Jeremia 2 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 Und das WortWort des HERRN erging an mich, indem er sprach:1 Und des HERRN WortWort geschah zu mir und sprach:
2 Geh und rufe vor den Ohren JerusalemsJerusalems und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke dir die Zuneigung deiner Jugend, die Liebe deines Brautstandes, dein WandelnWandeln hinter mir her in der WüsteWüste, im unbesäten Land.2 Gehe hin und predige öffentlich zu JerusalemJerusalem und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke, da du eine freundliche, junge DirneDirne und eine liebe BrautBraut warst, da du mir folgtest in der WüsteWüste, in dem Lande, da man nichts sät,
3 IsraelIsrael war heilig dem HERRN, der ErstlingErstling seines Ertrags; alle, die es verzehren wollten, verschuldeten sich: Unglück kam über sie, spricht der HERR. 3 da IsraelIsrael des HERRN eigen war und seine erste Frucht. Wer sie fressen wollte, musste SchuldSchuld haben, und Unglück musste über ihn kommen, spricht der HERR.
4 Hört das WortWort des HERRN, HausHaus JakobJakob und alle GeschlechterGeschlechter des Hauses IsraelIsrael! 4 Höret des HERRN WortWort, ihr vom HauseHause JakobJakob und alle GeschlechterGeschlechter vom HauseHause IsraelIsrael.
5 So spricht der HERR: Was haben eure VäterVäter Unrechtes an mir gefunden, dass sie sich von mir entfernt haben und der Nichtigkeit1 nachgegangen und nichtig geworden sind?5 So spricht der HERR: Was haben doch eure VäterVäter Unrechtes an mir gefunden, dass sie von mir wichen und hingen an den unnützen Götzen, da sie doch nichts erlangten?
6 Und sie sprachen nicht: Wo ist der HERR, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, der uns leitete in der WüsteWüste, in dem Land der Steppen und der Gruben, in dem Land der Dürre und des Todesschattens, in dem Land, durch das niemand zieht, und wo kein MenschMensch wohnt?6 und dachten nie einmal: Wo ist der HERR, der uns aus Ägyptenland führte und leitete uns in der WüsteWüste, im wilden, ungebahnten Lande, im dürren und finsteren Lande, in dem Lande, da niemand wandelte noch ein MenschMensch wohnte?
7 Und ich brachte euch in ein Land der Fruchtgefilde2, um seine Frucht und seinen Ertrag3 zu essen; und ihr kamt hin und verunreinigtet mein Land, und mein ErbteilErbteil habt ihr zum GräuelGräuel gemacht. 7 Und ich brachte euch in ein gutes Land, dass ihr äßet seine Früchte und Güter. Und da ihr hineinkamt, verunreinigtet ihr mein Land und machtet mir mein ErbeErbe zum GräuelGräuel.
8 Die PriesterPriester sprachen nicht: Wo ist der HERR? Und die das GesetzGesetz handhabten, kannten mich nicht, und die Hirten fielen von mir ab; und die ProphetenPropheten weissagten durch den BaalBaal und sind denen nachgegangen, die nichts nützen.8 Die PriesterPriester gedachten nicht: Wo ist der HERR? und die das GesetzGesetz treiben, achteten mein nicht, und die Hirten führten die Leute von mir, und die ProphetenPropheten weissagten durch BaalBaal und hingen an den unnützen Götzen.
9 Darum werde ich weiter mit euch rechten, spricht der HERR; und mit euren Kindeskindern werde ich rechten.9 Darum muss ich noch immer mit euch und mit euren Kindeskindern hadern, spricht der HERR.
10 Denn geht hinüber zu den InselnInseln der Kittäer4 und seht, und sendet nach Kedar5 und hört gut zu; und seht, ob dergleichen geschehen ist! 10 Gehet hin in die InselnInseln ChittimChittim und schauet, und sendet nach KedarKedar und merket mit Fleiß und schauet, ob’s daselbst so zugeht!
