Richter 19 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ri 19

1 Und es geschah in jenen Tagen, als kein König in IsraelIsrael war, dass sich ein levitischer MannMann an der äußersten Seite des GebirgesGebirges EphraimEphraim aufhielt; und er nahm sich eine Nebenfrau aus Bethlehem-Juda. 2 Und seine Nebenfrau hurte neben ihm; und sie ging von ihm weg in das HausHaus ihres VatersVaters nach Bethlehem-Juda und war dort eine Zeitlang, viervier MonateMonate. 3 Und ihr MannMann machtemachte sich auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu reden, sie zurückzubringen; und sein Knabe war mit ihm und ein Paar EselEsel. Und sie führte ihn in das HausHaus ihres VatersVaters; und als der VaterVater der jungen FrauFrau ihn sah, kam er ihm freudig entgegen. 4 Und sein Schwiegervater, der VaterVater der jungen FrauFrau, hielt ihn zurück, und er blieb dreidrei TageTage bei ihm; und sie aßen und tranken und übernachteten dort. 5 Und es geschah am vierten TagTag, da machten sie sich frühmorgens auf, und er erhob sich, um fortzugehen. Da sprach der VaterVater der jungen FrauFrau zu seinem Schwiegersohn: Stärke dein HerzHerz mit einem Bissen BrotBrot, und danach mögt ihr ziehen. 6 Und sie setzten sich und aßen und tranken beide miteinander. Und der VaterVater der jungen FrauFrau sprach zu dem MannMann: Lass es dir doch gefallen und bleibe über NachtNacht und lass dein HerzHerz fröhlich sein! 7 Und als der MannMann sich erhob, um fortzugehen, da drang sein Schwiegervater in ihn, und er übernachtete wiederum dort. 8 Und am fünften TagTag machtemachte er sich frühmorgens auf, um fortzugehen; da sprach der VaterVater der jungen FrauFrau: Stärke doch dein HerzHerz und verzieht, bis der TagTag sich neigt! Und so aßen sie beide miteinander. 9 Und der MannMann erhob sich, um fortzugehen, er und seine Nebenfrau und sein Knabe. Aber sein Schwiegervater, der VaterVater der jungen FrauFrau, sprach zu ihm: Sieh doch, der TagTag nimmt ab, es will AbendAbend werden; übernachtet doch! Siehe, der TagTag sinkt, übernachte hier und lass dein HerzHerz fröhlich sein; und ihr machtmacht euch morgenmorgen früh auf euren Weg, und du ziehst nach deinem ZeltZelt. 10 Aber der MannMann wollte nicht übernachten, und er erhob sich und zog fort; und er kam bis vor JebusJebus, das ist JerusalemJerusalem, und mit ihm das Paar gesattelter EselEsel, und seine Nebenfrau mit ihm.

11 Sie waren bei JebusJebus, und der TagTag war sehr herabgesunken, da sprach der Knabe zu seinem HerrnHerrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der JebusiterJebusiter einkehren und darin übernachten. 12 Aber sein HerrHerr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in eine Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den KindernKindern IsraelIsrael sind, sondern wollen nach GibeaGibea hinübergehen. 13 Und er sprach zu seinem Knaben: Komm, dass wir uns einem der Orte nähern und in GibeaGibea oder in RamaRama übernachten. 14 So zogen sie vorüber und gingen weiter, und die SonneSonne ging ihnen unter nahe bei GibeaGibea, das BenjaminBenjamin gehört. 15 Und sie wandten sich dahin, dass sie hineinkämen, um in GibeaGibea zu übernachten. Und er kam hinein und setzte sich hin auf den Platz der Stadt; und niemand war, der sie ins HausHaus aufgenommen hätte, um zu übernachten. 16 Und siehe, ein alter MannMann kam von seiner Arbeit, vom Feld, am AbendAbend; und der MannMann war vom GebirgeGebirge EphraimEphraim, und er hielt sich in GibeaGibea auf; die Leute des Ortes aber waren Benjaminiter. 17 Und er erhob seine AugenAugen und sah den Wandersmann auf dem Platz der Stadt, und der altealte MannMann sprach: Wohin gehst du? Und woher kommst du? 18 Und er sprach zu ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda nach der äußersten Seite des GebirgesGebirges EphraimEphraim; von dort bin ich her, und ich binich bin nach Bethlehem-Juda gegangen, und ich wandle mit dem HausHaus des HERRNHERRN1; und niemand ist, der mich in sein HausHaus aufnimmt. 19 Und wir haben sowohl StrohStroh als auch Futter für unsere EselEsel, und auch BrotBrot und WeinWein habe ich für mich und für deine MagdMagd und für den Knaben, der mit deinen Knechten ist; es mangelt an nichts. 20 Da sprach der altealte MannMann: FriedeFriede dir! Nur liege all dein Bedarf mir ob; doch auf dem Platz übernachte nicht. 21 Und er führte ihn in sein HausHaus und gab den Eseln Futter. Und sie wuschen ihre Füße und aßen und tranken.

22 Sie ließen ihr HerzHerz guter Dinge sein, siehe, da umringten die Männer der Stadt, Männer, die Söhne BelialsBelials2 waren, das HausHaus, schlugen an die TürTür und sprachensprachen zu dem alten MannMann, dem HerrnHerrn des Hauses, und sagten: Führe den MannMann, der in dein HausHaus gekommen ist, heraus, dass wir ihn erkennen! 23 Und der MannMann, der HerrHerr des Hauses, ging zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: Nicht doch, meine BrüderBrüder, tut doch nicht übel; nachdem dieser MannMann in mein HausHaus gekommen ist, begeht nicht diese Schandtat! 24 Siehe, meine TochterTochter, die JungfrauJungfrau, und seine Nebenfrau, lasst mich doch sie herausführen; und schwächt sie und tut mit ihnen, was gut ist in euren AugenAugen; aber an diesem MannMann begeht nicht diese Schandtat! 25 Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der MannMann seine Nebenfrau und führte sie zu ihnen hinaus auf die Straße; und sie erkannten sie und misshandelten sie die ganze NachtNacht bis an den MorgenMorgen; und sie ließen sie gehen, als die MorgenröteMorgenröte aufging. 26 Und die FrauFrau kam beim Anbruch des MorgensMorgens und fiel nieder am Eingang des Hauses des MannesMannes, wo ihr HerrHerr war, und lag dort, bis es hell wurde. 27 Und als ihr HerrHerr am MorgenMorgen aufstand und die TürTür des Hauses öffnete und hinaustrat, um seines Weges zu ziehen: Siehe, da lag die FrauFrau, seine Nebenfrau, an dem Eingang des Hauses, und ihre Hände auf der Schwelle. 28 Und er sprach zu ihr: Steh auf und lass uns gehen! Aber niemand antwortete. Da nahm er sie auf den EselEsel, und der MannMann machtemachte sich auf und zog an seinen Ort. 29 Und als er in sein HausHaus gekommen war, nahm er sein3 Messer und ergriff seine Nebenfrau und zerstückelte sie, nach ihren Gebeinen, in zwölf Stücke; und er sandte sie in alle Grenzen IsraelsIsraels. 30 Und es geschah, jeder, der es sah, sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen worden von dem TagTag an, da die KinderKinder IsraelIsrael aus dem Land ÄgyptenÄgypten heraufgezogen sind, bis auf diesen TagTag. Bedenkt euch darüber, beratet und redet!

Fußnoten

  • 1 d.h. ich bin ein Levit
  • 2 d.h. schlechte, nichtswürdige Männer
  • 3 W. das