Lukas 22 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Lk 22

1 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten BroteFest der ungesäuerten Brote, das PassahPassah genannt wird. [Mt 26,1-5; Mt 26,14-16; Mk 14,1; Mk 14,2; Mk 14,10; Mk 14,11] 2 Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbrächten, denn sie fürchteten das Volk. 3 Aber SatanSatan fuhr in JudasJudas, der IskariotIskariot zubenamt ist, der aus der Zahl der Zwölf war. 4 Und er ging hin und besprach sich mit den Hohenpriestern und Hauptleuten, wie er ihn denselben überliefere. 5 Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm GeldGeld zu geben. 6 Und er versprach es und suchte eine Gelegenheit, um ihn denselben zu überliefern ohne Volksauflauf1.

7 Es kam aber der TagTag der ungesäuerten BroteBrote, an dem das PassahPassah geschlachtet werden musste. [Mt 26,17-19; Mk 14,12-16] 8 Und er sandte PetrusPetrus und JohannesJohannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das PassahPassah, damit wir es essenessen. 9 Sie aber sprachensprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir es bereiten? 10 Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein MenschMensch begegnen, der einen KrugKrug Wasser trägt; folgt ihm in das HausHaus, wo er hineingeht. 11 Und ihr sollt zu dem HerrnHerrn des Hauses sagen: Der LehrerLehrer sagt dir: Wo ist das GastzimmerGastzimmer, wo ich mit meinen JüngernJüngern das PassahPassah essenessen mag? 12 Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Obersaal zeigen; dort bereitet. 13 Als sie aber hingingen, fanden sie es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das PassahPassah.

14 Und als die StundeStunde gekommen war, legte er sich zu Tisch, und die [zwölf] ApostelApostel mit ihm. [Mt 26,20; Mk 14,17] 15 Und er sprach zu ihnen: Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses PassahPassah mit euch zu essenessen, eheehe ich leideleide. 16 Denn ich sagesage euch, dass ich von nun an nicht mehr davon essenessen werde, bis es erfüllt sein wird im Reich GottesReich Gottes. 17 Und er nahm einen KelchKelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch. 18 Denn ich sagesage euch, dass ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich GottesReich Gottes komme. 19 Und er nahm BrotBrot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird; dieses tut zu meinem Gedächtnis! [Mt 26,26-29; Mk 14,22-25] 20 Desgleichen auch den KelchKelch nach dem Mahl und sagte: Dieser KelchKelch ist der neueneue BundBund in meinem BlutBlut, das für euch vergossen wird. [Mt 26,26-29; Mk 14,22-25] 21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich überliefert, ist mit mir über Tische. [Mt 26,21-25; Mk 14,18-21; Joh 13,21-30] 22 Und der Sohnder Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es beschlossen ist; wehewehe aber jenem Menschen, durch den er überliefert wird! 23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, wer es wohl von ihnen sein möchte, der dies tun werde.

24 Es entstand aber auch ein StreitStreit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten2 zu halten sei. 25 Er aber sprach zu ihnen: Die KönigeKönige der NationenNationen herrschen über dieselben, und die GewaltGewalt über sie üben werden WohltäterWohltäter genannt. 26 Ihr aber nicht so; sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste3, und der Leiter wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende. 28 Ihr aber seid es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen VersuchungenVersuchungen; 29 und ich verordne euch, wie mein VaterVater mir verordnet hat, ein ReichReich, 30 damit ihr esst und trinkt an meinem Tisch in meinem ReichReich und auf Thronen sitzt, richtend die zwölf Stämme Israelszwölf Stämme Israels.

31 Der HerrHerr aber sprach: SimonSimon, SimonSimon! Siehe, der SatanSatan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den WeizenWeizen. [Mt 26,31-35; Mk 14,27-31; Joh 13,36-38] 32 Ich aber habe für dich gebetet, damit dein GlaubeGlaube nicht aufhöre; und du, bist du einsteinst zurückgekehrt, so stärke deine BrüderBrüder. 33 Er aber sprach zu ihm: HerrHerr, mit dir bin ich bereit auch ins GefängnisGefängnis und in den TodTod zu gehen. 34 Er aber sprach: Ich sagesage dir, PetrusPetrus, der HahnHahn wird heute nicht krähen, eheehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst. 35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ohne Börse und TascheTasche und SandalenSandalen sandte, mangelte euch wohl etwas? Sie aber sagten: Nichts. 36 Er sprach nun zu ihnen: Aber jetzt, wer eine Börse hat, der nehme sie und ebenso eine TascheTasche, und wer keine hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein SchwertSchwert; 37 denn ich sagesage euch, dass noch dieses, was geschrieben steht, an mir erfüllt werden muss: „Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden“;4 denn auch das, was mich betrifft, hat eine Vollendung. [Jes 53,12] 38 Sie aber sprachensprachen: HerrHerr, siehe, hier sind zwei SchwerterSchwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.

