Jeremia 50 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Das WortWort, das der HERR über BabelBabel, über das Land der ChaldäerChaldäer, durch den ProphetenPropheten JeremiaJeremia geredet hat.1 Dies ist das WortWort, welches der HERR durch den ProphetenPropheten JeremiaJeremia geredet hat wider BabelBabel und das Land der ChaldäerChaldäer:
2 Verkündigt es unter den NationenNationen und lasst es hören, und erhebt ein PanierPanier; lasst es hören, verschweigt es nicht! Sprecht: BabelBabel ist eingenommen, BelBel zuschanden geworden, Merodak1 bestürzt; ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen2 sind bestürzt. 2 Verkündiget unter den HeidenHeiden und lasst erschallen, werfet ein PanierPanier auf; lasst erschallen, und verberget’s nicht und sprecht: BabelBabel ist gewonnen, BelBel steht mit Schanden, MerodachMerodach ist zerschmettert; ihre Götzen stehen mit Schanden, und ihre GötterGötter sind zerschmettert!
3 Denn gegen dasselbe ist eine Nation heraufgezogen von NordenNorden her: diese wird sein Land zur WüsteWüste machen, dass kein Bewohner mehr darin sein wird; sowohl Menschen als ViehVieh sind entflohen, weggezogen. 3 Denn es zieht von Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird ihr Land zur WüsteWüste machen, dass niemand darin wohnen wird, sondern beide, Leute und ViehVieh, davonfliehen werden.
4 In jenen Tagen und zu jener ZeitZeit, spricht der HERR, werden die KinderKinder IsraelIsrael kommen, sie und die KinderKinder JudaJuda zusammen; fort und fort weinend werden sie gehen und den HERRN, ihren GottGott, suchen.4 In denselben Tagen und zur selben ZeitZeit, spricht der HERR, werden kommen die KinderKinder IsraelIsrael samt den KindernKindern JudaJuda und weinend daherziehen und den HERRN, ihren GottGott, suchen.
5 Sie werden nach ZionZion fragen, indem ihr Angesicht dahin gerichtet ist: Kommt und schließt euch an den HERRN an mit einem ewigen BundBund, der nicht vergessen werde! 5 Sie werden forschen nach dem Wege gen ZionZion, dahin sich kehren: Kommt, wir wollen uns zum HERRN fügen mit einem ewigen BundeBunde, des nimmermehr vergessen werden soll!
6 Mein Volk war eine verlorene Schafherde: Ihre Hirten leiteten sie irre auf verführerische BergeBerge3; sie gingen von BergBerg zu Hügel, vergaßen ihre Lagerstätte.6 Denn mein Volk ist wie eine verlorene HerdeHerde; ihre Hirten haben sie verführt und auf den Bergen in der Irre gehen lassen, dass sie von den Bergen auf die Hügel gegangen sind und ihre Hürden vergessen haben.
7 Alle, die sie fanden, fraßen sie; und ihre Feinde4 sprachen: Wir verschulden uns nicht, weil sie gegen den HERRN gesündigt haben, die Wohnung der GerechtigkeitGerechtigkeit, und gegen den HERRN, die Erwartung ihrer VäterVäter. 7 Es fraßen sie alle, die sie antrafen; und ihre Feinde sprachen: Wir tun nicht unrecht! darum dass sie sich haben versündigt an dem HERRN in der Wohnung der GerechtigkeitGerechtigkeit und an dem HERRN, der ihrer VäterVäter HoffnungHoffnung ist.
8 Flüchtet aus BabelBabel hinaus und zieht aus dem Land der ChaldäerChaldäer und seid wie die Böcke vor der HerdeHerde her!8 Fliehet aus BabelBabel und ziehet aus der ChaldäerChaldäer Lande und stellet euch als Böcke vor der HerdeHerde her.
9 Denn siehe, ich erwecke und führe herauf gegen BabelBabel eine VersammlungVersammlung großer NationenNationen aus dem Land des NordensNordens, und sie werden sich gegen dasselbe aufstellen: Von dort aus wird es eingenommen werden. Ihre PfeilePfeile sind wie die eines geschickten5 Helden, keiner kehrt leer zurück6. 9 Denn siehe, ich will große Völker in Haufen aus dem Lande gegen Mitternacht erwecken und wider BabelBabel heraufbringen, die sich wider sie sollen rüsten, welche sie auch sollen gewinnen; ihre PfeilePfeile sind wie die eines guten Kriegers, der nicht fehlt.
