Jeremia 9 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
Die Bibel durchsuchen
  • ELB-BK – Elberfelder Übersetzung (V. 1.3 von bibelkommentare.de)
  • ELB-CSV – Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen)
  • ELB 1932 – Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932
  • Luther 1912 – Luther-Übersetzung von 1912
  • New Darby (EN) – Neue englische Darby-Übersetzung
  • Old Darby (EN) – Alte englische Darby-Übersetzung
  • KJV – Englische King James V. von 1611/1769 mit Strongs
  • Darby (FR) – Französische Darby-Übersetzung
  • Dutch SV – Dutch Statenvertaling
  • Persian – Persian Standard Bible of 1895 (Old Persian)
  • WHNU – Westcott-Hort mit NA27- und UBS4-Varianten
  • BYZ – Byzantischer Mehrheitstext
  • WLC – Westminster Leningrad Codex
  • LXX – Septuaginta (LXX)
Ansicht
ELB-BK Luther 1912
1 O dass ich in der WüsteWüste eine Wanderer-Herberge hätte, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen wegziehen! Denn sie sind allesamt Ehebrecher, eine RotteRotte Treuloser.2 9:1 Ach dass ich eine HerbergeHerberge hätte in der WüsteWüste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen ziehen! Denn es sind eitel Ehebrecher und ein frecher Haufe.
2 Und sie spannen ihre Zunge, ihren BogenBogen, mit Lüge, und nicht nach TreueTreue schalten sie im Land; denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, und mich kennen sie nicht, spricht der HERR. 3 9:2 Sie schießen mit ihren Zungen eitel Lüge und keine WahrheitWahrheit und treiben’s mit GewaltGewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur anderen und achten mich nicht, spricht der HERR.
3 Hütet euch jeder vor seinem Freund, und auf keinen BruderBruder vertraut; denn jeder BruderBruder treibt Hinterlist, und jeder Freund geht als Verleumder umher.4 3 Ein jeglicher hüte sich vor seinem Freunde und traue auch seinem BruderBruder nicht; denn ein BruderBruder unterdrückt den anderen, und ein Freund verrät den anderen.
4 Und sie betrügen einer den anderen, und WahrheitWahrheit reden sie nicht; sie lehren ihre Zunge Lügen reden, sie mühen sich ab, verkehrt zu handeln.5 4 Ein Freund täuscht den anderen und reden kein wahres WortWort; sie fleißigen sich darauf, wie einer den anderen betrüge, und ist ihnen leid, dass sie es nicht ärger machen können.
5 Deine Wohnung ist mitten unter Trug. Vor Trug weigern sie sich, mich zu erkennen, spricht der HERR.6 5 Es ist allenthalben eitel Trügerei unter ihnen, und vor Trügerei wollen sie mich nicht kennen, spricht der HERR.
6 Darum, so spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen: Siehe, ich will sie schmelzen und läutern; denn wie sollte ich sonst handeln wegen der TochterTochter meines Volkes?7 6 Darum spricht der HERR ZebaothZebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und prüfen. Denn was soll ich sonst tun, wenn ich ansehe die TochterTochter meines Volks?
7 Ihre Zunge ist ein mörderischer PfeilPfeil, man redet Trug; mit seinem Mund redet man Frieden mit seinem Nächsten, und in seinem Innern legt man ihm einen HinterhaltHinterhalt.8 7 Ihre falschen Zungen sind mörderische PfeilePfeile; mit ihrem Munde reden sie freundlich gegen den Nächsten, aber im Herzen lauern sie auf ihn.
8 Sollte ich dies nicht an ihnen heimsuchen?, spricht der HERR, oder sollte an einer Nation wie dieser meine SeeleSeele sich nicht rächen?9 8 Sollte ich nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HERR, und meine SeeleSeele sollte sich nicht rächen an solchem Volk, wie dies ist?
9 Über die BergeBerge will ich ein Weinen und eine Wehklage erheben und über die Auen der SteppeSteppe ein Klagelied. Denn sie sind verbrannt, so dass niemand hindurchzieht und man die Stimme der HerdeHerde nicht hört; sowohl die VögelVögel des HimmelsHimmels als auch das ViehVieh sind entflohen, weggezogen. 10 9 Ich muss auf den Bergen weinen und heulen und bei den Hürden in der WüsteWüste klagen; denn sie sind so gar verheert, dass niemand da wandelt und man auch nicht ein ViehVieh schreien hört. Es ist beides, VögelVögel des HimmelsHimmels und das ViehVieh, alles weg.
10 Und ich werde JerusalemJerusalem zu Steinhaufen machen, zur Wohnung der Schakale, und die Städte von JudaJuda zur WüsteWüste machen, ohne Bewohner. 11 10 Und ich will JerusalemJerusalem zum Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale machen und will die Städte JudasJudas wüst machen, dass niemand darin wohnen soll.
11 Wer ist der weise MannMann, dass er dieses verstehe, und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, dass er es kundtue, warum das Land zugrunde geht und verbrannt wird gleich der WüsteWüste, so dass niemand hindurchzieht?12 11 Wer nun weise wäre und ließe es sich zu Herzen gehen und verkündigte, was des HERRN Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbt und verheert wird wie eine WüsteWüste, da niemand wandelt!
