Jeremia 3 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Er spricht1: Wenn ein MannMann seine FrauFrau entlässt und sie von ihm weggeht und eines anderen MannesMannes wird, darf er wieder zu ihr zurückkehren? Würde dieses Land nicht entweiht werden? Du aber hast mit vielen Buhlen gehurt, und doch solltest du zu mir zurückkehren! spricht der HERR. 1 Und er spricht: Wenn sich ein MannMann von seinem Weibe scheidet, und sie zieht von ihm und nimmt einen anderen MannMann, darf er sie auch wieder annehmen? Ist’s nicht also, dass das Land verunreinigt würde? Du aber hast mit vielen Buhlen gehurt; doch komm wieder zu mir; spricht der HERR.
2 Hebe deine AugenAugen auf zu den kahlen Höhen und sieh! Wo bist du nicht geschändet worden? An den Wegen saßest du für sie wie ein AraberAraber in der WüsteWüste; und du hast das Land entweiht durch deine HurereiHurerei und durch deine Bosheit. 2 Hebe deine AugenAugen auf zu den Höhen und siehe, wie du allenthalben HurereiHurerei treibst. An den Straßen sitzest du und lauerst auf sie wie ein AraberAraber in der WüsteWüste und verunreinigst das Land mit deiner HurereiHurerei und Bosheit.
3 Und die Regenschauer wurden zurückgehalten, und es ist kein Spätregen gewesen; aber du hattest die StirnStirn eines Hurenweibes, weigertest dich, dich zu schämen.3 Darum muss auch der Frühregen ausbleiben und kein Spätregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schämen
4 Nicht wahr? Von jetzt an rufst du mir zu: Mein VaterVater, der Freund meiner Jugend bist du!4 und schreist gleichwohl zu mir: „Lieber VaterVater, du MeisterMeister meiner Jugend!
5 Wird er ewiglich nachtragen, wird er für immer ZornZorn bewahren? Siehe, so redest du und begehst böse Taten und setzt sie durch. 5 willst du denn ewiglich zürnen und nicht vom Grimm lassen?“ Siehe, so redest du, und tust Böses und lässest dir nicht steuern.
6 Und der HERR sprach zu mir in den Tagen des Königs JosiaJosia: Hast du gesehen, was die abtrünnige IsraelIsrael getan hat? Sie ging auf jeden hohen BergBerg und unter jeden grünen Baum und hurte dort.6 Und der HERR sprach zu mir zur ZeitZeit des Königs JosiaJosia: Hast du auch gesehen, was IsraelIsrael, die Abtrünnige, tat? Sie ging hin auf alle hohen BergeBerge und unter alle grünen Bäume und trieb daselbst HurereiHurerei.
7 Und ich sprach: Nachdem sie dies alles getan hat, wird sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und ihre treulose Schwester JudaJuda sah es;7 Und ich sprach, da sie solches alles getan hatte: Bekehre dich zu mir. Aber sie bekehrte sich nicht. Und obwohl ihre Schwester JudaJuda, die Verstockte, gesehen hat,
8 und ich sah, dass trotz alledem, dass ich die abtrünnige IsraelIsrael, weil sie die EheEhe gebrochen, entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben hatte, doch die treulose JudaJuda, ihre Schwester, sich nicht fürchtete, sondern hinging und selbst auch hurte. 8 wie ich der Abtrünnigen IsraelIsrael EhebruchEhebruch gestraft und sie verlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe: dennoch fürchtet sich ihre Schwester, die verstockte JudaJuda, nicht, sondern geht hin und treibt auch HurereiHurerei.
9 Und es geschah, wegen des Lärms ihrer HurereiHurerei entweihte sie das Land; und sie trieb EhebruchEhebruch mit Stein und mit HolzHolz.9 Und von dem Geschrei ihrer HurereiHurerei ist das Land verunreinigt; denn sie treibt EhebruchEhebruch mit Stein und HolzHolz.