11 Hat irgend eine Nation die GötterGötter vertauscht? Und doch sind sie nicht GötterGötter6; aber mein Volk hat seine HerrlichkeitHerrlichkeit vertauscht gegen das, was nichts nützt.11 ob die HeidenHeiden ihre GötterGötter ändern, wiewohl sie doch nicht GötterGötter sind! Und mein Volk hat doch seine HerrlichkeitHerrlichkeit verändert um einen unnützen Götzen.
12 Entsetzt euch darüber, ihr HimmelHimmel, und schaudert, starrt sehr!, spricht der HERR.12 Sollte sich doch der HimmelHimmel davor entsetzen, erschrecken und sehr erbeben, spricht der HERR.
13 Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, die QuelleQuelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.13 Denn mein Volk tut eine zwiefache SündeSünde: mich, die lebendige QuelleQuelle, verlassen sie und machen sich hier und da ausgehauene BrunnenBrunnen, die doch löcherig sind und kein Wasser geben.
14 Ist IsraelIsrael ein KnechtKnecht, oder ist er ein Hausgeborener? Warum ist er zur BeuteBeute geworden?14 Ist denn IsraelIsrael ein KnechtKnecht oder leibeigen, dass er jedermanns RaubRaub sein muss?
15 Junge Löwen haben gegen ihn gebrüllt, ließen ihre Stimme hören und haben sein Land zur WüsteWüste gemacht; seine Städte sind verbrannt worden, so dass niemand darin wohnt.15 Denn Löwen brüllen über ihn und schreien und verwüsten sein Land, und seine Städte werden verbrannt, dass niemand darin wohnt.
16 Auch die Söhne von Noph7 und Tachpanches8 weideten dir den ScheitelScheitel ab.16 Dazu zerschlagen die von NophNoph und ThachpanhesThachpanhes dir den KopfKopf.
17 Ist es nicht dein Verlassen des HERRN, deines GottesGottes, zur ZeitZeit, da er dich auf dem Weg führte, das dir dieses bewirkt? 17 Solches machst du dir selbst, weil du den HERRN, deinen GottGott, verlässest, so oft er dich den rechten Weg leiten will.
18 Und nun, was hast du mit dem Weg nach Ägypten zu schaffen, um die Wasser des Sichor9 zu trinken? Und was hast du mit dem Weg nach AssyrienAssyrien zu schaffen, um die Wasser des Stromes zu trinken?18 Was hilft’s dir, dass du nach Ägypten ziehst und willst vom Wasser SihorSihor trinken? Und was hilft’s dir, dass du nach AssyrienAssyrien ziehst und willst vom Wasser EuphratEuphrat trinken?
19 Deine Bosheit züchtigt dich, und deine Abtrünnigkeiten strafen dich; so erkenne und sieh, dass es schlimm und bitter ist, dass du den HERRHERR, deinen GottGott, verlässt und dass meine Furcht nicht bei dir ist, spricht der HerrHerr, der HERRHERR der HeerscharenHeerscharen.19 Es ist deiner Bosheit SchuldSchuld, dass du so gestäupt wirst, und deines Ungehorsams, dass du so gestraft wirst. Also musst du innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen GottGott, verlassen und ihn nicht fürchten, spricht der HerrHerr HERRHERR ZebaothZebaoth.
20 Denn von alters hast du dein JochJoch zerbrochen, deine FesselnFesseln zerrissen, und hast gesagt: Ich will nicht dienen! Sondern auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum gabst du dich preis als HureHure.20 Denn du hast immerdar dein JochJoch zerbrochen und deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht so unterworfen sein! sondern auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen liefst du den Götzen nach.
21 Und ich hatte dich gepflanzt als Edelrebe, lauter echtes Gewächs10; und wie hast du dich mir verwandelt in entartete Ranken eines fremden Weinstocks!21 Ich aber hatte dich gepflanzt zu einem süßen Weinstock, einen ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn geraten zu einem bitteren, wilden Weinstock?
