Matthäus 13 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Mt 13

1 An jenem TagTag aber ging JesusJesus aus dem HausHaus hinaus und setzte sich an den See. [Mk 4,1-20; Lk 8,4-18] 2 Und es versammelten sich große Volksmengen zu ihm, so dass er in ein SchiffSchiff stieg und sich setzte; und die ganze Volksmenge stand am Ufer. 3 Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Säemann ging aus zu säensäen; 4 und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und die VögelVögel kamen und fraßen es auf. 5 Anderes aber fiel auf das Steinichte, wo es nicht viel ErdeErde hatte; und sogleich ging es auf, weil es nicht tiefe ErdeErde hatte. 6 Als aber die SonneSonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Anderes aber fiel unter die DornenDornen; und die DornenDornen schossen auf und erstickten es. 8 Anderes aber fiel auf die gute ErdeErde und gab Frucht: das eine hundert-, das andere sechzig-, das andere dreißigfach. 9 Wer Ohren hat [zu hören], der höre!

10 Und die JüngerJünger traten herzu und sprachensprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? 11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des ReichesReiches der HimmelHimmel zu wissenwissen, jenen aber ist es nicht gegeben; 12 denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst was er hat genommen werden. 13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören, noch verstehen; 14 und es wird an ihnen die Weissagung JesaiasJesaias' erfüllt, die sagt: „Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; [Jes 6,9-10] 15 denn das HerzHerz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre AugenAugen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den AugenAugen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehrenbekehren, und ich sie heileheile“.1 16 Glückselig aber eure AugenAugen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören; 17 denn wahrlich, ich sage euch: Viele ProphetenPropheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

18 Hört ihr nun das GleichnisGleichnis vom Säemann. 19 So oft jemand das WortWort vom ReichReich hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in sein HerzHerz gesät war; dieser ist es, der an den Weg gesät ist. 20 Der aber auf das Steinichte gesät ist, dieser ist es, der das WortWort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt; 21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist nur für eine ZeitZeit; und wenn DrangsalDrangsal entsteht oder Verfolgung um des WortesWortes willen, sogleich ärgert er sich2. 22 Der aber unter die DornenDornen gesät ist, dieser ist es, der das WortWort hört, und die Sorge dieses LebensLebens3 und der Betrug des Reichtums ersticken das WortWort, und er4 bringt keine Frucht5. 23 Der aber auf die gute ErdeErde gesät ist, dieser ist es, der das WortWort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt; und der eine trägt hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißigfach.

24 Ein anderes GleichnisGleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das ReichReich der HimmelHimmel ist einem Menschen gleich geworden, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte UnkrautUnkraut6 mitten unter den WeizenWeizen und ging weg. 26 Als aber die SaatSaat aufsprosste und Frucht brachte, da erschien auch das UnkrautUnkraut. 27 Es kamen aber die KnechteKnechte des HausherrnHausherrn hinzu und sprachensprachen zu ihm: HerrHerr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn UnkrautUnkraut? 28 Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger MenschMensch hat dies getan. Die KnechteKnechte aber sprachensprachen zu ihm: Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen? 29 Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des UnkrautsUnkrauts zugleich mit demselben den WeizenWeizen ausrauft. 30 Lasst es beides zusammen wachsen bis zur ErnteErnte, und zur ZeitZeit der ErnteErnte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das UnkrautUnkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den WeizenWeizen aber sammelt in meine ScheuneScheune.

31 Ein anderes GleichnisGleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das ReichReich der HimmelHimmel ist gleich einem SenfkornSenfkorn, das ein MenschMensch nahm und auf seinen Acker säte; [Mk 4,31-34; Lk 13,18; Lk 13,19] 32 das zwar kleiner ist als alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter7 und wird ein Baum, so dass die VögelVögel des HimmelsHimmels kommen und sich niederlassen8 in seinen Zweigen. [Mk 4,31-34; Lk 13,18; Lk 13,19]

33 Ein anderes GleichnisGleichnis redete er zu ihnen: Das ReichReich der HimmelHimmel ist gleich einem SauerteigSauerteig, den eine FrauFrau nahm und unter dreidrei MaßMaß MehlMehl verbarg, bis es ganz durchsäuert war.

