Lukas 11 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Lk 11

1 Und es geschah, als er an einem gewissengewissen Ort war und betete, da sprach, als er aufhörte, einer seiner JüngerJünger zu ihm: HerrHerr, lehrelehre uns betenbeten, wie auch JohannesJohannes seine JüngerJünger lehrte. [Mt 6,5-15] 2 Er sprach aber zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: VaterVater, geheiligt werde dein Name; dein ReichReich komme; 3 unser nötiges BrotBrot1 gib uns täglich; 4 und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergebenvergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in VersuchungVersuchung. 5 Und er sprach zu ihnen: Wer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen: Freund, leihe mir dreidrei BroteBrote, 6 da mein Freund von der Reise bei mir angelangt ist und ich nicht habe, was ich ihm vorsetzen soll; 7 und jener würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe, die TürTür ist schon geschlossen, und meine KinderKinder sind bei mir im BettBett; ich kann nicht aufstehen und dir geben? 8 Ich sagesage euch, wenn er auch nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er wenigstens um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf. 9 Und ich sagesage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. 10 Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden. 11 Wer aber ist ein VaterVater unter euch, den der Sohnder Sohn um BrotBrot bitten wird – er wird ihm doch nicht einen Stein geben? Oder auch um einen FischFisch – er wird ihm statt des FischesFisches doch nicht eine SchlangeSchlange geben? 12 Oder auch wenn er um ein Ei bäte – er wird ihm doch nicht einen SkorpionSkorpion geben? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren KindernKindern gute Gaben zu geben wisst, wieviel mehr wird der VaterVater, der vom HimmelHimmel ist, den Heiligen GeistGeist geben2 denen, die ihn bitten!

14 Und er trieb einen DämonDämon aus, und derselbe war stumm. Es geschah aber, als der DämonDämon ausgefahren war, redete der Stumme; und die Volksmengen verwunderten sich. [Mt 12,22-37; Mt 12,43-45; Mk 3,20-30] 15 Einige aber von ihnen sagten: Durch3 BeelzebubBeelzebub, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. [Mt 12,22-37; Mt 12,43-45; Mk 3,20-30] 16 Andere aber, ihn versuchend, forderten von ihm ein ZeichenZeichen aus dem HimmelHimmel. [Mt 12,38-42] 17 Da er aber ihre Gedanken wusste, sprach er zu ihnen: Jedes ReichReich, das mit sich selbst entzweit ist, wird verwüstet, und HausHaus mit HausHaus entzweit, fällt4. [Mt 12,22-37; Mt 12,43-45; Mk 3,20-30] 18 Wenn aber auch der SatanSatan gegen sich selbst entzweit ist, wie wird sein ReichReich bestehen? weil ihr sagt, dass ich durch BeelzebubBeelzebub die Dämonen austreibe. 19 Wenn aber ich durch BeelzebubBeelzebub die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure RichterRichter sein. 20 Wenn ich aber durch den Finger GottesGottes die Dämonen austreibe, so ist so das Reich GottesReich Gottes zu euch hingekommen5. 21 Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof6 bewacht, so ist seine Habe in Frieden; 22 wenn aber ein Stärkerer als er über ihn kommt und ihn besiegt, so nimmt er seine ganze WaffenrüstungWaffenrüstung weg, auf die er vertraute, und seine BeuteBeute teilt er aus. 23 Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut. 24 Wenn der unreine GeistGeist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Örter, RuheRuhe suchend; und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein HausHaus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin; 25 und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt. 26 Dann geht er hin und nimmt siebensieben andere GeisterGeister mit, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Letzte jenes Menschen wird ärger als das Erste. 27 Es geschah aber, indem er dies sagte, erhob eine gewisse FrauFrau aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast! 28 Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das WortWort GottesGottes hören und bewahren!