10 Und ChaldäaChaldäa wird zum RaubRaub werden; alle, die es berauben, werden satt werden, spricht der HERR.10 Und das Chaldäerland soll ein RaubRaub werden, dass alle, die sie berauben, sollen genug davon haben, spricht der HERR;
11 Denn mögt ihr euch auch freuen, denn mögt ihr auch frohlocken, Plünderer meines ErbteilsErbteils, denn mögt ihr auch hüpfen wie eine dreschende junge KuhKuh und wiehern gleich starken Pferden:11 darum dass ihr euch des freuet und rühmet, dass ihr mein ErbteilErbteil geplündert habt, und hüpfet wie die jungen Kälber und wiehert wie die starken Gäule.
12 sehr beschämt ist eure MutterMutter, zuschanden geworden eure Gebärerin. Siehe, es7 ist die letzte der NationenNationen, eine WüsteWüste, eine Dürre und eine SteppeSteppe.12 Eure MutterMutter besteht mit großer Schande, und die euch geboren hat, ist zum Spott geworden; siehe, unter den HeidenHeiden ist sie die geringste, wüst, dürr und öde.
13 Vor dem Grimm des HERRN wird es nicht mehr bewohnt werden, sondern eine WüsteWüste sein ganz und gar. Jeder, der an BabelBabel vorüberzieht, wird sich entsetzen und zischen über alle seine Plagen8.13 Denn vor dem ZornZorn des HERRN muss sie unbewohnt und ganz wüst bleiben, dass alle, die bei BabelBabel vorübergehen, werden sich verwundern und pfeifen über all ihre Plage.
14 Stellt euch ringsum auf gegen BabelBabel, alle, die ihr den BogenBogen spannt; schießt nach ihm, schont die PfeilePfeile nicht! Denn gegen den HERRN hat es gesündigt. 14 Rüstet euch wider BabelBabel umher, alle Schützen, schießet in sie, sparet die PfeilePfeile nicht; denn sie hat wider den HERRN gesündigt.
15 Erhebt ein Schlachtgeschrei gegen dasselbe ringsum! Es hat sich ergeben9; gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern. Denn es ist die Rache des HERRN. Rächt euch an ihm, tut ihm, wie es getan hat! 15 Jauchzet über sie um und um! Sie muss sich ergeben, ihre Grundfesten sind zerfallen, ihre Mauern sind abgebrochen; denn das ist des HERRN Rache. Rächet euch an ihr, tut ihr, wie sie getan hat.
16 Rottet aus BabelBabel den SämannSämann aus und den, der die Sichel führt zur Erntezeit! Vor dem verderbenden10 SchwertSchwert wird jeder zu seinem Volk sich wenden und jeder in sein Land fliehen. 16 Rottet aus von BabelBabel beide, den Säemann und den Schnitter in der ErnteErnte, dass ein jeglicher vor dem SchwertSchwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk und ein jeglicher fliehe in sein Land.
17 IsraelIsrael ist ein versprengtes SchafSchaf, das Löwen verscheucht haben. Zuerst hat der König von AssyrienAssyrien es gefressen, und nun zuletzt hat NebukadrezarNebukadrezar, der König von BabelBabel, ihm die Knochen zermalmt.17 IsraelIsrael hat müssen sein eine zerstreute HerdeHerde, die die Löwen verscheucht haben. Am ersten fraß sie der König von AssyrienAssyrien; darnach überwältigte sie NebukadnezarNebukadnezar, der König zu BabelBabel.
18 Darum spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen, der GottGott IsraelsIsraels, so: Siehe, ich suche heim den König von BabelBabel und sein Land, wie ich den König von AssyrienAssyrien heimgesucht habe. 18 Darum spricht der HERR ZebaothZebaoth, der GottGott IsraelsIsraels, also: Siehe, ich will den König zu BabelBabel heimsuchen und sein Land, gleichwie ich den König von AssyrienAssyrien heimgesucht habe.
19 Und ich will IsraelIsrael zu seiner Trift zurückbringen, dass es den KarmelKarmel und BasanBasan beweide und seine SeeleSeele sich sättige auf dem GebirgeGebirge EphraimEphraim und in GileadGilead. 19 IsraelIsrael aber will ich wieder heim zu seiner Wohnung bringen, dass sie auf KarmelKarmel und BasanBasan weiden und ihre SeeleSeele auf dem Gebirge EphraimGebirge Ephraim und GileadGilead gesättigt werden soll.