34 Dies alles redete JesusJesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne GleichnisGleichnis redete er nicht zu ihnen, 35 damit erfüllt würde, was durch den ProphetenPropheten geredet ist, der spricht: „Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der WeltWelt an verborgen war“.9

36 Dann entließ er die Volksmengen und kam in das HausHaus; und seine JüngerJünger traten zu ihm und sprachensprachen: Deute uns das GleichnisGleichnis vom UnkrautUnkraut des Ackers. 37 Er aber antwortete und sprach: Der den guten Samen sät, ist der SohnSohn des Menschen, 38 der Acker aber ist die WeltWelt; der gute Same aber, dies sind die Söhne des ReichesReiches, das UnkrautUnkraut aber sind die Söhne des Bösen; 39 der Feind aber, der es gesät hat, ist der TeufelTeufel; die ErnteErnte aber ist die Vollendung des ZeitaltersZeitalters, die Schnitter aber sind EngelEngel. 40 Wie nun das UnkrautUnkraut zusammengelesen und im FeuerFeuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des ZeitaltersZeitalters sein. 41 Der SohnSohn des Menschen wird seine EngelEngel aussenden, und sie werden aus seinem ReichReich alle Ärgernisse zusammenlesen und die das GesetzloseGesetzlose10 tun; 42 und sie werden sie in den FeuerofenFeuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die SonneSonne in dem ReichReich ihres VatersVaters. Wer Ohren hat [zu hören], der höre!

44 Das ReichReich der HimmelHimmel ist gleich einem im Acker verborgenen SchatzSchatz, den ein MenschMensch fand und verbarg; und vor FreudeFreude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.

45 Wiederum ist das ReichReich der HimmelHimmel gleich einem Kaufmann, der schöne PerlenPerlen sucht; 46 als er aber eine sehr kostbare PerlePerle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

47 Wiederum ist das ReichReich der HimmelHimmel gleich einem NetzNetz11, das ins MeerMeer geworfen wurde und von jeder Gattung zusammenbrachte, 48 das sie, als es voll war, ans Ufer heraufgezogen hatten; und sie setzten sich nieder und lasen die Guten in Gefäße zusammen, aber die Faulen warfen sie aus. 49 So wird es in der Vollendung des ZeitaltersZeitalters sein: Die EngelEngel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern, 50 und sie in den FeuerofenFeuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.

51 [JesusJesus spricht zu ihnen:] Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja, [HerrHerr]. 52 Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder SchriftgelehrteSchriftgelehrte, der im ReichReich der HimmelHimmel unterrichtet ist12, gleich einem HausherrnHausherrn, der aus seinem SchatzSchatz NeuesNeues und AltesAltes hervorbringt.

53 Und es geschah, als JesusJesus diese Gleichnisse vollendetvollendet hatte, ging er von dort weg. 54 Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer SynagogeSynagoge, so dass sie sehr erstaunten und sprachensprachen: Woher diesem diese Weisheit und die Wunderwerke? [Mk 6,1-6] 55 Ist dieser nicht der SohnSohn des ZimmermannsZimmermanns? Heißt nicht seine MutterMutter MariaMaria, und seine BrüderBrüder JakobusJakobus und JosephJoseph und SimonSimon und JudasJudas? 56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher nun diesem dies alles? 57 Und sie ärgerten sich an ihm. JesusJesus aber sprach zu ihnen: Ein ProphetProphet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und in seinem HausHaus. 58 Und er tat dort nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens.

Fußnoten

  • 1 Jes. 6,9.10
  • 2 O. stößt er sich, nimmt er Anstoß. So auch später, wo dieser Ausdruck vorkommt
  • 3 W. Zeitalters
  • 4 O. es
  • 5 W. er (es) wird unfruchtbar
  • 6 Eig. Lolch, ein dem Weizen ähnliches Unkraut; so auch V. 26.27 usw.
  • 7 O. Gartengewächse
  • 8 O. nisten
  • 9 Ps. 78,2
  • 10 W. die Gesetzlosigkeit
  • 11 Eig. einem Ziehgarn, Schleppnetz
  • 12 O. ein Schüler des Reiches der Himmel geworden ist