Jeremia 7 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Das WortWort, das vonseiten des HERRN an JeremiaJeremia erging, indem er sprach: 1 Dies ist das WortWort, welches geschah zu JeremiaJeremia vom HERRN, und sprach:
2 Stelle dich in das TorTor des Hauses des HERRN, und rufe dort dieses WortWort aus und sprich: Hört das WortWort des HERRN, ganz JudaJuda, die ihr durch diese ToreTore eingeht, um den HERRN anzubeten.2 Tritt ins TorTor im HauseHause des HERRN und predige daselbst dieses WortWort und sprich: Höret des HERRN WortWort, ihr alle von JudaJuda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HERRN anzubeten!
3 So spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: MachtMacht gut eure Wege und eure Handlungen, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen.3 So spricht der HERR ZebaothZebaoth, der GottGott IsraelsIsraels: Bessert euer LebenLeben und WesenWesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.
4 Und verlasst euch nicht auf WorteWorte der Lüge, indem man spricht: Der TempelTempel des HERRN, der TempelTempel des HERRN, der TempelTempel des HERRN ist dies!4 Verlasst euch nicht auf die Lügen, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN TempelTempel, hier ist des HERRN TempelTempel, hier ist des HERRN TempelTempel!
5 Sondern wenn ihr eure Wege und eure Handlungen wirklich gut macht, wenn ihr wirklich Recht übt zwischen dem einen und dem anderen,5 sondern bessert euer LebenLeben und WesenWesen, dass ihr recht tut einer gegen den anderen
6 den Fremden, die Waise und die Witwe nicht bedrückt und unschuldiges BlutBlut an diesem Ort nicht vergießt und anderen GötternGöttern nicht nachwandelt euch zum Unglück,6 und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine GewaltGewalt tut und nicht unschuldiges BlutBlut vergießt an diesem Ort, und folgt nicht nach anderen GötternGöttern zu eurem eigenen Schaden:
7 so will ich euch an diesem Ort, in dem Land, das ich euren VäternVätern gegeben habe, wohnen lassen von Ewigkeit zu Ewigkeit.7 so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren VäternVätern gegeben habe.
8 Siehe, ihr verlasst euch auf WorteWorte der Lüge, die nichts nutzen.8 Aber nun verlasset ihr euch auf Lügen, die nichts nütze sind.
9 Wie? Stehlen, morden und EhebruchEhebruch treiben und falsch schwören und dem BaalBaal räuchern und anderen GötternGöttern nachwandeln, die ihr nicht kennt!9 Daneben seid ihr DiebeDiebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und räuchert dem BaalBaal und folgt fremden GötternGöttern nach, die ihr nicht kennt.
10 Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, und sprecht: Wir sind errettet – damit ihr alle diese GräuelGräuel verübt!10 Darnach kommt ihr dann und tretet vor mich in diesem HauseHause, das nach meinem NamenNamen genannt ist, und sprecht: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche GräuelGräuel tun.
11 Ist denn dieses HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, eine Räuberhöhle geworden in euren AugenAugen? Ich selbst, siehe, ich habe es gesehen, spricht der HERR.11 Haltet ihr denn dieses HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, für eine Mördergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.
12 Denn geht doch hin nach meiner Stätte, die in SiloSilo war, wo ich zuerst meinen NamenNamen wohnen ließ, und seht, was ich ihr getan habe wegen der Bosheit meines Volkes IsraelIsrael. 12 Gehet hin an meinen Ort zu SiloSilo, da vormals mein Name gewohnt hat, und schauet, was ich daselbst getan habe um der Bosheit willen meines Volks IsraelIsrael.
13 Und nun, weil ihr alle diese WerkeWerke getan habt, spricht der HERR, und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt; und ich euch gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt:13 Weil ihr denn alle solche Stücke treibt, spricht der HERR, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht hören, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten:
14 so werde ich diesem HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, worauf ihr euch verlasst, und dem Ort, den ich euch und euren VäternVätern gegeben, ebenso tun, wie ich SiloSilo getan habe. 14 so will ich dem HauseHause, das nach meinem NamenNamen genannt ist, darauf ihr euch verlasset, und dem Ort, den ich euren VäternVätern gegeben habe, eben tun, wie ich SiloSilo getan habe,
15 Und ich werde euch wegwerfen von meinem Angesicht, so wie ich alle eure BrüderBrüder, die ganzen Nachkommen EphraimsEphraims, weggeworfen habe.15 und will euch von meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure BrüderBrüder, den ganzen Samen EphraimsEphraims.