39 Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach an den ÖlbergÖlberg; es folgten ihm aber auch die JüngerJünger. [Mt 26,36-46; Mk 14,32-42; Joh 18,1] 40 Als er aber an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in VersuchungVersuchung kommt. 41 Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder, betete 42 und sprach: VaterVater, wenn du diesen KelchKelch von mir wegnehmen willst – doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! 43 Es erschien ihm aber ein EngelEngel vom HimmelHimmel, der ihn stärkte. 44 Und als er in ringendem KampfKampf war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die ErdeErde herabfielen. 45 Und er stand auf vom GebetGebet, kam zu den JüngernJüngern und fand sie eingeschlafen vor Traurigkeit. 46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in VersuchungVersuchung kommt.

47 Während er noch redete, siehe, da kam eine Volksmenge, und der, der JudasJudas genannt war, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und nahte JesusJesus, um ihn zu küssen. [Mt 26,47-56; Mk 14,43-52; Joh 18,2-12] 48 JesusJesus aber sprach zu ihm: JudasJudas, überlieferst du den Sohn des MenschenSohn des Menschen mit einem KussKuss? 49 Als aber die, die um ihn waren, sahen, was es werden würde, sprachensprachen sie [zu ihm]: HerrHerr, sollen wir mit dem SchwertSchwert dreinschlagen? 50 Und einer aus ihnen schlug den KnechtKnecht5 des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte OhrOhr ab. 51 JesusJesus aber antwortete und sprach: Lasst es so weit; und er rührte sein OhrOhr an und heilte ihn. 52 JesusJesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des TempelsTempels6 und Ältesten, die gegen ihn gekommen waren: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen RäuberRäuber, mit SchwerternSchwertern und Stöcken? 53 Als ich täglich bei euch im TempelTempel7 war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure StundeStunde und die GewaltGewalt der FinsternisFinsternis.

54 Sie ergriffen ihn aber und führten ihn hin und brachten ihn in das HausHaus des Hohenpriesters. PetrusPetrus aber folgte von ferne. [Mt 26,57; Mt 26,59-66; Mk 14,53; Mk 14,55-64] 55 Als sie aber mitten im Hof ein FeuerFeuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich PetrusPetrus in ihre Mitte. [Mt 26,57; Mt 26,59-66; Mk 14,53; Mk 14,55-64] 56 Es sah ihn aber eine gewisse MagdMagd bei dem FeuerFeuer sitzen und blickte ihn unverwandt an und sprach: Auch dieser war mit ihm. [Mt 26,58; Mt 26,69-75; Mk 14,54; Mk 14,66-72; Joh 18,15-18; Joh 18,25-27] 57 Er aber verleugnete [ihn] und sagte: FrauFrau, ich kenne ihn nicht. 58 Und kurz danach sah ihn ein anderer und sprach: Auch du bist einer von ihnen. PetrusPetrus aber sprach: MenschMensch, ich bin es nicht. 59 Und nach Verlauf von etwa einer StundeStunde behauptete ein anderer und sagte: In WahrheitWahrheit, auch dieser war mit ihm, denn er ist auch ein GaliläerGaliläer. 60 PetrusPetrus aber sprach: MenschMensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und sogleich, während er noch redete, krähte der HahnHahn. 61 Und der HerrHerr wandte sich um und blickte PetrusPetrus an; und PetrusPetrus gedachte an das WortWort des HerrnHerrn, wie er zu ihm sagte: EheEhe der HahnHahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 62 Und PetrusPetrus ging hinaus und weinte bitterlich.

63 Und die Männer, die ihn festhielten, verspotteten und schlugen ihn. [Mt 26,67; Mt 26,68; Mk 14,65] 64 Und als sie ihn verhüllt hatten, fragten sie ihn und sprachensprachen: Weissage, wer ist es, der dich schlug? 65 Und vieles andere sagten sie lästernd gegen ihn.

66 Und als es TagTag wurde, versammelte sich die ÄltestenschaftÄltestenschaft des Volkes, sowohl HohepriesterHohepriester als SchriftgelehrteSchriftgelehrte, und führten ihn hin in ihr SynedriumSynedrium [Mt 27,1; Mk 15,1] 67 und sagten: Wenn du der Christusder Christus bist, so sagesage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr nicht glauben; 68 wenn ich aber fragen würde, so würdet ihr mir nicht antworten [noch mich loslassen]. 69 Von nun an aber wird der Sohnder Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der MachtMacht GottesGottes. 70 Sie sprachensprachen aber alle: Du bist so der Sohnder Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt, dass ich es bin. 71 Sie aber sprachensprachen: Was bedürfen wir noch ZeugnisZeugnis? Denn wir selbst haben es aus seinem Mund gehört.

Fußnoten

  • 1 O. abseits der Volksmenge
  • 2 W. für größer
  • 3 W. der Größere ... der Jüngere
  • 4 Jes. 53,12
  • 5 O. Sklaven
  • 6 die Gebäude
  • 7 die Gebäude