Jeremia 12 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Jer 12

1 Du bist gerecht, HERRHERR, wenn ich mit dir hadere; doch von deinen Urteilen1 möchte ich mit dir reden: Warum ist der Weg der Gottlosen glücklich, sind sicher2 alle, die Treulosigkeit üben? 2 Du hast sie gepflanzt, sie haben auch Wurzel geschlagen; sie kommen vorwärts, tragen auch Frucht. Du bist nahe in ihrem Mund, doch fern von ihren NierenNieren. 3 Du aber, HERRHERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst mein HerzHerz gegen dich. Reiße sie weg wie SchafeSchafe zur Schlachtung, und weiheweihe sie für den TagTag des Würgens! 4 Wie lange soll das Land trauerntrauern und das Kraut des ganzen Feldes welken? Wegen der Bosheit seiner Bewohner sind ViehVieh und VögelVögel dahin; denn sie sprechen: Er wird unser Ende nicht sehen.

5 Wenn du mit Fußgängern läufst und sie dich ermüdeten, wie willst du denn mit Pferden wetteifern? Und wenn du auf ein Land des Friedens dein VertrauenVertrauen setzt, wie willst du es denn machen in der Pracht des JordanJordan3? 6 Denn auch deine BrüderBrüder und deines VatersVaters HausHaus, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen dir nach aus voller Kehle. GlaubeGlaube ihnen nicht, wenn sie freundlich mit dir reden.

7 Ich habe mein HausHaus verlassen, mein ErbteilErbteil verstoßen, ich habe den Liebling4 meiner SeeleSeele in die Hand seiner Feinde gegeben. 8 Mein ErbteilErbteil ist mir geworden wie ein LöweLöwe im WaldWald; es hat seine Stimme gegen mich erhoben, darum habe ich es gehasst. 9 Ist mir mein ErbteilErbteil ein bunter Raubvogel, dass Raubvögel rings um dasselbe her sind? Auf, versammelt alle TiereTiere des Feldes, bringt sie zum Fraß herbei! 10 Viele Hirten5 haben meinen WeinbergWeinberg verdorben, mein Ackerstück zertreten; sie haben mein köstliches Ackerstück zur öden WüsteWüste gemacht. 11 Man6 hat es zur Öde gemacht: Verwüstet trauert es um mich her. Das ganze Land ist verwüstet, weil niemand es zu Herzen nahm. 12 Über alle kahlen Höhen in der SteppeSteppe7 sind Verwüster gekommen; denn ein SchwertSchwert von dem HERRNHERRN frisst von einem Ende des Landes bis zum anderen Ende des Landes: Kein FriedeFriede allem FleischFleisch! 13 Sie haben WeizenWeizen gesät und DornenDornen geerntet; sie haben sich erschöpft und nichts ausgerichtet. So werdet zuschanden an euren Erträgen vor der Glut des ZornsZorns des HERRNHERRN!

14 So spricht der HERRHERR über alle meine bösen Nachbarn, die das ErbteilErbteil antasten, das ich mein Volk IsraelIsrael habe erben lassen: Siehe, ich werde sie aus ihrem Land herausreißen, und das HausHaus JudaJuda werde ich aus ihrer Mitte reißen. 15 Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, werde ich mich ihrer wieder erbarmen und sie zurückbringen, jeden in sein ErbteilErbteil und jeden in sein Land. 16 Und es soll geschehen, wenn sie die Wege meines Volkes wirklich lernen, so dass sie bei meinem NamenNamen schwören: So wahr der HERRHERR lebt! Wie sie mein Volk gelehrt haben, bei dem BaalBaal zu schwören, so sollen sie inmitten meines Volkes aufgebaut werden. 17 Wenn sie aber nicht hören, so werde ich diese Nation ausreißen, ausreißen und vertilgen, spricht der HERRHERR.

Fußnoten

  • 1 d.h. von der Art und Weise, wie du Recht übst
  • 2 O. sorglos, wohlgemut
  • 3 d.h. an den üppig bewachsenen Ufern des Jordan, wo Löwen lagern; vergl. Kap. 49,19; 50,44; Sach. 11,3
  • 4 Eig. den Gegenstand der Liebe
  • 5 Vergl. Kap. 6,3
  • 6 O. er (der Feind)
  • 7 d.i. überall, wo Weide zu finden war