Richter 8 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ri 8

1 Und die Männer von EphraimEphraim sprachensprachen zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns getan, dass du uns nicht gerufen hast, als du hinzogst, um gegen MidianMidian zu kämpfenkämpfen! Und sie zankten heftig mit ihm. 2 Und er sprach zu ihnen: Was habe ich nun getan im Vergleich mit euch? Ist nicht die NachleseNachlese EphraimsEphraims besser als die WeinleseWeinlese AbiesersAbiesers? 3 In eure Hand hat GottGott die Fürsten von MidianMidian, OrebOreb und SeebSeeb, gegeben; und was habe ich tun können im Vergleich mit euch? Da ließ ihr ZornZorn von ihm ab, als er dieses WortWort redete.

4 Und GideonGideon kam an den JordanJordan; er ging hinüber, er und die 300 MannMann, die bei ihm waren, ermattet und nachjagend. 5 Und er sprach zu den Männern von SukkothSukkoth: Gebt doch dem Volk, das mir nachfolgt, einige Laibe BrotBrot; denn sie sind ermattet, und ich jage den Königen von MidianMidian, SebachSebach und ZalmunnaZalmunna, nach. 6 Und die Obersten von SukkothSukkoth sprachensprachen: Ist die Faust SebachsSebachs und ZalmunnasZalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heer BrotBrot geben sollen? 7 Da sprach GideonGideon: Darum, wenn der HERRHERR SebachSebach und ZalmunnaZalmunna in meine Hand gegeben hat, werde ich euer FleischFleisch zerdreschen mit DornenDornen der WüsteWüste und mit StechdistelnStechdisteln! 8 Und er zog von dort nach PnuelPnuel hinauf und redete zu ihnen auf dieselbe WeiseWeise. Und die Männer von PnuelPnuel antworteten ihm, wie die Männer von SukkothSukkoth geantwortet hatten. 9 Da sprach er auch zu den Männern von PnuelPnuel und sagte: Wenn ich in Frieden zurückkomme, so werde ich diesen TurmTurm niederreißen!

10 SebachSebach und ZalmunnaZalmunna waren aber in KarkorKarkor, und ihre Heere mit ihnen, etwa 15000 MannMann, alle, die übriggeblieben waren von dem ganzen LagerLager der Söhne des OstensOstens; und der Gefallenen waren 120000 MannMann, die das SchwertSchwert zogen. 11 Und GideonGideon zog hinauf den Weg zu den Zeltbewohnern, östlich von NobachNobach und JogbehaJogbeha; und er schlug das LagerLager, und das LagerLager war sorglos. 12 Und SebachSebach und ZalmunnaZalmunna flohen, und er jagte ihnen nach; und er fing die beiden KönigeKönige von MidianMidian, SebachSebach und ZalmunnaZalmunna; und das ganze LagerLager setzte er in Schrecken.

13 Und GideonGideon, der Sohnder Sohn JoasJoas', kehrte aus dem KampfKampf zurück, von der Anhöhe HeresHeres herab. 14 Und er fing einen Jüngling von den Männern von SukkothSukkoth und befragte ihn; und dieser schrieb ihm die Obersten von SukkothSukkoth und seine Ältesten auf, 77 MannMann. 15 Und er kam zu den Männern von SukkothSukkoth und sprach: Seht hier SebachSebach und ZalmunnaZalmunna, über die ihr mich verhöhnt habt, indem ihr spracht: Ist die Faust SebachsSebachs und ZalmunnasZalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinen Männern, die ermattet sind, BrotBrot geben sollen? 16 Und er nahm die Ältesten der Stadt und DornenDornen der WüsteWüste und StechdistelnStechdisteln, und er züchtigte die Männer von SukkothSukkoth mit denselben1. 17 Und den TurmTurm in PnuelPnuel riss er nieder und erschlug die Männer der Stadt.