10 Und selbst bei diesem allen ist ihre treulose Schwester JudaJuda nicht zu mir zurückgekehrt mit ihrem ganzen Herzen, sondern nur mit Falschheit, spricht der HERR. 10 Und in diesem allem bekehrt sich die verstockte JudaJuda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern heuchelt also, spricht der HERR.
11 Und der HERR sprach zu mir: Die abtrünnige IsraelIsrael hat sich gerechter erwiesen als JudaJuda, die treulose.11 Und der HERR sprach zu mir: Die abtrünnige IsraelIsrael ist fromm gegen die verstockte JudaJuda.
12 Geh und rufe diese WorteWorte aus nach NordenNorden und sprich: Kehre zurück, du abtrünnige IsraelIsrael, spricht der HERR; ich will nicht finster auf euch blicken2. Denn ich bin gütig, spricht der HERR, ich werde nicht ewiglich nachtragen. 12 Gehe hin und rufe diese WorteWorte gegen die Mitternacht und sprich: Kehre wieder, du abtrünnige IsraelIsrael, spricht der HERR, so will ich mein Antlitz nicht gegen euch verstellen. Denn ich bin barmherzig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zürnen.
13 Nur erkenne deine SchuldSchuld, dass du von dem HERRN, deinem GottGott, abgefallen und zu den Fremden3 hin und her gelaufen bist unter jeden grünen Baum; aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehört, spricht der HERR.13 Allein erkenne deine Missetat, dass du wider den HERRN, deinen GottGott, gesündigt hast und bist hin und wieder gelaufen zu den fremden GötternGöttern unter allen grünen Bäumen und habt meiner Stimme nicht gehorcht, spricht der HERR.
14 Kehrt um, ihr abtrünnigen KinderKinder, spricht der HERR, denn ich habe mich ja mit euch vermählt; und ich werde euch nehmen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem GeschlechtGeschlecht, und euch nach ZionZion bringen. 14 Bekehret euch, ihr abtrünnigen KinderKinder, spricht der HERR; denn ich will euch mir vertrauen und will euch holen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem GeschlechtGeschlecht, und will euch bringen gen ZionZion
15 Und ich werde euch Hirten geben nach meinem Herzen, und sie werden euch weiden mit ErkenntnisErkenntnis und EinsichtEinsicht.15 und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit LehreLehre und Weisheit.
16 Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, so wird man nicht mehr sagen: „Die BundesladeBundeslade des HERRN“; und sie wird nicht mehr in den Sinn kommen, und man wird ihrer nicht mehr gedenken noch sie suchen4, und sie wird nicht wieder gemacht werden. 16 Und es soll geschehen, wenn ihr gewachsen seid und euer viel geworden sind im Lande, so soll man, spricht der HERR, zur selben ZeitZeit nicht mehr sagen von der BundesladeBundeslade des HERRN, auch ihrer nicht mehr gedenken noch davon predigen noch nach ihr fragen, und sie wird nicht wieder gemacht werden;
17 In jener ZeitZeit wird man JerusalemJerusalem den ThronThron des HERRN nennen, und alle NationenNationen werden sich zu ihr versammeln wegen des NamensNamens des HERRN in JerusalemJerusalem; und sie werden nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens nachwandeln.17 sondern zur selben ZeitZeit wird man JerusalemJerusalem heißen „des HERRN ThronThron“, und werden sich dahin sammeln alle HeidenHeiden um des NamensNamens des HERRN willen zu JerusalemJerusalem und werden nicht mehr wandeln nach den Gedanken ihres bösen Herzens.
18 In jenen Tagen wird das HausHaus JudaJuda mit dem HausHaus IsraelIsrael ziehen, und sie werden miteinander aus dem Land des NordensNordens in das Land kommen, das ich euren VäternVätern zum ErbteilErbteil gegeben habe.18 Zu der ZeitZeit wird das HausHaus JudaJuda gehen zum HauseHause IsraelIsrael, und sie werden miteinander kommen von Mitternacht in das Land, das ich euren VäternVätern zum ErbeErbe gegeben habe.
