Jesaja 33 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.3 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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ELB-BK Luther 1912
1 WeheWehe dir, Verwüster, und du selbst wurdest nicht verwüstet; und dir, Räuber1, und man hat dich nicht beraubt! Sobald du das Verwüsten vollendet hast, wirst du verwüstet werden; sobald du mit dem Rauben fertig bist2, wirst du beraubt werden.1 WehWeh aber dir, du Verstörer! Meinst du, du werdest nicht verstört werden? Und du RäuberRäuber? meinst du, man werde dich nicht berauben? Wenn du das Verstören vollendet hast, so wirst du auch verstört werden; wenn du des Raubens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder berauben.
2 HERR, sei uns gnädig! Auf dich harren wir; sei ihr ArmArm jeden MorgenMorgen, ja, unsere Rettung zur ZeitZeit der BedrängnisBedrängnis! –2 HERR, sei uns gnädig, denn auf dich harren wir; sei ihr ArmArm alle MorgenMorgen, dazu unser HeilHeil zur ZeitZeit der TrübsalTrübsal!
3 Vor dem Brausen deines3 Getümmels entfliehen die Völker, vor deiner Erhebung zerstreuen sich die NationenNationen.3 Lass fliehen die Völker vor dem großen Getümmel und die HeidenHeiden zerstreut werden, wenn du dich erhebst.
4 Und weggerafft wird eure BeuteBeute, wie die Heuschrecken wegraffen; wie Heuschrecken rennen, rennt man darauf los.4 Da wird man euch aufraffen wie einen RaubRaub, wie man die Heuschrecken aufrafft und wie die Käfer zerscheucht werden, wenn man sie überfällt.
5 Der HERR ist hocherhaben; denn er wohnt in der HöheHöhe, er füllt ZionZion mit Recht und GerechtigkeitGerechtigkeit. 5 Der HERR ist erhaben; denn er wohnt in der HöheHöhe. Er hat ZionZion voll GerichtGericht und GerechtigkeitGerechtigkeit gemacht.
6 Und es wird Festigkeit deiner Zeiten4, Fülle von Rettung, von Weisheit und ErkenntnisErkenntnis geben; die Furcht des HERRN wird sein5 SchatzSchatz sein.6 Und es wird zu deiner ZeitZeit GlaubeGlaube sein, Reichtum an HeilHeil, Weisheit und Klugheit; die Furcht des HERRN wird sein SchatzSchatz sein.
7 Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Friedensboten weinen bitterlich.7 Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
8 Die Straßen sind verödet, der Wanderer feiert. Er hat den BundBund gebrochen, die Städte verachtet, keines Menschen geachtet. 8 Die Steige sind wüst; es geht niemand mehr auf der Straße. Er hält weder TreueTreue noch Glauben; er verwirft die Städte und achtet der Leute nicht.
9 Es trauert, es schmachtet das Land; der LibanonLibanon steht beschämt da, er verdorrt; SaronSaron ist einer SteppeSteppe gleich geworden, und BasanBasan und KarmelKarmel schütteln ihr Laub ab.9 Das Land liegt kläglich und jämmerlich, der LibanonLibanon steht schändlich zerhauen, und SaronSaron ist wie eine WüsteWüste, und BasanBasan und KarmelKarmel ist öde.
10 Nun will ich aufstehen, spricht der HERR; nun will ich mich emporrichten, nun mich erheben.10 Nun will ich mich aufmachen, spricht der HERR; nun will ich mich emporrichten, nun will ich mich erheben.
11 Ihr geht schwanger mit Heu, StoppelnStoppeln werdet ihr gebären; euer Schnauben ist ein FeuerFeuer, das euch verzehren wird.11 Mit StrohStroh gehet ihr schwanger, StoppelnStoppeln gebäret ihr; FeuerFeuer wird euch mit eurem Mut verzehren.
12 Und die Völker werden zu Kalkbränden, wie abgehauene DornenDornen, die im FeuerFeuer verbrannt werden. 12 Und die Völker werden zu KalkKalk verbrannt werden, wie man abgehauene DornenDornen mit FeuerFeuer ansteckt.
13 Hört, ihr Fernen, was ich getan, und ihr Nahen, erkennt meine MachtMacht!13 So höret nun ihr, die ihr ferne seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Stärke.
14 Die Sünder in ZionZion sind erschrocken6, Beben hat die Gesetzlosen ergriffen. „Wer von uns kann sich bei verzehrendem FeuerFeuer aufhalten? Wer von uns kann sich bei ewigen Gluten aufhalten?“ – 14 Die Sünder zu ZionZion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen [und sie sprechen]: Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden FeuerFeuer wohnen möge? wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne?