20 In jenen Tagen und zu jener ZeitZeit, spricht der HERR, wird IsraelsIsraels SchuldSchuld gesucht werden, und sie wird nicht da sein, und die Sünden JudasJudas, und sie werden nicht gefunden werden; denn ich will denen vergebenvergeben, die ich übriglasse. 20 Zur selben ZeitZeit und in denselben Tagen wird man die Missetat IsraelsIsraels suchen, spricht der HERR, aber es wird keine da sein, und die Sünden JudasJudas, aber es wird keine gefunden werden; denn ich will sie vergebenvergeben denen, die ich übrigbleiben lasse.
21 Gegen das Land „Doppelte Widerspenstigkeit“, gegen dasselbe zieh hinauf und gegen die Bewohner von „Heimsuchung11. Verwüste und vertilge12 hinter ihnen her, spricht der HERR, und tu nach allem, was ich dir geboten habe!21 Zieh hinauf wider das Land, das alles verbittert hat; zieh hinauf wider die Einwohner der Heimsuchung; verheere und verbanne ihre Nachkommen, spricht der HERR, und tue alles, was ich dir befohlen habe!
22 Kriegslärm im Land und große Zertrümmerung!22 Es ist ein Kriegsgeschrei im Lande und großer Jammer.
23 Wie ist zerhauen und zertrümmert der Hammer der ganzen ErdeErde! Wie ist BabelBabel zum Entsetzen geworden unter den NationenNationen!23 Wie geht’s zu, dass der Hammer der ganzen WeltWelt zerbrochen und zerschlagen ist? Wie geht’s zu, dass BabelBabel eine WüsteWüste geworden ist unter allen HeidenHeiden?
24 Ich habe dir Schlingen gelegt, und du wurdest auch gefangen, BabelBabel, ohne dass du es wusstest; du wurdest gefunden und auch ergriffen, weil du dich gegen den HERRN in Krieg eingelassen hast.24 Ich habe dir nachgestellt, BabelBabel; darum bist du auch gefangen, ehe du dich’s versahst; du bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem HERRN getrotzt.
25 Der HERRHERR hat seine Rüstkammer aufgetan und hervorgeholt die WaffenWaffen seines Grimmes; denn der HerrHerr, der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen, hat ein Werk in dem Land der ChaldäerChaldäer. 25 Der HERRHERR hat seinen SchatzSchatz aufgetan und die WaffenWaffen seines ZornsZorns hervorgebracht; denn der HerrHerr HERRHERR ZebaothZebaoth hat etwas auszurichten in der ChaldäerChaldäer Lande.
26 Kommt über dasselbe von allen Seiten her, öffnet seine Scheunen, schüttet es auf wie Garbenhaufen und vertilgt es; nicht bleibe ihm ein Überrest!26 Kommt her wider sie, ihr vom Ende, öffnet ihre Kornhäuser, werfet sie in einen Haufen und verbannet sie, dass ihr nichts übrigbleibe!
27 Erwürgt alle seine StiereStiere, zur Schlachtung sollen sie hinstürzen! WeheWehe über sie! Denn ihr TagTag ist gekommen, die ZeitZeit ihrer Heimsuchung.27 Erwürget alle ihre RinderRinder, führt sie hinab zu Schlachtbank! WehWeh ihnen! denn ihr TagTag ist gekommen, die ZeitZeit ihrer Heimsuchung.
28 Horch! Flüchtlinge und Entkommene aus dem Land BabelBabel, um in ZionZion zu verkünden die Rache des HERRN, unseres GottesGottes, die Rache seines TempelsTempels. 28 Man hört ein Geschrei der Flüchtigen und derer, die entronnen sind aus dem Lande BabelBabel, auf dass sie verkündigen zu ZionZion die Rache des HERRN, unseres GottesGottes, die Rache seines TempelsTempels.
29 Ruft Schützen herbei gegen BabelBabel, alle, die den BogenBogen spannen! Belagert es ringsum, niemand entkomme! Vergeltet ihm nach seinem Werk, tut ihm nach allem, was es getan hat; denn es hat vermessen gehandelt gegen den HERRN, gegen den Heiligen IsraelsIsraels.29 Rufet viele wider BabelBabel, belagert sie um und um, alle Bogenschützen, und lasset keinen davonkommen! Vergeltet ihr, wie sie verdient hat; wie sie getan hat, so tut ihr wieder! denn sie hat stolz gehandelt wider den HERRN, den Heiligen in IsraelIsrael.