12 Und der HERR sprach: Weil sie mein GesetzGesetz verlassen haben, das ich ihnen vorgelegt, und auf meine Stimme nicht gehört und nicht darin gewandelt haben,13 12 Und der HERR sprach: Darum dass sie mein GesetzGesetz verlassen, dass ich ihnen vorgelegt habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht darnach,
13 sondern dem Starrsinn ihres Herzens und den BaalimBaalim nachgegangen sind, was ihre VäterVäter sie gelehrt haben.14 13 sondern folgen ihres Herzens Gedünken und den BaalimBaalim, wie sie ihre VäterVäter gelehrt haben:
14 Darum, so spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen, der GottGott IsraelsIsraels: Siehe, ich will sie, dieses Volk, mit WermutWermut speisen und sie mit bitterem Wasser tränken 15 14 darum spricht der HERR ZebaothZebaoth, der GottGott IsraelsIsraels, also: Siehe, ich will dieses Volk mit WermutWermut speisen und mit GalleGalle tränken;
15 und sie unter die NationenNationen zerstreuen, die sie nicht gekannt haben, weder sie noch ihre VäterVäter; und ich will das SchwertSchwert hinter ihnen her senden, bis ich sie vernichtet habe.16 15 ich will sie unter die HeidenHeiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre VäterVäter gekannt haben, und will das SchwertSchwert hinter sie schicken, bis dass es aus mit ihnen sei.
16 So spricht der HERR der HeerscharenHeerscharen: Gebt acht und ruft Klageweiber, dass sie kommen, und schickt zu den weisen Frauen, dass sie kommen17 16 So spricht der HERR ZebaothZebaoth: Schaffet und bestellet Klageweiber, dass sie kommen, und schickt nach denen, die es wohl können,
17 und schnell eine Wehklage über uns erheben, damit unsere AugenAugen von Tränen rinnen und unsere Wimpern von Wasser fließen.18 17 dass sie eilend um uns klagen, dass unsere AugenAugen von Tränen rinnen und unsere Augenlider von Wasser fließen,
18 Denn eine Stimme der Wehklage wird aus ZionZion gehört: „Wie sind wir verwüstet! Wir sind völlig zuschanden geworden; denn wir haben das Land verlassen müssen, denn sie haben unsere Wohnungen umgestürzt“.19 18 dass man ein klägliches Geschrei höre zu ZionZion: Ach, wie sind wir so gar verstört und zu Schanden geworden! Wir müssen das Land räumen; denn sie haben unsere Wohnungen geschleift.
19 Denn hört, ihr Frauen, das WortWort des HERRN, und euer OhrOhr fasse das WortWort seines Mundes; und lehrt eure Töchter Wehklage und eine die andere Klaggesang.20 19 So höret nun, ihr Weiber, des HERRN WortWort und nehmet zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure Töchter weinen, und eine lehre die andere klagen:
20 Denn der TodTod ist durch unsere FensterFenster gestiegen, er ist in unsere Paläste gekommen, um das Kind auszurotten von der Gasse, die Jünglinge von den Straßen.21 20 Der TodTod ist zu unseren FensternFenstern eingefallen und in unsere Paläste gekommen, die KinderKinder zu würgen auf der Gasse und die Jünglinge auf der Straße.
21 Rede: So spricht der HERR: Ja, die Leichen der Menschen werden fallen wie Dünger auf der Fläche des Feldes und wie eine Garbe hinter dem Schnitter, die1 niemand sammelt.22 21 So spricht der HERR: Sage: Der Menschen Leichname sollen liegen wie der Mist auf dem Felde und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand sammelt.
22 So spricht der HERR: Der WeiseWeise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der ReicheReiche rühme sich nicht seines Reichtums,23 22 So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein ReicherReicher rühme sich nicht seines Reichtums;
23 sondern wer sich rühmt, rühme sich dessen: EinsichtEinsicht zu haben und mich zu erkennen, dass ich der HERR bin, der Güte, Recht und GerechtigkeitGerechtigkeit übt auf der ErdeErde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der HERR.24 23 sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, dass er mich wisse und kenne, dass ich der HERR bin, der BarmherzigkeitBarmherzigkeit, Recht und GerechtigkeitGerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR.
24 Siehe, TageTage kommen, spricht der HERR, da ich heimsuchen werde alle Beschnittenen mit den Unbeschnittenen2:25 24 Siehe, es kommt die ZeitZeit, spricht der HERR, dass ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen:
25 Ägypten und JudaJuda und EdomEdom und die KinderKinder AmmonAmmon und MoabMoab, und alle mit geschorenen Haarrändern3, die in der WüsteWüste wohnen; denn alle NationenNationen sind unbeschnitten, und das ganze HausHaus IsraelIsrael ist unbeschnittenen Herzens.26 25 Ägypten, JudaJuda, EdomEdom, die Kinder AmmonKinder Ammon, MoabMoab und alle, die das Haar rundumher abschneiden, die in der WüsteWüste wohnen. Denn alle HeidenHeiden haben unbeschnittene Vorhaut; aber das ganze IsraelIsrael hat ein unbeschnittenes HerzHerz.

Fußnoten

  • 1 Eig. und
  • 2 Eig. mit Nichtbeschneidung; daher üb. and.: die unbeschnitten sind
  • 3 Vergl. 3. Mose 19,27