29 Als aber die Volksmengen sich zusammendrängten7, fing er an zu sagen: Dieses GeschlechtGeschlecht ist ein böses GeschlechtGeschlecht; es fordert ein ZeichenZeichen, und kein ZeichenZeichen wird ihm gegeben werden, als nur das ZeichenZeichen JonasJonas'. [Mt 12,38-42] 30 Denn wie JonaJona den NinivitenNiniviten ein ZeichenZeichen war8, so wird es auch der Sohnder Sohn des Menschen diesem GeschlechtGeschlecht sein. 31 Eine KöniginKönigin des SüdensSüdens wird auftreten im GerichtGericht mit den Männern dieses GeschlechtsGeschlechts und wird sie verdammen, denn sie kam von den Enden der ErdeErde, um die Weisheit SalomosSalomos zu hören; und siehe, mehr als SalomonSalomon ist hier. 32 Männer von NiniveNinive werden aufstehen im GerichtGericht mit diesem GeschlechtGeschlecht und werden es verdammen; denn sie taten BußeBuße auf die Predigt JonasJonas'; und siehe, mehr als JonaJona ist hier. 33 Niemand aber, der eine LampeLampe angezündet hat, stellt sie ins Verborgene, noch unter den ScheffelScheffel, sondern auf das Lampengestell, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. 34 Die LampeLampe des Leibes ist dein Auge; wenn dein Auge einfältig ist, so ist auch dein ganzer Leib lichtlicht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. 35 Sieh nun zu, dass das LichtLicht, das in dir ist, nicht FinsternisFinsternis ist. 36 Wenn nun dein ganzer Leib lichtlicht ist und keinen finsteren Teil hat, so wird er ganz lichtlicht sein, wie wenn die LampeLampe mit ihrem Strahl dich erleuchtete9.

37 Indem er aber redete, batbat ihn ein gewisser PharisäerPharisäer, dass er bei ihm zu Mittag essenessen möchte. Er ging aber hinein und legte sich zu Tisch. 38 Als aber der PharisäerPharisäer es sah, verwunderte er sich, dass er sich nicht erst vor dem EssenEssen gewaschen hatte. 39 Der HerrHerr aber sprach zu ihm: Jetzt, ihr PharisäerPharisäer, reinigt ihr das Äußere des BechersBechers und der SchüsselSchüssel, euer Inneres aber ist voller RaubRaub und Bosheit. 40 Toren! Hat nicht der, der das Äußere gemacht hat, auch das Innere gemacht? 41 Gebt vielmehr AlmosenAlmosen von dem, was ihr habt10, und siehe, alles ist euch rein. 42 Aber wehewehe euch PharisäernPharisäern! Denn ihr verzehntet die Krausemünze und die RauteRaute und alles Kraut, und übergeht das GerichtGericht und die Liebe GottesGottes. Diese Dinge hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen. 43 WeheWehe euch PharisäernPharisäern! Denn ihr liebt den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten. 44 WeheWehe euch! Denn ihr seid wie die Grüfte, die verborgen sind, und die Menschen, die darüber wandelnwandeln, wissenwissen es nicht. 45 Aber einer der Gesetzgelehrten antwortete und spricht zu ihm: LehrerLehrer, indem du dieses sagst, schmähst du auch uns. 46 Er aber sprach: Auch euch Gesetzgelehrten wehewehe! Denn ihr belastet die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten, und selbst rührt ihr die Lasten nicht mit einem eurer Finger an. 47 WeheWehe euch! Denn ihr baut die Grabmäler der ProphetenPropheten, eure VäterVäter aber haben sie getötet. 48 Also gebt ihr ZeugnisZeugnis und stimmt den Werken eurer VäterVäter bei; denn sie haben sie getötet, ihr aber baut [ihre Grabmäler]. 49 Darum hat auch die Weisheit GottesGottes gesagt: Ich werde ProphetenPropheten und ApostelApostel zu ihnen senden, und einige von ihnen werden sie töten und vertreiben, 50 damit das BlutBlut aller ProphetenPropheten, das von Grundlegung der WeltWelt an vergossen worden ist, von diesem GeschlechtGeschlecht gefordert werde: 51 von dem BlutBlut AbelsAbels bis zu dem BlutBlut ZachariasZacharias, der umkam zwischen dem AltarAltar und dem HausHaus11; ja, sagesage ich euch, es wird von diesem GeschlechtGeschlecht gefordert werden. 52 WeheWehe euch Gesetzgelehrten! Denn ihr habt den SchlüsselSchlüssel der ErkenntnisErkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Hineingehenden habt ihr gehindert. 53 Als er aber dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und die PharisäerPharisäer an, hart auf ihn einzudringen und ihn über vieles12 auszufragen; 54 und sie lauerten auf ihn, etwas aus seinem Mund zu erjagen.

Fußnoten

  • 1 S. die Anm. zu Matth. 6,11
  • 2 O. wieviel mehr der Vater, der vom Himmel den Heiligen Geist geben wird
  • 3 W. In (in der Kraft des); so auch V. 18.19
  • 4 O. und Haus fällt auf Haus
  • 5 O. auf euch gekommen
  • 6 O. sein Haus
  • 7 O. anhäuften
  • 8 O. wurde
  • 9 O. beleuchtete
  • 10 O. was darinnen ist
  • 11 S. Matth. 23,35
  • 12 O. mehreres, immer mehr