Sprüche 7 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.2 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ansicht

1 Mein SohnSohn, bewahre meine WorteWorte, und meine GeboteGebote birg bei dir; 2 bewahre meine GeboteGebote und lebe, und meine Belehrung wie deinen AugapfelAugapfel. 3 Binde sie um deine Finger, schreibe sie auf die TafelTafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester! Und nenne den Verstand deinen Verwandten; 5 damit sie dich vor der fremden FrauFrau bewahre, vor der Fremden1, die ihre WorteWorte glättet.

6 Denn an dem FensterFenster meines Hauses schaute ich durch mein GitterGitter hinaus; 7 und ich sah unter den Einfältigen, bemerkte unter den Söhnen einen unverständigen2 Jüngling, 8 der auf der Straße hin und her ging, neben ihrer Ecke, und den Weg zu ihrem HausHaus schritt, 9 in der Dämmerung, am AbendAbend des TagesTages, in der Mitte der NachtNacht und in der DunkelheitDunkelheit. 10 Und siehe, eine FrauFrau kam ihm entgegen im AnzugAnzug einer HureHure und mit verstecktem Herzen. – 11 Sie ist leidenschaftlich und unbändig, ihre Füße bleiben nicht in ihrem HausHaus; 12 bald ist sie draußen, bald auf den Straßen, und neben jeder Ecke lauert sie. – 13 Und sie ergriff ihn und küsste ihn, und mit unverschämtem Angesicht sprach sie zu ihm: 14 FriedensopferFriedensopfer lagen mir auf, heute habe ich meine GelübdeGelübde bezahlt; 15 darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um dein Angesicht zu suchen, und ich habe dich gefunden. 16 Ich habe mein BettBett mit Teppichen bereitet, mit bunten Decken von ägyptischem Garn; 17 ich habe mein LagerLager mit MyrrheMyrrhe, AloeAloe und ZimtZimt benetzt. 18 Komm, wir wollen uns in Liebe berauschen bis an den MorgenMorgen, uns an Liebkosungen ergötzen. 19 Denn der MannMann ist nicht zu HauseHause, er ist auf eine weite Reise gegangen; 20 er hat den Geldbeutel in seine Hand genommen, am TagTag des Vollmonds wird er heimkehren. 21 Sie verleitete ihn durch ihr vieles Zureden, riss ihn fort durch die Glätte ihrer Lippen. 22 Auf einmal ging er ihr nach, wie ein OchseOchse zur Schlachtbank geht und wie FußfesselnFußfesseln zur ZüchtigungZüchtigung des Narren dienen3, 23 bis ein PfeilPfeil seine LeberLeber zerspaltet; wie ein VogelVogel zur SchlingeSchlinge eilt und nicht weiß, dass es sein LebenLeben gilt.

24 Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich, und horcht auf die WorteWorte meines Mundes! 25 Dein HerzHerz wende sich nicht nach ihren Wegen ab, und irre nicht umher auf ihren Pfaden! 26 Denn viele Erschlagene hat sie niedergestreckt, und zahlreich sind alle ihre Ermordeten. 27 Ihr HausHaus sind Wege zum ScheolScheol, die zu den Kammern des TodesTodes hinabführen.

Fußnoten

  • 1 Eig. Ausländerin
  • 2 Eig. des Verstandes bar; so auch Kap. 6,32; 9,4; 10,13 und öfter
  • 3 Wahrsch. ist zu l.: und wie ein Narr zur Züchtigung in Fußfesseln