22 Ja, wenn du dich mit NatronNatron wüschest und viel LaugensalzLaugensalz nähmst: Schmutzig bleibt deine Ungerechtigkeit11 vor mir, spricht der HerrHerr, HERRHERR.22 Und wenn du dich gleich mit LaugeLauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so gleißt doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der HerrHerr HERRHERR.
23 Wie sprichst du: Ich habe mich nicht verunreinigt, ich bin den BaalimBaalim nicht nachgegangen? Sieh deinen Weg im TalTal, erkenne, was du getan hast, du flinke Kamelin, die rechts und links umherläuft12! 23 Wie darfst du denn sagen: Ich bin nicht unrein, ich hänge nicht an den BaalimBaalim? Siehe an, wie du es treibst im TalTal, und bedenke, wie du es ausgerichtet hast.
24 Eine Wildeselin, die WüsteWüste gewohnt, in ihrer Lustbegierde schnappt sie nach LuftLuft; ihre Brunst, wer wird sie hemmen? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht abzumüden: In ihrem Monat werden sie sie finden.24 Du läufst umher wie eine Kamelstute in der Brunst, und wie ein Wild in der WüsteWüste pflegt, wenn es vor großer Brunst lechzt und läuft, dass es niemand aufhalten kann. Wer’s wissen will, darf nicht weit laufen; am Feiertage sieht man es wohl.
25 Bewahre deinen Fuß vor dem Barfußgehen13 und deine Kehle vor dem Durst! Aber du sprichst: Es ist umsonst, nein! Denn ich liebe die Fremden, und ihnen gehe ich nach.25 Schone doch deiner Füße, dass sie nicht bloß, und deines Halses, dass er nicht durstig werde. Aber du sprichst: Da wird nichts draus; ich muss mit den Fremden buhlen und ihnen nachlaufen.
26 Wie ein DiebDieb beschämt ist, wenn er ertappt wird, so ist beschämt worden das HausHaus IsraelIsrael, sie, ihre KönigeKönige, ihre Fürsten und ihre PriesterPriester und ihre ProphetenPropheten,26 Wie ein DiebDieb zu Schanden wird, wenn er ergriffen wird, also wird das HausHaus IsraelIsrael zu Schanden werden samt ihren Königen, Fürsten, PriesternPriestern und ProphetenPropheten,
27 die zum HolzHolz sprechen: Du bist mein VaterVater, und zum Stein: Du hast mich geboren; denn sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Angesicht. Aber zur ZeitZeit ihres Unglücks sprechen sie: Steh auf und rette uns!27 die zum HolzHolz sagen: Du bist mein VaterVater, – und zum Stein: Du hast mich gezeugtgezeugt. Denn sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not hergeht, sprechen sie: Auf, und hilf uns!
28 Wo sind nun deine GötterGötter, die du dir gemacht hast? Mögen sie aufstehen, ob sie dich retten können zur ZeitZeit deines Unglücks! Denn so zahlreich wie deine Städte sind deine GötterGötter geworden, JudaJuda.28 Wo sind aber dann deine GötterGötter, die du dir gemacht hast? Heiße sie aufstehen; lass sehen, ob sie dir helfen können in deiner Not! Denn so manche Stadt, so manchen GottGott hast du, JudaJuda.
29 Warum rechtet ihr mit mir? Allesamt seid ihr von mir abgefallen, spricht der HERR.29 Was wollt ihr noch recht haben wider mich? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HERR.
30 Vergeblich habe ich eure KinderKinder geschlagen, sie haben keine ZuchtZucht angenommen; euer SchwertSchwert hat eure ProphetenPropheten gefressen wie ein verderbender LöweLöwe. 30 Alle Schläge sind verloren an euren KindernKindern; sie lassen sich doch nicht ziehen. Denn euer SchwertSchwert frisst eure ProphetenPropheten wie ein wütiger LöweLöwe.
