Lukas 6 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Lk 6

1 Und es geschah am zweit-ersten SabbatSabbat, dass er durch die Saaten ging, und seine JüngerJünger die Ähren abpflückten und aßen, indem sie sie mit den Händen zerrieben. [Mt 12,1-8; Mk 2,23-28] 2 Einige der PharisäerPharisäer aber sprachensprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was nicht erlaubt ist am SabbatSabbat zu tun? 3 Und JesusJesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr auch dieses nicht gelesen, was DavidDavid tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte? 4 wie er in das Haus GottesHaus Gottes ging und die SchaubroteSchaubrote nahm und aß, und auch denen gab, die bei ihm waren, die niemand essenessen darf, als nur die PriesterPriester allein? 5 Und er sprach zu ihnen: Der SohnDer Sohn des Menschen ist HerrHerr auch des SabbatsSabbats.

6 Es geschah aber auch an einem anderen SabbatSabbat, dass er in die SynagogeSynagoge ging und lehrte; und es war dort ein MenschMensch, dessen rechte Hand verdorrt war. [Mt 12,9-13; Mk 3,1-5] 7 Die Schriftgelehrten und die PharisäerPharisäer aber lauerten darauf, ob er am SabbatSabbat heilen würde, damit sie eine Beschuldigung gegen ihn fänden. 8 Er aber wusste ihre Überlegungen und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte. Er aber stand auf und stellte sich hin1. 9 JesusJesus sprach nun zu ihnen: Ich will euch fragen, ob es erlaubt ist, am SabbatSabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das2 LebenLeben zu retten oder zu verderbenverderben. 10 Und nachdem er sie alle umher angeblickt hatte, sprach er zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat es; und seine Hand wurde wiederhergestellt, wie die andere. 11 Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich untereinander, was sie JesusJesus tun sollten.

12 Und es geschah in diesen Tagen, dass er auf den BergBerg hinausging, um zu betenbeten; und er verharrte die NachtNacht im GebetGebet zu GottGott. [Mt 10,2-4; Mk 3,13-19] 13 Und als es TagTag wurde, rief er seine JüngerJünger herzu und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch ApostelApostel nannte: 14 SimonSimon, den er auch PetrusPetrus nannte, und AndreasAndreas, seinen BruderBruder, und JakobusJakobus und JohannesJohannes und PhilippusPhilippus und BartholomäusBartholomäus, 15 und MatthäusMatthäus und ThomasThomas und JakobusJakobus, den SohnSohn des AlphäusAlphäus, und SimonSimon, genannt ZelotesZelotes3, 16 und JudasJudas, den BruderBruder des4 JakobusJakobus, und Judas IskariotJudas Iskariot, der auch sein VerräterVerräter wurde. 17 Und als er mit ihnen herabgestiegen war, stand er auf einem ebenen Platz, und eine Menge seiner JüngerJünger und eine große Menge des Volkes von ganz JudäaJudäa und JerusalemJerusalem und von der Seeküste von TyrusTyrus und SidonSidon, die kamen, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; [Mt 12,14-21; Mk 3,6-12] 18 und die von unreinen GeisternGeistern Geplagten wurden geheilt. 19 Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn es ging KraftKraft von ihm aus und heilte alle.

20 Und er hob seine AugenAugen auf zu seinen JüngernJüngern und sprach: Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich GottesReich Gottes. [Mt 5,1 - 8,1] 21 Glückselig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Glückselig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. 22 Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen werden, und wenn sie euch absondern und schmähen und euren NamenNamen als böse verwerfenverwerfen werden um des SohnesSohnes des Menschen willen; 23 freut euch an diesem TagTag und hüpft, denn siehe, euer LohnLohn ist groß in dem HimmelHimmel; denn desgleichen taten ihre VäterVäter den ProphetenPropheten. 24 Aber wehewehe euch Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin. 25 WeheWehe euch, die ihr voll seid, denn ihr werdet hungern. WeheWehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauerntrauern und weinen. 26 WeheWehe, wenn alle Menschen wohl von euch reden; denn desgleichen taten ihre VäterVäter den falschen ProphetenPropheten. 27 Aber euch sagesage ich, die ihr hört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet die, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf den Backen schlägt, biete auch den anderen dar; und dem, der dir den MantelMantel nimmt, wehre auch den Leibrock nicht. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück. 31 Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut auch ihr ihnen ebenso. 32 Und wenn ihr liebt, die euch lieben, was für Dank ist es euch? Denn auch die Sünder lieben, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für Dank ist es euch? Denn auch die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr wieder zu empfangen hofft, was für Dank ist es euch? [denn] auch die Sünder leihen Sündern, damit sie das gleiche wieder empfangen. 35 Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu hoffen, und euer LohnLohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid nun barmherzig, wie auch euer VaterVater barmherzig ist. 37 Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasst los, und ihr werdet losgelassen5 werden. 38 Gebt, und es wird euch gegeben werden: Ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes MaßMaß wird man in euren SchoßSchoß geben; denn mit demselben MaßMaß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.

39 Er sagte aber auch ein GleichnisGleichnis zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine GrubeGrube fallen? 40 Ein JüngerJünger ist nicht über dem LehrerLehrer; jeder aber, der vollendetvollendet ist, wird sein wie sein LehrerLehrer. 41 Was aber siehst du den6 SplitterSplitter, der in deines BrudersBruders Auge ist, den Balken aber, der in deinem eigenen Auge ist, nimmst du nicht wahr? 42 Oder wie kannst du zu deinem BruderBruder sagen: BruderBruder, erlaube, ich will den SplitterSplitter herausziehen7, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den SplitterSplitter herauszuziehen, der in deines BrudersBruders Auge ist. 43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; 44 denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von DornenDornen sammelt man nicht Feigen, noch liest man von einem DornbuschDornbusch TraubenTrauben8. 45 Der gute MenschMensch bringt aus dem guten SchatzSchatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund. 46 Was nennt ihr mich aber: HerrHerr, HerrHerr!, und tut nicht, was ich sagesage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine WorteWorte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist: 48 Er ist einem Menschen gleich, der ein HausHaus baute, der grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine FlutFlut kam, schlug der Strom an jenes HausHaus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. 49 Der aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein HausHaus auf die ErdeErde baute ohne Grundlage, an das der Strom schlug, und sogleich fiel es, und der Sturz jenes Hauses war groß.

Fußnoten

  • 1 O. stand da
  • 2 O. ein
  • 3 Eiferer
  • 4 And.: Sohn
  • 5 O. sprecht frei, und ihr werdet freigesprochen
  • 6 O. auf dem
  • 7 Eig. hinauswerfen; so auch nachher
  • 8 Eig. eine Traube