15 Wer in GerechtigkeitGerechtigkeit7 wandelt und Aufrichtigkeit8 redet; wer den GewinnGewinn der Bedrückungen verschmäht; wer seine Hände schüttelt, um keine Bestechung anzunehmen; wer sein OhrOhr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören, und seine AugenAugen verschließt, um Böses nicht zu sehen:15 Wer in GerechtigkeitGerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasst samt dem Geiz und seine Hände abzieht, dass er nicht GeschenkeGeschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, dass er nicht Blutschulden höre, und seine AugenAugen zuhält, dass er nichts Arges sehe:
16 der wird auf Höhen wohnen, Felsenfestungen sind seine BurgBurg; sein BrotBrot wird ihm dargereicht, sein Wasser versiegt nie9.16 der wird in der HöheHöhe wohnen, und Felsen werden seine FesteFeste und Schutz sein. Sein BrotBrot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiss.
17 Deine AugenAugen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land.17 Deine AugenAugen werden den König sehen in seiner Schöne; du wirst das Land erweitert sehen,
18 Dein HerzHerz wird des Schreckens gedenken: Wo ist der Schreiber10? Wo der Wäger11? Wo der, der die Türme zählte? 18 dass sich dein HerzHerz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die Schreiber? Wo sind die Vögte? Wo sind die, die die Türme zählten?
19 Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk von unverständlicher Sprache12, dass man sie nicht vernehmen, von stammelnder Zunge, die man nicht verstehen kann.19 Du wirst das starke Volk nicht mehr sehen, das Volk von tiefer Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man nicht verstehen kann.
20 Schau ZionZion an, die Stadt unserer Festversammlungen! Deine AugenAugen werden JerusalemJerusalem sehen, eine ruhige13 Wohnstätte, ein ZeltZelt, das nicht wandern wird, dessen Pflöcke ewiglich nicht herausgezogen, und von dessen Seilen keines je losgerissen werden wird; – 20 Schaue ZionZion, die Stadt unserer FesteFeste! Deine AugenAugen werden JerusalemJerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine HütteHütte, die nicht weggeführt wird; ihre NägelNägel sollen nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile keines zerrissen werden.
21 sondern dort ist ein Mächtiger14, der HERR, bei unsERR">15; – ein Ort von Flüssen, von breiten Strömen16: Kein Ruderschiff kommt hinein, und durch denselben zieht kein mächtiges SchiffSchiff.21 Denn der HERR wird mächtig daselbst bei uns sein, gleich als wären da weite Wassergräben, darüber kein SchiffSchiff mit Rudern fahren noch Galeeren schiffen können.
22 Denn der HERR ist unser RichterRichter, der HERR unser Feldherr17, der HERR unser König; er wird uns retten. –22 Denn der HERR ist unser RichterRichter, der HERR ist unser Meister1, der HERR ist unser König; der hilft uns!
23 Schlaff hängen deine TaueTaue; sie halten nicht fest das Gestell ihres Mastes, halten das Segel nicht ausgebreitet. – Dann wird ausgeteilt des RaubesRaubes BeuteBeute in Menge, selbst Lahme plündern die BeuteBeute.23 Lasst sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fähnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel köstlicher RaubRaub ausgeteilt werden, also dass auch die Lahmen raubenrauben werden.
24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volk, das darin wohnt, wird die Ungerechtigkeit vergebenvergeben sein. – 24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, das darin wohnt, wird VergebungVergebung der SündeSünde haben.

Fußnoten

  • 1 S. die Anm. zu Kap. 21,2
  • 2 Eig. zum Ziel gekommen bist
  • 3 Eig. eines
  • 4 d.h. Zeitverhältnisse, Geschicke; wie Ps. 31,15
  • 5 d.i. Israels
  • 6 O. zittern
  • 7 Eig. in Gerechtigkeiten, d.h. in Betätigungen der Gerechtigkeit
  • 8 O. Redlichkeit
  • 9 Eig. ist beständig
  • 10 d.h. der Schätzer bei der Tributerhebung
  • 11 der das Gewicht des eingezahlten Geldes prüfte
  • 12 W. Lippe; wie Kap. 28,11
  • 13 Zugl.: sorglose
  • 14 Zugl.: ein Herrlicher
  • 15 Eig. haben wir einen Mächtigen, HERR
  • 16 O. Kanälen
  • 17 And. üb.: Gesetzgeber

Fußnoten

  • 1 besser: Gesetzgeber