Jeremia 4 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Wenn du umkehrst, IsraelIsrael, spricht der HERR, zu mir umkehrst, und wenn du deine Scheusale von meinem Angesicht wegtust und nicht mehr umherschweifst,1 Willst du dich, IsraelIsrael, bekehren, spricht der HERR, so bekehre dich zu mir. Und so du deine GräuelGräuel wegtust von meinem Angesicht, so sollst du nicht vertrieben werden.
2 sondern schwörst1: So wahr der HERR lebt! In WahrheitWahrheit, in Recht2 und in GerechtigkeitGerechtigkeit, so werden die NationenNationen sich in ihm segnen und sich seiner rühmen.2 Alsdann wirst du ohne Heuchelei recht und heilig schwören: So wahr der HERR lebt! und die HeidenHeiden werden in ihm gesegnet werden und sich sein rühmen.
3 Denn so spricht der HERR zu den Männern von JudaJuda und in JerusalemJerusalem: Pflügt euch einen Neubruch, und sät nicht unter die DornenDornen.3 Denn so spricht der HERR zu denen in JudaJuda und zu JerusalemJerusalem: Pflüget ein NeuesNeues und säet nicht unter die Hecken.
4 Beschneidet euch für den HERRN und tut weg die Vorhäute eurer Herzen, ihr Männer von JudaJuda und ihr Bewohner von JerusalemJerusalem, damit mein Grimm nicht ausbreche wie ein FeuerFeuer und unauslöschlich brenne wegen der Bosheit eurer Handlungen.4 Beschneidet euch dem HERRN und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr Männer in JudaJuda und ihr Leute zu JerusalemJerusalem, auf dass nicht mein Grimm ausfahre wie FeuerFeuer und brenne, dass niemand löschen könne, um eurer Bosheit willen.
5 Verkündigt in JudaJuda und lasst in JerusalemJerusalem vernehmen und sprecht: Stoßt in die Posaune im Land! Ruft aus voller Kehle und sprecht: Versammelt euch und lasst uns in die festen Städte ziehen!5 Verkündiget in JudaJuda und schreiet laut zu JerusalemJerusalem und sprecht: „Blaset die Drommete im Lande!“ Ruft mit voller Stimme und sprecht: „Sammelt euch und lasst uns in die festen Städte ziehen!“
6 Erhebt ein PanierPanier gegen ZionZion hin; flüchtet, bleibt nicht stehen! Denn ich bringe Unglück von NordenNorden her und große Zerschmetterung.6 Werft zu ZionZion ein PanierPanier auf; fliehet und säumet nicht! Denn ich bringe ein Unglück herzu von Mitternacht und einen großen Jammer.
7 Ein LöweLöwe steigt herauf aus seinem Dickicht, und ein Verderber der NationenNationen bricht auf; er zieht von seinem Ort aus, um dein Land zur WüsteWüste zu machen, dass deine Städte zerstört werden, ohne Bewohner.7 Es fährt daher der LöweLöwe aus seiner Hecke, und der Verstörer der HeidenHeiden zieht einher aus seinem Ort, dass er dein Land verwüste und deine Städte ausbrenne, dass niemand darin wohne.
8 Darum gürtet euch SacktuchSacktuch um, klagt und jammert! Denn die Glut des ZornsZorns des HERRN hat sich nicht von uns abgewendet. 8 Darum ziehet Säcke an, klaget und heulet; denn der grimmige ZornZorn des HERRN will sich nicht wenden von uns.
9 Und es wird geschehen an jenem TagTag, spricht der HERR, da wird das HerzHerz des Königs und das HerzHerz der Fürsten vergehen; und die PriesterPriester werden sich entsetzen und die ProphetenPropheten erstarrt sein.9 Zu der ZeitZeit, spricht der HERR, wird dem König und den Fürsten das HerzHerz entfallen; die PriesterPriester werden bestürzt und die ProphetenPropheten erschrocken sein.
10 Da sprach ich: Ach, HerrHerr, HERRHERR! Du hast dieses Volk und JerusalemJerusalem bestimmt getäuscht, indem du sprachst: Ihr werdet Frieden haben; und das SchwertSchwert dringt bis an die SeeleSeele! 10 Ich aber sprach: Ach HerrHerr HERRHERR! du hast’s diesem Volk und JerusalemJerusalem weit fehlgehen lassen, da sie sagten: „Es wird FriedeFriede bei euch sein“, so doch das SchwertSchwert bis an die SeeleSeele reicht.
