Prediger 8 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 1.2 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Ansicht

1 Wer ist wie der WeiseWeise? Und wer versteht die Deutung der Dinge? Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht, und der Trotz seines Angesichts wird verwandelt. 2 Ich sagesage: Habe achtacht auf den Befehl des Königs, und zwar wegen des EidesEides GottesGottes. 3 Übereile dich nicht, von ihm wegzugehen, lass dich nicht ein in eine böse Sache, denn er tut alles, was er will; 4 weil des Königs WortWort eine MachtMacht1 ist, und wer will zu ihm sagen: Was tust du? 5 Wer das Gebot hält, wird nichts Böses erfahren, und eines Weisen HerzHerz kennt2 ZeitZeit und richterliche Entscheidung. 6 Denn für jede Sache gibt es eine ZeitZeit und eine richterliche Entscheidung; denn das Unglück des Menschen lastet schwer3 auf ihm; 7 denn er weiß nicht, was werden wird; denn wer sollte ihm offenbaren, wie es werden wird? 8 Kein MenschMensch hat MachtMacht über den WindWind4, den WindWind5 zurückzuhalten; und niemand hat MachtMacht6 über den TagTag des TodesTodes; und keine Entlassung gibt es im Krieg; und die Gottlosigkeit wird den nicht retten, der sie übt7. 9 Das alles habe ich gesehen und habe mein HerzHerz auf alles Tun gerichtet, das unter der SonneSonne geschieht, zur ZeitZeit, wo der MenschMensch über die Menschen herrscht zu ihrem Unglück.

10 Und dann habe ich Gottlose gesehen, die begraben wurden und zur RuheRuhe eingingen; diejenigen aber, die recht gehandelt hatten, mussten von der heiligen Stätte wegziehen und wurden in der Stadt vergessen. Auch das ist Eitelkeit. 11 Weil das Urteil über böse Taten nicht schnell vollzogen wird, darum ist das HerzHerz der Menschenkinder in ihnen voll, Böses zu tun; 12 weil ein Sünder hundertmal Böses tut und doch seine TageTage verlängert – obwohl ich weiß, dass es denen, die GottGott fürchten, wohlgehen wird, weil sie sich8 vor ihm fürchten; 13 aber dem Gottlosen wird es nicht wohlgehen, und er wird, dem Schatten gleich, seine TageTage nicht verlängern, weil er sich vor GottGott nicht fürchtet. 14 Es ist eine Eitelkeit, die auf der ErdeErde geschieht: dass es Gerechte gibt, denen nach dem Tun der Gottlosen widerfährt, und dass es Gottlose gibt, denen nach dem Tun der Gerechten widerfährt. Ich sagte, dass auch das Eitelkeit sei. 15 Und ich pries die FreudeFreude, weil es für den Menschen nichts Besseres unter der SonneSonne gibt, als zu essenessen und zu trinken und sich zu freuen; und dies wird9 ihn begleiten bei seiner Mühe, die TageTage seines LebensLebens hindurch, die GottGott ihm unter der SonneSonne gegeben hat.

16 Als ich mein HerzHerz darauf richtete, Weisheit zu erkennen und das Treiben10 zu besehen, das auf der ErdeErde geschieht (denn weder bei TagTag noch bei NachtNacht sieht er11 den Schlaf mit seinen AugenAugen) 17 da habe ich bezüglich des ganzen WerkesWerkes GottesGottes gesehen, dass der MenschMensch das Werk nicht zu erfassen12 vermag, das unter der SonneSonne geschieht, indem der MenschMensch sich abmüht es zu suchen, aber es nicht erfasst. Und selbst wenn der WeiseWeise es zu erkennen meint13, vermag er es doch nicht zu erfassen.

Fußnoten

  • 1 Eig. machtgebietend
  • 2 O. wird erfahren
  • 3 O. denn das Böse des Menschen wird groß
  • 4 O. Geist
  • 5 O. Geist
  • 6 Eig. ist machtgebietend
  • 7 Eig. wird ihren Herrn nicht retten
  • 8 O. die sich
  • 9 O. möge
  • 10 S. die Anm. zu Kap. 1,13
  • 11 nämlich der Mensch
  • 12 Eig. zu erreichen, zu dem Werk hinzugelangen; so auch nachher
  • 13 O. sich vornimmt