16 Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder FlehenFlehen noch GebetGebet für sie, und dringe nicht in mich; denn ich werde nicht auf dich hören.16 Und du sollst für dieses Volk nicht bitten und sollst für sie keine Klage noch GebetGebet vorbringen, auch nicht sie vertreten vor mir; denn ich will dich nicht hören.
17 Siehst du nicht, was sie in den Städten JudasJudas und auf den Straßen von JerusalemJerusalem tun?17 Denn siehst du nicht, was sie tun in den Städten JudasJudas und auf den Gassen zu JerusalemJerusalem?
18 Die KinderKinder lesen HolzHolz auf, und die VäterVäter zünden das FeuerFeuer an; und die Frauen kneten den Teig, um KuchenKuchen zu bereiten für die KöniginKönigin des HimmelsHimmels und anderen GötternGöttern TrankopferTrankopfer zu spenden, um mich zu kränken.18 Die KinderKinder lesen HolzHolz, so zünden die VäterVäter das FeuerFeuer an, und die Weiber kneten den Teig, dass sie der Himmelskönigin KuchenKuchen backen, und geben TrankopferTrankopfer den fremden GötternGöttern, dass sie mir Verdruss tun.
19 Kränken sie mich, spricht der HERR, nicht vielmehr sich selbst zur Beschämung ihres Angesichts?19 Aber sie sollen nicht mir damit, spricht der HERR, sondern sich selbst Verdruss tun und müssen zu Schanden werden.
20 Darum spricht der HerrHerr, HERRHERR, so: Siehe, mein ZornZorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das ViehVieh und über die Bäume des Feldes und über die Frucht des Landes; und er wird brennen und nicht erlöschen.20 Darum spricht der HerrHerr HERRHERR: Siehe, mein ZornZorn und mein Grimm ist ausgeschüttet über diesen Ort, über Menschen und ViehVieh, über Bäume auf dem Felde und über die Früchte des Landes; und der soll brennen, dass niemand löschen kann.
21 So spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: Fügt eure BrandopferBrandopfer zu euren SchlachtopfernSchlachtopfern und esst FleischFleisch.21 So spricht der HERR ZebaothZebaoth, der GottGott IsraelsIsraels: Tut eure BrandopferBrandopfer und anderen OpferOpfer zuhauf und esset FleischFleisch.
22 Denn ich habe nicht mit euren VäternVätern geredet und ihnen nicht bezüglich des BrandopfersBrandopfers und des SchlachtopfersSchlachtopfers geboten, an dem TagTag, da ich sie aus dem Land Ägypten herausführte;22 Denn ich habe euren VäternVätern des TagesTages, da ich sie aus Ägyptenland führte, weder gesagt noch geboten von BrandopfernBrandopfern und anderen OpfernOpfern;
23 sondern dieses WortWort habe ich ihnen geboten und gesagt: Hört auf meine Stimme, so werde ich euer GottGott sein, und ihr werdet mein Volk sein1; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlgehe. 23 sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem WortWort, so will ich euer GottGott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiete, auf dass es euch wohl gehe.
24 Aber sie haben nicht gehört und ihr OhrOhr nicht geneigt, sondern haben gewandelt in den Ratschlägen, in dem Starrsinn ihres bösen Herzens; und sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Angesicht. 24 Aber sie wollen nicht hören noch ihre Ohren zuneigen, sondern wandelten nach ihrem eigenen RatRat und nach ihres bösen Herzens Gedünken und gingen hinter sich und nicht vor sich.
25 Von dem TagTag an, da eure VäterVäter aus dem Land Ägypten auszogen, bis auf diesen TagTag habe ich alle meine KnechteKnechte, die ProphetenPropheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend. 25 Ja, von dem TageTage an, da ich eure VäterVäter aus Ägyptenland geführt habe, bis auf diesen TagTag habe ich stets zu euch gesandt alle meine KnechteKnechte, die ProphetenPropheten.