30 Darum sollen seine Jünglinge auf seinen Straßen fallen und alle seine Kriegsmänner umkommen an diesem TagTag, spricht der HERR.30 Darum soll ihre junge Mannschaft fallen auf ihren Gassen, und alle Kriegsleute sollen untergehen zur selben ZeitZeit, spricht der HERR.
31 Siehe, ich will an dich, du Stolze13, spricht der HerrHerr, der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen; denn gekommen ist dein TagTag, die ZeitZeit, da ich dich heimsuche.31 Siehe, du Stolzer, ich will an dich, spricht der HerrHerr HERRHERR ZebaothZebaoth; denn dein TagTag ist gekommen, die ZeitZeit deiner Heimsuchung.
32 Dann wird die Stolze14 stürzen und fallen, und niemand wird sie aufrichten; und ich werde ein FeuerFeuer anzünden in ihren Städten, dass es alle ihre Umgebung verzehre. 32 Da soll der Stolze stürzen und fallen, dass ihn niemand aufrichte; ich will seine Städte mit FeuerFeuer anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, verzehren.
33 So spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen: Die KinderKinder IsraelIsrael und die KinderKinder JudaJuda sind Bedrückte allzumal; und alle, die sie gefangen weggeführt, haben sie festgehalten, haben sich geweigert, sie zu entlassen. 33 So spricht der HERR ZebaothZebaoth: Siehe, die KinderKinder IsraelIsrael samt den KindernKindern JudaJuda müssen GewaltGewalt und Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggeführt haben, halten sie und wollen sie nicht loslassen.
34 Ihr Erlöser ist stark, HERR der HeerscharenHeerscharen ist sein Name; er wird ihre Rechtssache gewisslich führen, damit er dem Land RuheRuhe schaffe und die Bewohner von BabelBabel erzittern mache. 34 Aber ihr Erlöser ist stark, der heißt HERR ZebaothZebaoth; der wird ihre Sache so ausführen, dass er das Land bebend und die Einwohner zu BabelBabel zitternd mache.
35 Das SchwertSchwert über die ChaldäerChaldäer, spricht der HERR, und über die Bewohner von BabelBabel und über seine Fürsten und über seine Weisen!35 SchwertSchwert soll kommen, spricht der HERR, über die ChaldäerChaldäer und über die Einwohner zu BabelBabel und über ihre Fürsten und über ihre Weisen!
36 Das SchwertSchwert über die Schwätzer15, dass sie zu Narren werden! Das SchwertSchwert über seine Helden, dass sie verzagen!36 SchwertSchwert soll kommen über ihre Weissager, dass sie zu Narren werden; SchwertSchwert soll kommen über ihre Starken, dass sie verzagen!
37 Das SchwertSchwert über seine PferdePferde und über seine WagenWagen und über das ganze Mischvolk, das in seiner Mitte ist, dass sie zu Frauen werden! Das SchwertSchwert über seine Schätze, dass sie geplündert werden! 37 SchwertSchwert soll kommen über ihre Rosse und WagenWagen und alles fremde Volk, das darin ist, dass sie zu Weibern werden! SchwertSchwert soll kommen über ihre Schätze, dass sie geplündert werden!
38 Dürre über seine Gewässer, dass sie austrocknen! Denn es ist ein Land der geschnitzten BilderBilder, und sie rasen16 durch ihre erschreckenden Götzen17.38 Trockenheit soll kommen über ihre Wasser, dass sie versiegen! denn es ist ein Götzenland, und sie trotzen auf ihre schrecklichen Götzen.
39 Darum werden Wüstentiere mit wilden Hunden darin wohnen, und StraußeStrauße darin wohnen; und es soll in Ewigkeit nicht mehr bewohnt werden und keine Niederlassung sein von GeschlechtGeschlecht zu GeschlechtGeschlecht. 39 Darum sollen Wüstentiere und wilde HundeHunde darin wohnen und die jungen StraußeStrauße; und es soll nimmermehr bewohnt werden und niemand darin hausen für und für,
40 Gleich der Umkehrung SodomsSodoms und GomorrasGomorras und ihrer Nachbarn durch GottGott, spricht der HERR, wird niemand dort wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten.40 gleichwie GottGott SodomSodom und GomorraGomorra samt ihren Nachbarn umgekehrt hat, spricht der HERR, dass niemand darin wohne noch ein MenschMensch darin hause.