18 Und er sprach zu SebachSebach und zu ZalmunnaZalmunna: Wie waren die Männer, die ihr bei TaborTabor erschlagen habt? Und sie sprachensprachen: Wie du, so waren sie, jeder an GestaltGestalt wie ein KönigssohnKönigssohn. 19 Und er sprach: Das waren meine BrüderBrüder, die Söhne meiner MutterMutter. So wahr der HERRHERR lebt, wenn ihr sie am LebenLeben gelassen hättet, so erschlüge ich euch nicht! 20 Und er sprach zu JetherJether, seinem Erstgeborenen: Steh auf, erschlage sie! Aber der Knabe zog sein SchwertSchwert nicht; denn er fürchtete sich, weil er noch ein Knabe war. 21 Da sprachensprachen SebachSebach und ZalmunnaZalmunna: Steh du auf und stoße uns nieder; denn wie der MannMann, so seine KraftKraft. Und GideonGideon stand auf und erschlug SebachSebach und ZalmunnaZalmunna; und er nahm die Halbmonde, die an den Hälsen ihrer KameleKamele waren.

22 Und die Männer von IsraelIsrael sprachensprachen zu GideonGideon: Herrsche über uns, sowohl du als auch dein SohnSohn und deines SohnesSohnes SohnSohn; denn du hast uns aus der Hand MidiansMidians gerettet. 23 Und GideonGideon sprach zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, und nicht mein SohnSohn soll über euch herrschen; der HERRHERR soll über euch herrschen. 24 Und GideonGideon sprach zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten: Gebt mir jeder die OhrringeOhrringe seiner BeuteBeute! (Denn sie hatten goldene OhrringeOhrringe, weil sie IsmaeliterIsmaeliter waren). 25 Und sie sprachensprachen: Gern wollen wir sie geben. Und sie breiteten ein OberkleidOberkleid aus und warfen darauf jeder die OhrringeOhrringe seiner BeuteBeute. 26 Und das Gewicht der goldenen OhrringeOhrringe, die er erbeten hatte, war 1700 SekelSekel GoldGold, außer den Halbmonden und den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, die die KönigeKönige von MidianMidian trugen, und außer den Halsketten2, die an den Hälsen ihrer KameleKamele waren. 27 Und GideonGideon machtemachte daraus ein EphodEphod und stellte es in seiner Stadt auf, in OphraOphra. Und ganz IsraelIsrael hurte demselben dort nach; und es wurde GideonGideon und seinem HausHaus zum FallstrickFallstrick.

28 So wurde MidianMidian vor den KindernKindern IsraelIsrael gebeugt, und es hob sein HauptHaupt nicht mehr empor. Und das Land hatte in den Tagen GideonsGideons RuheRuhe 40 JahreJahre.

29 Und Jerub-BaalJerub-Baal, der Sohnder Sohn JoasJoas', ging hin und wohnte in seinem HausHaus. 30 Und GideonGideon hatte 70 Söhne, die aus seiner Lende hervorgegangen waren; denn er hatte viele Frauen. 31 Und seine Nebenfrau, die in SichemSichem war, auch sie gebar ihm einen SohnSohn; und er gab ihm den NamenNamen AbimelechAbimelech. 32 Und GideonGideon, der Sohnder Sohn JoasJoas', starb in gutem Alter; und er wurde begraben im GrabGrab seines VatersVaters JoasJoas, in OphraOphra der AbieseriterAbieseriter.

33 Und es geschah, als GideonGideon tot war, da hurten die KinderKinder IsraelIsrael wiederum den BaalimBaalim nach und machten sich den Baal-BerithBaal-Berith3 zum GottGott. 34 Und die KinderKinder IsraelIsrael gedachten nicht des HERRNHERRN, ihres GottesGottes, der sie errettet hatte aus der Hand aller ihrer Feinde ringsum. 35 Und sie erwiesen keine Güte an dem HausHaus Jerub-Baal-Gideons, nach all dem Guten, das er an IsraelIsrael getan hatte.

Fußnoten

  • 1 Eig. er ließ es die Männer von Sukkoth damit fühlen
  • 2 O. dem Halsschmuck
  • 3 d.h. Bundes-Baal