26 Aber sie haben nicht auf mich gehört und ihr OhrOhr nicht geneigt; und sie haben ihren Nacken verhärtet, haben es ärger gemacht als ihre VäterVäter. 26 Aber sie wollen mich nicht hören noch ihre Ohren neigen, sondern waren halsstarrig und machten’s ärger denn ihre VäterVäter.
27 Und wenn du alle diese WorteWorte zu ihnen redest, so werden sie nicht auf dich hören; und rufst du ihnen zu, so werden sie dir nicht antworten.27 Und wenn du ihnen dies alles schon sagst, so werden sie dich doch nicht hören; rufst du ihnen, so werden sie dir nicht antworten.
28 So sprich denn zu ihnen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines GottesGottes, nicht hört und keine ZuchtZucht annimmt; die TreueTreue ist untergegangen und ist ausgerottet aus ihrem Mund.28 Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das den HERRN, seinen GottGott, nicht hören noch sich bessern will. Der GlaubeGlaube ist untergegangen und ausgerottet von ihrem Munde.
29 Schere2 deinen Haarschmuck3 und wirf ihn weg, und erhebe ein Klagelied4 auf den kahlen Höhen, denn der HERR hat das GeschlechtGeschlecht seines Grimmes verworfen und verstoßen.29 Schneide deine HaareHaare ab und wirf sie von dir und wehklage auf den Höhen; denn der HERR hat dies GeschlechtGeschlecht, über das er zornig ist, verworfen und verstoßen.
30 Denn die KinderKinder JudaJuda haben getan, was böse ist in meinen AugenAugen, spricht der HERR; sie haben ihre Scheusale in das HausHaus gestellt, das nach meinem NamenNamen genannt ist, um es zu verunreinigen.30 Denn die KinderKinder JudaJuda tun übel vor meinen AugenAugen, spricht der HERR. Sie setzen ihre GräuelGräuel in das HausHaus, das nach meinem NamenNamen genannt ist, dass sie es verunreinigen,
31 Und sie haben die Höhen des Tophet5 gebaut, das im TalTal des SohnesSohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im FeuerFeuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist.31 und bauen die Altäre des ThophethThopheth im TalTal Ben-Hinnom, dass sie ihre Söhne und Töchter verbrennen, was ich nie geboten noch in den Sinn genommen habe.
32 Darum siehe, TageTage kommen, spricht der HERR, da man nicht mehr TophetTophet, noch TalTal des SohnesSohnes Hinnoms, sondern Würgetal sagen wird; man wird im TophetTophet begraben aus Mangel an Raum.32 Darum siehe, es kommt die ZeitZeit, spricht der HERR, dass man’s nicht mehr heißen soll ThophethThopheth und das TalTal Ben-Hinnom, sondern Würgetal; und man wird im ThophethThopheth müssen begraben, weil sonst kein Raum mehr sein wird.
33 Und die Leichname dieses Volkes werden den Vögeln des HimmelsHimmels und den Tieren der ErdeErde zur Speise sein, und niemand wird sie wegscheuchen. 33 Und die Leichname dieses Volks sollen den Vögeln des HimmelsHimmels und den Tieren auf Erden zur Speise werden, davon sie niemand scheuchen wird.
34 Und ich werde in den Städten JudasJudas und auf den Straßen von JerusalemJerusalem aufhören lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der FreudeFreude, die Stimme des BräutigamsBräutigams und die Stimme der BrautBraut; denn das Land soll zur EinödeEinöde werden.34 Und ich will in den Städten JudasJudas und auf den Gassen zu JerusalemJerusalem wegnehmen das Geschrei der FreudeFreude und Wonne und die Stimme des BräutigamsBräutigams und der BrautBraut; denn das Land soll wüst sein.

Fußnoten

  • 1 Eig. euch zum Gott ... mir zum Volk sein; so auch Kap. 11,4; 24,7 usw.
  • 2 Anrede an die Tochter Zion
  • 3 O. dein ungeschnittenes Haar
  • 4 O. eine Klage
  • 5 S. die Anm. zu 2. Kön. 23,10