZephanja hatte diesen BriefBrief vor den Ohren des ProphetenPropheten JeremiaJeremia gelesen.) 30 Und das WortWort des HERRNHERRN erging an JeremiaJeremia, indem er sprach: 31 Sende hin zu allen Weggeführten und sprich: So spricht der HERRHERR von SchemajaSchemaja, dem NechelamiterNechelamiter: Weil SchemajaSchemaja euch geweissagt und ich ihn doch nicht gesandt habe, und er euch auf Lügen hat vertrauenvertrauen lassen, 32 darum spricht der HERRHERR so: Siehe, ich will SchemajaSchemaja, den NechelamiterNechelamiter, und seine Nachkommen heimsuchen: Er soll niemand haben, der inmitten dieses Volkes wohne, und er soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun werde, spricht der HERRHERR; denn er hat AbfallAbfall geredet gegen den HERRNHERRN.

Fußnoten

  • 1 O. die Wohlfahrt
  • 2 Vergl. Kap. 25,11 usw.
  • 3 O. Zukunft
  • 4 Eig. trachten
  • 5 Vergl. 5. Mose 4,29; Jer. 24,7
  • 6 Eig. in die Wegführung, Verbannung
  • 7 Vergl. Kap. 24,8
  • 8 Anderswo: Torheit, Gemeinheit
  • 9 And. üb.: denn darum hat er ... gesagt