Lukas 14 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Lk 14

1 Und es geschah, als er am SabbatSabbat in das HausHaus eines der Obersten der PharisäerPharisäer kam, um zu essenessen1, dass sie auf ihn lauerten. 2 Und siehe, ein gewisser wassersüchtiger MenschMensch war vor ihm. 3 Und JesusJesus hob an und sprach zu den Gesetzgelehrten und PharisäernPharisäern und sagte: Ist es erlaubt, am SabbatSabbat zu heilen? 4 Sie aber schwiegen. Und er fasste ihn an und heilte ihn und entließ ihn. 5 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dessen EselEsel oder OchseOchse in einen BrunnenBrunnen fällt, und der ihn nicht sogleich herauszieht am TagTag des SabbatsSabbats? 6 Und sie vermochten nicht, ihm darauf zu antworten.

7 Er sprach aber zu den Eingeladenen ein GleichnisGleichnis, indem er bemerkte, wie sie die ersten Plätze wählten, und sagte zu ihnen: 8 Wenn du von jemand zur Hochzeit geladen wirst, so lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm geladen sei, 9 und der, der dich und ihn geladen hat, komme und zu dir spreche: Mache diesem Platz; und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen. 10 Sondern wenn du geladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, der dich geladen hat, kommt, er zu dir spreche: Freund, rücke höher hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen; 11 denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

12 Er sprach aber auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder ein AbendmahlAbendmahl machst, so ladelade nicht deine Freunde, noch deine BrüderBrüder, noch deine Verwandten, noch reichereiche Nachbarn, damit nicht etwa auch sie dich wiederladen und dir Vergeltung werde. 13 Sondern wenn du ein Mahl machst, so ladelade ArmeArme, Krüppel, Lahme, Blinde, 14 und glückselig wirst du sein, weil sie nicht haben, dir zu vergelten; denn es wird dir vergolten werden in der AuferstehungAuferstehung der Gerechten.

15 Als aber einer von denen, die mit zu Tisch lagen, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig, wer BrotBrot essenessen wird im Reich GottesReich Gottes! 16 Er aber sprach zu ihm: Ein gewisser MenschMensch machtemachte ein großes AbendmahlAbendmahl und ludlud viele. 17 Und er sandte seinen KnechtKnecht2 zur StundeStunde des AbendmahlsAbendmahls, um den Geladenen zu sagen: Kommt, denn schon ist alles bereit. 18 Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss notwendig ausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. 19 Und ein anderer sprach: Ich habe fünffünf JochJoch Ochsen gekauft, und ich gehe hin sie zu versuchenversuchen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. 20 Und ein anderer sprach: Ich habe eine FrauFrau geheiratet, und darum kann ich nicht kommen. 21 Und der KnechtKnecht kam herbei und berichtete dies seinem HerrnHerrn. Da wurde der HausherrHausherr zornig und sprach zu seinem KnechtKnecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt, und bring hier herein die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden. 22 Und der KnechtKnecht sprach: HerrHerr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum. 23 Und der HerrHerr sprach zu dem KnechtKnecht: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein HausHaus voll werde; 24 denn ich sagesage euch, dass nicht einer jener Männer, die geladen waren, mein AbendmahlAbendmahl schmecken wird.

25 Es gingen aber große Volksmengen mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen VaterVater und seine MutterMutter und seine FrauFrau und seine KinderKinder und seine BrüderBrüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes LebenLeben, so kann er nicht mein JüngerJünger sein; 27 und wer nicht sein KreuzKreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein JüngerJünger sein. 28 Denn wer unter euch, der einen TurmTurm bauen will, setzt sich nicht zuvor nieder und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung habe? 29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht zu vollenden vermag, alle, die es sehen, anfangen ihn zu verspotten 30 und sagen: Dieser MenschMensch hat angefangen zu bauen und vermochte nicht zu vollenden. 31 Oder der König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht zuvor nieder und ratschlagt, ob er imstande sei, dem mit 10000 entgegen zu treten, der gegen ihn kommt mit 20000? 32 Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine GesandtschaftGesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen3. 33 So nun jeder von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, kann nicht mein JüngerJünger sein. 34 Das SalzSalz [nun] ist gut; wenn aber auch das SalzSalz kraftlos4 geworden ist, womit soll es gewürzt werden? 35 Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

Fußnoten

  • 1 W. Brot zu essen
  • 2 O. Sklaven; so auch nachher
  • 3 O. um Friedensverhandlungen; W. um das zum Frieden
  • 4 O. fade