11 In jener ZeitZeit wird diesem Volk und JerusalemJerusalem gesagt werden: Ein scharfer WindWind von den kahlen Höhen in der WüsteWüste ist auf dem Weg zur TochterTochter meines Volkes, nicht zum WorfelnWorfeln und nicht zum Säubern;11 Zu derselben ZeitZeit wird man diesem Volk und JerusalemJerusalem sagen: „Es kommt ein dürrer WindWind über das GebirgeGebirge her aus der WüsteWüste, des Weges zu der TochterTochter meines Volks, nicht zum WorfelnWorfeln noch zu Schwingen.“
12 ein WindWind zu voll dazu3 wird mir kommen. Nun will auch ich GerichteGerichte über sie aussprechen.12 Ja, ein WindWind kommt, der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn auch mit ihnen rechten.
13 Siehe, gleich Wolken zieht er herauf, und wie der SturmwindSturmwind sind seine WagenWagen, schneller als AdlerAdler seine PferdePferde. WeheWehe uns! Denn wir sind verwüstet. 13 „Siehe, er fährt daher wie Wolken, und seine WagenWagen sind wie ein SturmwindSturmwind, seine Rosse sind schneller denn AdlerAdler. WehWeh uns! wir müssen verstört werden.“
14 Wasche dein HerzHerz rein von Bosheit, JerusalemJerusalem, damit du gerettet wirst! Wie lange sollen sich deine bösen Anschläge in deinem Innern aufhalten? 14 So wasche nun, JerusalemJerusalem, dein HerzHerz von der Bosheit, auf dass dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine leidigen Gedanken?
15 Denn eine Stimme berichtet von DanDan und verkündet Unheil4 vom GebirgeGebirge EphraimEphraim her.15 Denn es kommt ein Geschrei von DanDan her und eine böse Botschaft vom Gebirge EphraimGebirge Ephraim.
16 Meldet es den NationenNationen, siehe, verkündet es JerusalemJerusalem: Belagerer kommen aus fernem Land und lassen ihre Stimme erschallen gegen die Städte JudasJudas;16 Saget an den HeidenHeiden, verkündiget in JerusalemJerusalem, dass Hüter kommen aus fernen Landen und werden schreien wider die Städte JudasJudas.
17 wie Feldwächter sind sie ringsumher gegen dasselbe. Denn gegen mich ist es widerspenstig gewesen, spricht der HERR.17 Sie werden sich um sie her lagern wie die Hüter auf dem Felde; denn sie haben mich erzürnt, spricht der HERR.
18 Dein Weg und deine Handlungen haben dir dies bewirkt; dies ist deine Bosheit5; ja, es ist bitter, ja, es dringt bis an dein HerzHerz.18 Das hast du zum LohnLohn für dein WesenWesen und dein Tun. Dann wird dein HerzHerz fühlen, wie deine Bosheit so groß ist.
19 Meine Eingeweide, meine Eingeweide! Mir ist angst! Die Wände meines Herzens! Es tobt in mir mein HerzHerz! Ich kann nicht schweigen! Denn du, meine SeeleSeele, hörst den Schall der Posaune, Kriegsgeschrei:19 Wie ist mir so herzlich weh! Mein HerzHerz pocht mir im Leibe, und habe keine RuheRuhe; denn meine SeeleSeele hört der Posaune Hall und eine Feldschlacht
20 ZerstörungZerstörung6 über ZerstörungZerstörung wird ausgerufen. Denn das ganze Land ist verwüstet; plötzlich sind meine ZelteZelte zerstört, meine Zeltbehänge in einem Augenblick.20 und einen Mordschrei über den anderen; denn das ganze Land wird verheert, plötzlich werden meine HüttenHütten und meine Gezelte verstört.
21 Wie lange soll ich das PanierPanier sehen, den Schall der Posaune hören? 21 Wie lange soll ich doch das PanierPanier sehen und der Posaune Hall hören?