41 Siehe, es kommt ein Volk von NordenNorden her, und eine große Nation und viele KönigeKönige machen sich auf von dem äußersten Ende der ErdeErde. 41 Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her; viele HeidenHeiden und viele KönigeKönige werden vom Ende der ErdeErde sich aufmachen.
42 BogenBogen und WurfspießWurfspieß führen sie, sie sind grausam und ohne Erbarmen; ihre Stimme braust wie das MeerMeer, und auf Pferden reiten sie: gerüstet gegen dich, TochterTochter BabelBabel, wie ein MannMann zum Krieg.18 42 Die haben BogenBogen und LanzeLanze; sie sind grausam und unbarmherzig; ihr Geschrei ist wie das Brausen des MeeresMeeres; sie reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsmänner wider dich, du TochterTochter BabelBabel.
43 Der König von BabelBabel hat die Nachricht von ihnen vernommen, und seine Hände sind schlaff geworden; Angst hat ihn ergriffen, Wehen, der Gebärenden gleich.43 Wenn der König zu BabelBabel ihr Gerücht hören wird, so werden ihm die Fäuste entsinken; ihm wird so angst und bange werden wie einer FrauFrau in Kindsnöten.
44 Siehe, er steigt herauf, wie ein LöweLöwe von der Pracht des JordanJordan, gegen die feste19 Wohnstätte; denn ich werde es20 plötzlich von ihr wegtreiben und den, der auserkoren ist, über sie bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich vorladen? Und wer ist der HirteHirte, der vor mir bestehen könnte?44 Siehe, er kommt herauf wie ein LöweLöwe vom stolzen JordanJordan wider die festen Hürden; denn ich will sie daraus eilends wegtreiben, und den, der erwählt ist, darübersetzen. Denn wer ist mir gleich, wer will micht meistern, und wer ist der HirteHirte, der mir widerstehen kann?
45 Darum hört den Ratschluss des HERRN, den er über BabelBabel beschlossen hat, und seine Gedanken, die er denkt über das Land der ChaldäerChaldäer: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, die Geringen der HerdeHerde21; wahrlich, die Trift22 wird sich über sie entsetzen! 45 So höret nun den Ratschlag des HERRN, den er über BabelBabel hat, und seine Gedanken, die er hat über die Einwohner im Lande der ChaldäerChaldäer! Was gilt’s? ob nicht die Hirtenknaben sie fortschleifen werden und ihre Wohnung zerstören.
46 Von dem RufRuf: BabelBabel ist erobert! erzittert die ErdeErde und wird ein Geschrei unter den NationenNationen vernommen.46 Und die ErdeErde wird beben von dem Geschrei, und es wird unter den HeidenHeiden erschallen, wenn BabelBabel gewonnen wird.

Fußnoten

  • 1 Bel-Merodak war die Schutzgottheit Babylons
  • 2 Eig. ihre Klötze
  • 3 Eig. abtrünnig machende Berge (Anspielung auf den Höhenkultus); nach and. Les.: machten sie abtrünnig auf die Berge hin
  • 4 O. Bedränger
  • 5 O. glücklichen
  • 6 O. der nicht leer zurückkehrt
  • 7 Chaldäa
  • 8 O. Schläge
  • 9 W. Es hat seine Hand gereicht
  • 10 O. gewalttätigen
  • 11 O. von Pekod (eine Benennung Babels)
  • 12 Eig. verbanne, gib dem Bannfluch anheim; so auch V. 26 und Kap. 51,3
  • 13 Eig. du (der) Stolz, oder du (der) Übermut
  • 14 Eig. du (der) Stolz, oder du (der) Übermut
  • 15 O. Lügner; vergl. Jes. 44,25
  • 16 d.h. haben allen Verstand verloren
  • 17 Eig. durch Schrecknisse, d.i. Schreckbilder, Schreckgestalten
  • 18 Vergl. Kap. 6,23
  • 19 S. die Anm. zu Kap. 49,19
  • 20 Babel
  • 21 And. üb.: die Kleinen der Herde werden sie fortschleppen
  • 22 O. die Wohnstätte