19 Und ich sprach: Wie will ich dich stellen5 unter den Söhnen und dir ein köstliches Land geben, ein ErbteilErbteil, das die herrlichste Zierde der NationenNationen ist! Und ich sprach: Ihr werdet mir zurufen: Mein VaterVater! Und werdet euch nicht von mir6 abwenden. 19 Und ich sagte dir zu: Wie will ich dir so viele KinderKinder geben und das liebe Land, das allerschönste ErbeErbe unter den Völkern! Und ich sagte dir zu: Du wirst alsdann mich nennen „lieber VaterVater!“ und nicht von mir weichen.
20 Ja, wie eine FrauFrau ihren Freund treulos verlässt, so habt ihr treulos gegen mich gehandelt, HausHaus IsraelIsrael, spricht der HERR.20 Aber das HausHaus IsraelIsrael achtete mich nicht, gleichwie ein Weib ihren Buhlen nicht mehr achtet, spricht der HERR.
21 Eine Stimme wird gehört auf den kahlen Höhen, ein Weinen, ein FlehenFlehen der KinderKinder IsraelIsrael; weil7 sie ihren Weg verkehrt, des HERRN, ihres GottesGottes, vergessen haben. 21 Darum hört man ein klägliches Heulen und Weinen der KinderKinder IsraelIsrael auf den Höhen, dafür dass sie übel getan und des HERRN, ihres GottesGottes, vergessen haben.
22 Kehrt um, ihr abtrünnigen KinderKinder; ich will eure Abtrünnigkeiten heilen. – „Hier sind wir, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser GottGott.22 So kehret nun wieder, ihr abtrünnigen KinderKinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser GottGott.
23 Ja, trügerisch ist von den Hügeln, von den Bergen her das Lärmen8; ja, in dem HERRN, unserem GottGott, ist die Rettung IsraelsIsraels!23 Wahrlich, es ist eitel Betrug mit Hügeln und mit allen Bergen. Wahrlich, es hat IsraelIsrael keine Hilfe denn am HERRN, unserem GottGott.
24 Denn die Schande9 hat den Erwerb unserer VäterVäter verzehrt von unserer Jugend an, ihr Kleinvieh und ihre RinderRinder, ihre Söhne und ihre Töchter.24 Und die Schande hat gefressen unserer VäterVäter Arbeit von unserer Jugend auf samt ihren Schafen, RindernRindern, Söhnen und Töchtern.
25 In unserer Schande müssen wir daliegen, und unsere Schmach bedeckt uns! Denn wir haben gegen den HERRN, unseren GottGott, gesündigt, wir und unsere VäterVäter, von unserer Jugend an bis auf diesen TagTag, und wir haben nicht auf die Stimme des HERRN, unseres GottesGottes, gehört.“25 Denn worauf wir uns verließen, das ist uns jetzt eitel Schande, und wessen wir uns trösteten, des müssen wir uns jetzt schämen. Denn wir sündigten damit wider den HERRN, unseren GottGott, beide, wir und unsere VäterVäter, von unserer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen TagTag, und gehorchten nicht der Stimme des HERRN, unseres GottesGottes.

Fußnoten

  • 1 Eig. indem er spricht
  • 2 Eig. mein Angesicht nicht gegen euch senken
  • 3 d.h. fremden Göttern
  • 4 O. vermissen
  • 5 d.h. dir eine besondere Stellung geben
  • 6 Eig. von hinter mir
  • 7 O. dass
  • 8 Wahrsch. die lärmende Anrufung der Götzen. (Vergl. V. 9) And. üb.: Ja, vergeblich erwartet man Hilfe von den Hügeln, von der Menge der Berge her
  • 9 d.i. der Schandgötze; vergl. Kap. 11,13