31 O GeschlechtGeschlecht, das ihr seid, hört das WortWort des HERRN! Bin ich für IsraelIsrael eine WüsteWüste gewesen oder ein Land tiefer FinsternisFinsternis? Warum spricht mein Volk: Wir schweifen umher, wir kommen nicht mehr zu dir? 31 Du böse Art, merke auf des HERRN WortWort! Bin ich denn für IsraelIsrael eine WüsteWüste oder ödes Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir sind die Herren und müssen dir nicht nachlaufen?
32 Vergisst auch eine JungfrauJungfrau ihres SchmuckesSchmuckes, eine BrautBraut ihres GürtelsGürtels? Aber mein Volk hat meiner vergessen TageTage ohne Zahl.32 Vergisst doch eine JungfrauJungfrau ihres SchmuckesSchmuckes nicht noch eine BrautBraut ihres SchleiersSchleiers; aber mein Volk vergisst mein ewiglich.
33 Wie schön richtest du deinen Weg ein, um Liebe zu suchen! Darum hast du deine Wege auch an böse Taten gewöhnt.33 Was beschönst du viel dein Tun, dass ich dir gnädig sein soll? Unter solchem Schein treibst du je mehr und mehr Bosheit.
34 Ja, an den Säumen deiner KleiderKleider findet sich das BlutBlut14 unschuldiger ArmerArmer; und nicht beim Einbruch hast du sie betroffen15, sondern wegen all jener Dinge16 hast du es getan. 34 Überdas findet man BlutBlut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an allen Orten, und das ist nicht heimlich, sondern offenbar an diesen Orten.
35 Und du sagst17: Ich bin unschuldig, ja, sein ZornZorn hat sich von mir abgewandt. Siehe, ich werde GerichtGericht an dir üben, weil du sagst: Ich habe nicht gesündigt.35 Doch sprichst du: Ich bin unschuldig; er wende seinen ZornZorn von mir. Siehe, ich will mit dir rechten, dass du sprichst: Ich habe nicht gesündigt.
36 Was läufst du so sehr, um deinen Weg zu ändern? Auch wegen Ägypten wirst du beschämt werden, wie du wegen AssyrienAssyrien beschämt worden bist;36 Wie weichst du doch so gern und läufst jetzt dahin, jetzt hierher! Aber du wirst an Ägypten zu Schanden werden, wie du an AssyrienAssyrien zu Schanden geworden bist.
37 auch von diesen wirst du weggehen mit deinen Händen auf deinem HauptHaupt. Denn der HERR verwirft die, auf die du vertraust, und es wird dir mit ihnen nicht gelingen.37 Denn du musst von dort auch wegziehen und deine Hände über dem HauptHaupt zusammenschlagen; denn der HERR wird deine HoffnungHoffnung trügen lassen, und nichts wird dir bei ihnen gelingen.

Fußnoten

  • 1 d.h. den nichtigen Götzen; vergl. Kap. 16,19
  • 2 Eig. in ein Gartenland
  • 3 W. sein Gut
  • 4 d.h. nach Westen; s. die Anm. zu Hes. 27,6
  • 5 d.h. nach Osten; s. die Anm. zu Hes. 27,21
  • 6 O. Nichtgötter; wie Kap. 5,7
  • 7 S. die Anm. zu Hes. 30,13
  • 8 S. die Anm. zu Hes. 30,18
  • 9 S. die Anm. zu Jes. 23,3
  • 10 Eig. echter Same (Setzling)
  • 11 O. Schuld
  • 12 Eig. die ihre Wege kreuzt
  • 13 d.h. viell.: Laufe dir die Schuhe nicht ab durch das Rennen nach den Götzen
  • 14 W. Blut von Seelen
  • 15 Vergl. 2. Mose 22,2
  • 16 d.h. wegen deines Abfalls und deines Götzendienstes
  • 17 O. mit veränderter Interpunktion: ... hast du sie betroffen. Aber trotz alledem sagst du usw.