Jeremia 20 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Und als PaschchurPaschchur, der SohnSohn Immers, der PriesterPriester, (er war Oberaufseher im HausHaus des HERRN) JeremiaJeremia diese WorteWorte weissagen hörte,1 Da aber PashurPashur, ein SohnSohn Immers, der PriesterPriester, der zum Obersten im HauseHause des HERRN gesetzt war, JeremiaJeremia hörte solche WorteWorte weissagen,
2 da schlug PaschchurPaschchur den ProphetenPropheten JeremiaJeremia und legte ihn in den StockStock im oberen TorTor BenjaminBenjamin, das im HausHaus des HERRN ist.2 schlug er den ProphetenPropheten JeremiaJeremia und legte ihn in den StockStock unter dem Obertor BenjaminBenjamin, welches am HauseHause des HERRN ist.
3 Und es geschah am folgenden TagTag, als PaschchurPaschchur JeremiaJeremia aus dem StockStock herausbringen ließ, da sprach JeremiaJeremia zu ihm: Nicht PaschchurPaschchur1 nennt der HERR deinen NamenNamen, sondern Magor-Missabib2. 3 Und da es MorgenMorgen ward, zog PashurPashur JeremiaJeremia aus dem StockStock. Da sprach JeremiaJeremia zu ihm: Der HERR heißt dich nicht PashurPashur, sondern Schrecken um und umSchrecken um und um.
4 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich mache dich zum Schrecken, dir selbst und allen deinen Freunden; und sie sollen durch das SchwertSchwert ihrer Feinde fallen, indem deine AugenAugen es sehen; und ich werde ganz JudaJuda in die Hand des Königs von BabelBabel geben, damit er sie nach BabelBabel wegführe und sie mit dem SchwertSchwert erschlage.4 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will dich zum Schrecken machen dir selbst und allen deinen Freunden, und sie sollen fallen durchs SchwertSchwert ihrer Feinde; das sollst du mit deinen AugenAugen sehen. Und will das ganze JudaJuda in die Hand des Königs zu BabelBabel übergeben; der soll sie wegführen gen BabelBabel und mit dem SchwertSchwert töten.
5 Und ich werde den ganzen Reichtum dieser Stadt dahingeben und all ihren Erwerb und alle ihre Kostbarkeiten; und alle Schätze der KönigeKönige von JudaJuda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben; und sie werden sie plündern und wegnehmen und nach BabelBabel bringen.5 Auch will ich alle Güter dieser Stadt samt allem, was sie gearbeitet, und alle Kleinode und alle Schätze der KönigeKönige JudasJudas in ihrer Feinde Hand geben, dass sie dieselben raubenrauben, nehmen und gen BabelBabel bringen.
6 Und du, PaschchurPaschchur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die GefangenschaftGefangenschaft gehen; und du wirst nach BabelBabel kommen und dort sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du falsch geweissagt hast. –6 Und du, PashurPashur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen BabelBabel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden samt allen deinen Freunden, welchen du Lügen predigst.
7 HERR, du hast mich beredet, und ich habe mich bereden lassen; du hast mich ergriffen und überwältigt. Ich bin zum Gelächter geworden den ganzen TagTag, jeder spottet meiner.7 HERR, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.
8 Denn so oft ich rede, muss ich schreien, Gewalttat und ZerstörungZerstörung rufen; denn das WortWort des HERRN ist mir zur Verhöhnung und zum Spott geworden den ganzen TagTag. 8 Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verstörung, ist mir des HERRN WortWort zum Hohn und Spott geworden täglich.
9 Und spreche ich: Ich will ihn nicht mehr erwähnen, noch in seinem NamenNamen reden, so ist es in meinem Herzen wie brennendes FeuerFeuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich werde müde, es auszuhalten, und vermag es nicht.9 Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem NamenNamen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes FeuerFeuer, in meinen Gebeinen verschlossen, dass ich’s nicht leiden konnte, und wäre fast vergangen.
10 Denn ich habe die Verleumdung3 vieler gehört, Schrecken ringsum: „Zeigt an, so wollen wir ihn anzeigen!“ Alle meine Freunde lauern auf meinen Fall: „Vielleicht lässt er sich bereden, so dass wir ihn überwältigen und uns an ihm rächen können“.10 Denn ich höre, wie mich viele schelten und schrecken um und um. „HuiHui, verklagt ihn! Wir wollen ihn verklagen!“ sprechen alle meine Freunde und Gesellen, „ob wir ihn übervorteilen und ihm beikommen mögen und uns an ihm rächen.“
11 Aber der HERR ist mit mir wie ein gewaltiger HeldHeld, darum werden meine Verfolger stürzen und nichts vermögen4; sie werden sehr beschämt werden, weil sie nicht verständig gehandelt haben5: eine ewige Schande, die nicht vergessen werden wird. 11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker HeldHeld; darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen sehr zu Schanden werden, darum dass sie so töricht handeln; ewig wird die Schande sein, deren man nicht vergessen wird.
12 Und du, HERR der HeerscharenHeerscharen, der du den Gerechten prüfst, NierenNieren und HerzHerz siehst, lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut.12 Und nun, HERR ZebaothZebaoth, der du die Gerechten prüfst, NierenNieren und HerzHerz siehst, lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.
13 Singt dem HERRN, preist den HERRN! Denn er hat die SeeleSeele des Armen errettet aus der Hand der Übeltäter.13 Singet dem HERRN, rühmt den HERRN, der des Armen LebenLeben aus der Boshaften Händen errettet!
14 Verflucht sei der TagTag, an dem ich geboren wurde; der TagTag, da meine MutterMutter mich gebar, sei nicht gesegnet!14 Verflucht sei der TagTag, darin ich geboren bin; der TagTag müsse ungesegnet sein, darin mich meine MutterMutter geboren hat!
15 Verflucht sei der MannMann, der meinem VaterVater die frohe Botschaft brachte und sprach: „Ein männliches Kind ist dir geboren“, und der ihn hoch erfreute!15 Verflucht sei der, der meinem VaterVater gute Botschaft brachte und sprach: „Du hast einen jungen SohnSohn“, dass er ihn fröhlich machen wollte!
16 Und jener MannMann werde den Städten gleich, die der HERR umgekehrt hat, ohne es sich gereuen zu lassen; und er höre ein Geschrei am MorgenMorgen und Feldgeschrei zur Mittagszeit:16 Der MannMann müsse sein wie die Städte, die der HERR umgekehrt und ihn nicht gereut hat; und müsse des MorgensMorgens hören ein Geschrei und des Mittags ein Heulen!
17 Weil er mich nicht tötete im Mutterleib6, so dass meine MutterMutter mir zu meinem GrabGrab geworden und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!17 Dass du mich doch nicht getötet hast im Mutterleibe, dass meine MutterMutter mein GrabGrab gewesen und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!
18 Warum bin ich doch aus dem Mutterleib hervorgekommen, um Mühsal und Kummer zu sehen und dass meine TageTage in Schande vergingen? –18 Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorgekommen, dass ich solchen Jammer und Herzeleid sehen muss und meine TageTage mit Schanden zubringen!

Fußnoten

  • 1 Erlösung, Wohlfahrt
  • 2 Schrecken ringsum
  • 3 O. Schmähung
  • 4 O. nicht die Oberhand haben
  • 5 O. weil es ihnen nicht gelungen ist
  • 6 W. von Mutterleib an