Prediger 10 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.2 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ansicht

1 Tote Fliegen1 machen das ÖlÖl des SalbenmischersSalbenmischers stinkend und gärend: Ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit und Ehre.

2 Des Weisen HerzHerz2 ist nach seiner Rechten, und des Toren HerzHerz nach seiner Linken gerichtet. 3 Und auch wenn der TorTor auf dem Weg wandelt, fehlt ihm der Verstand, und er sagt allen, er sei ein TorTor3.

4 Wenn der ZornZorn des Herrschers gegen dich aufsteigt, so verlass deine Stelle nicht; denn Gelassenheit verhindert4 große Sünden.

5 Es gibt ein Übel, das ich unter der SonneSonne gesehen habe, wie ein Irrtum, der von dem MachthaberMachthaber ausgeht: 6 Die Torheit wird in große Würden eingesetzt5, und ReicheReiche sitzen in Niedrigkeit. 7 Ich habe KnechteKnechte auf Pferden gesehen, und Fürsten, die wie KnechteKnechte zu Fuß6 gingen.

8 Wer eine GrubeGrube gräbt, kann hineinfallen; und wer eine Mauer einreißt, den kann eine SchlangeSchlange beißen. 9 Wer SteineSteine bricht, kann sich daran verletzen; wer HolzHolz spaltet, kann sich dadurch gefährden.

10 Wenn das EisenEisen stumpf geworden ist, und er hat die Schneide nicht geschliffen, so muss er seine Kräfte mehr anstrengen; aber die Weisheit ist vorteilhaft, um etwas in Stand zu setzen7.

11 Wenn die SchlangeSchlange beißt, eheehe die BeschwörungBeschwörung da ist, so hat der BeschwörerBeschwörer keinen Nutzen.

12 Die WorteWorte des Mundes eines Weisen sind Anmut, aber die Lippen eines Toren verschlingen ihn. 13 Der AnfangAnfang der WorteWorte seines Mundes ist Torheit, und das Ende seiner Rede8 ist schlimmer Unsinn9. 14 Und der TorTor machtmacht viele WorteWorte, doch weiß der MenschMensch nicht, was sein wird; und was nach ihm sein wird, wer wird es ihm offenbaren? 15 Die Mühe des Toren machtmacht ihn müde, ihn, der nicht einmal nach der Stadt zu gehen weiß.

16 WeheWehe dir, Land, dessen König ein Knabe ist und dessen Fürsten am MorgenMorgen schmausen10! 17 Glücklich, du Land, dessen König ein SohnSohn der Edlen ist, und dessen Fürsten zu rechter ZeitZeit speisen, als Männer und nicht als Schwelger11!

18 Durch Faulenzen senkt sich das Gebälk, und durch Lässigkeit der Hände tropft das HausHaus.

19 Um sich zu belustigen, hält man Mahlzeiten, und WeinWein erheitert das LebenLeben, und das GeldGeld gewährt alles.

20 Auch in deinen Gedanken fluchefluche dem König nicht, und in deinen Schlafgemächern fluchefluche nicht dem Reichen; denn die VögelVögel des HimmelsHimmels möchten die Stimme entführen, und das Geflügelte das WortWort anzeigen.

Fußnoten

  • 1 O. Giftige Fliegen; eig. Fliegen des Todes
  • 2 Zugl.: Verstand
  • 3 d.h. er trägt seine Torheit zur Schau
  • 4 Eig. lässt ruhen (fahren)
  • 5 W. auf große Höhen gestellt
  • 6 W. auf der Erde
  • 7 And. üb.: um Gelingen zu haben, oder: um etwas gelingen zu machen
  • 8 Eig. seines Mundes
  • 9 Eig. schlimme Tollheit
  • 10 Eig. speisen, wie V. 17
  • 11 Eig. mit Mannhaftigkeit und nicht mit Betrinken