22 Denn mein Volk ist närrisch, mich kennen sie nicht; törichte KinderKinder sind sie und unverständig. WeiseWeise sind sie, Böses zu tun; aber Gutes zu tun verstehen sie nicht. –22 Aber mein Volk ist toll, und sie glauben mir nicht; töricht sind sie und achten’s nicht. WeiseWeise sind sie genug, Übles zu tun; aber wohltun wollen sie nicht lernen.
23 Ich schaue die ErdeErde an, und siehe, sie ist wüst und leer7; und zum HimmelHimmel, und sein LichtLicht ist nicht da.23 Ich schaute das Land an, siehe, das war wüst und öde, und den HimmelHimmel, und er war finster.
24 Ich schaue die BergeBerge an, und siehe, sie beben; und alle Hügel schwanken.24 Ich sah die BergeBerge an, und siehe, die bebten, und alle Hügel zitterten.
25 Ich schaue, und siehe, kein MenschMensch ist da; und alle VögelVögel des HimmelsHimmels sind entflohen.25 Ich sah, und siehe, da war kein MenschMensch, und alle VögelVögel unter dem HimmelHimmel waren weggeflogen.
26 Ich schaue, und siehe, der Karmel8 ist eine WüsteWüste; und alle seine Städte sind niedergerissen vor dem HERRN, vor der Glut seines ZornsZorns.26 Ich sah, und siehe, das Gefilde war eine WüsteWüste; und alle Städte darin waren zerbrochen vor dem HERRN und vor seinem grimmigen ZornZorn.
27 Denn so spricht der HERR: Das ganze Land soll eine WüsteWüste werden; doch will ich es nicht gänzlich zerstören. 27 Denn so spricht der HERR: Das ganze Land soll wüst werden, und ich will’s doch nicht gar aus machen.
28 Darum wird die ErdeErde trauern und der HimmelHimmel oben schwarz werden, weil ich es geredet, beschlossen habe; und ich werde es mich nicht gereuen lassen und nicht davon zurückkommen. 28 Darum wird das Land betrübt und der HimmelHimmel droben traurig sein; denn ich habe es geredet, ich habe es beschlossen, und es soll mich nicht reuen, will auch nicht davon ablassen.
29 Vor dem Geschrei der Reiter und der Bogenschützen flieht jede Stadt: sie gehen ins Dickicht und ersteigen die Felsen; jede Stadt ist verlassen, und kein MenschMensch wohnt darin.29 Aus allen Städten werden sie vor dem Geschrei der Reiter und Schützen fliehen und in die dicken Wälder laufen und in die Felsen kriechen; alle Städte werden verlassen stehen, dass niemand darin wohnt.
30 Und du, Verwüstete, was wirst du tun? Wenn du dich auch in KarmesinKarmesin kleidest, wenn du mit goldenem GeschmeideGeschmeide dich schmückst, wenn du deine AugenAugen mit SchminkeSchminke aufreißt: Vergeblich machst du dich schön; die Buhlen verschmähen dich, sie trachten nach deinem LebenLeben. 30 Was willst du alsdann tun, du Verstörte? Wenn du dich schon mit PurpurPurpur kleiden und mit goldenen Kleinoden schmücken und dein Angesicht schminkenschminken würdest, so schmückst du dich doch vergeblich; die Buhlen werden dich verachten, sie werden dir nach dem LebenLeben trachten.
31 Denn ich höre eine Stimme wie von einer Kreißenden, Angst wie von einer Erstgebärenden, die Stimme der TochterTochter ZionZion; sie seufzt, sie breitet ihre Hände aus: WeheWehe mir! Denn kraftlos erliegt meine SeeleSeele den Mördern.31 Denn ich höre ein Geschrei als einer Gebärerin, eine Angst als einer, die in den ersten Kindesnöten ist, ein Geschrei der TochterTochter ZionZion, die da klagt und die Hände auswirft: „Ach, wehe mir! Ich muss schier vergehen vor den Würgern.“

Fußnoten

  • 1 And. üb.: so sollst du nicht mehr umherirren; und schwörst du
  • 2 d.i. in gerechter Sache
  • 3 Eig. voller als diese
  • 4 O. Denn die Stimme eines Berichtenden von Dan und eines Unheilverkündenden
  • 5 d.h. die Folge deiner Bosheit
  • 6 Eig. Zerschmetterung
  • 7 Derselbe Ausdruck wie 1. Mose 1,2
  • 8 O. das Fruchtgefilde