Lukas 15 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Lk 15

1 Es nahten1 aber zu ihm alle ZöllnerZöllner und Sünder, ihn zu hören; 2 und die PharisäerPharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachensprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. 3 Er sprach aber zu ihnen dieses GleichnisGleichnis und sagte: 4 Welcher MenschMensch unter euch, der 100 SchafeSchafe hat und einseins von ihnen verloren hat, lässt nicht die 99 in der WüsteWüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine SchulternSchultern; 6 und wenn er nach HauseHause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein SchafSchaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sagesage euch: Ebenso wird FreudeFreude im HimmelHimmel sein über einen Sünder, der BußeBuße tut, mehr als über 99 Gerechte, die der BußeBuße nicht bedürfen.

8 Oder welche FrauFrau, die 10 Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine DrachmeDrachme verliert, eine LampeLampe an und kehrt das HausHaus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir, denn ich habe die DrachmeDrachme gefunden, die ich verloren hatte. 10 Ebenso, sagesage ich euch, ist FreudeFreude2 vor den Engeln GottesGottes über einen Sünder, der BußeBuße tut.

11 Er sprach aber: Ein gewisser MenschMensch hatte zwei Söhne; 12 und der jüngerejüngere von ihnen sprach zu dem VaterVater: VaterVater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte ihnen die Habe. 13 Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngerejüngere SohnSohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er ausschweifend lebte. 14 Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige HungersnotHungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. 15 Und er ging hin und hängte sich an einen der BürgerBürger jenes Landes; der3 schickte ihn auf seine Äcker, SchweineSchweine zu hüten. 16 Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den TräbernTräbern4, die die SchweineSchweine fraßen; und niemand gab ihm. 17 Als er aber zu sich selbst kam, sprach er: Wie viele TagelöhnerTagelöhner meines VatersVaters haben Überfluss an BrotBrot, ich aber komme hier um vor Hunger. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem VaterVater gehen und will zu ihm sagen: VaterVater, ich habe gesündigt gegen den HimmelHimmel und vor dir, 19 ich bin nicht mehr würdig, dein SohnSohn zu heißen; mache mich wie einen deiner TagelöhnerTagelöhner. 20 Und er machtemachte sich auf und ging zu seinem5 VaterVater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein VaterVater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn sehr6. 21 Der SohnDer Sohn aber sprach zu ihm: VaterVater, ich habe gesündigt gegen den HimmelHimmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein SohnSohn zu heißen. 22 Der VaterVater aber sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Kleid her und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und SandalenSandalen an seine Füße; 23 und bringt das gemästete KalbKalb her und schlachtet es, und lasst uns essenessen und fröhlich sein; 24 denn dieser mein SohnSohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Es war aber sein älterer SohnSohn auf dem Feld; und als er kam und sich dem HausHaus näherte, hörte er MusikMusik und Reigen. 26 Und er rief einen der KnechteKnechte herzu und erkundigte sich, was das wäre. 27 Der aber sprach zu ihm: Dein BruderBruder ist gekommen, und dein VaterVater hat das gemästete KalbKalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. 28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Sein VaterVater aber ging hinaus und drang in ihn. 29 Er aber antwortete und sprach zu dem VaterVater: Siehe, so viele JahreJahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; 30 da aber dieser dein SohnSohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren verschlungen hat, hast du ihm das gemästete KalbKalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und all das Meine ist dein. 32 Es gehörte sich aber fröhlich zu sein und sich zu freuen; denn dieser dein BruderBruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und verloren und ist gefunden worden.

Fußnoten

  • 1 O. um nahen; der griech. Ausdruck bezeichnet eine fortgesetzte Handlung
  • 2 Eig. wird Freude
  • 3 W. und er
  • 4 Johannisbrot, ein Nahrungsmittel für Tiere und auch wohl für arme Leute
  • 5 Eig. seinem eigenen
  • 6 O. vielmals, oder zärtlich