Johannes 6 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
Die Bibel durchsuchen

Joh 6

1 Nach diesem ging JesusJesus weg auf die andere Seite des Sees von GaliläaGaliläa oder von TiberiasTiberias; [Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Lk 9,10-17] 2 und es folgte ihm eine große Volksmenge, weil sie die ZeichenZeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3 JesusJesus aber ging hinauf auf den BergBerg und setzte sich dort mit seinen JüngernJüngern. 4 Es war aber das PassahPassah nahe, das Fest der Juden. 5 Als nun JesusJesus die AugenAugen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu PhilippusPhilippus: Woher sollen wir BroteBrote kaufen, damit diese essenessen? 6 Dies sagte er aber, ihn zu versuchenversuchen1; denn er selbst wusste, was er tun wollte. 7 PhilippusPhilippus antwortete ihm: Für 200 DenareDenare BroteBrote reichen nicht für sie hin, damit jeder etwas weniges bekomme. 8 Einer von seinen JüngernJüngern, AndreasAndreas, der BruderBruder des Simon PetrusSimon Petrus, spricht zu ihm: 9 Es ist ein kleiner Knabe hier, der fünffünf Gerstenbrote und zwei FischeFische hat; aber was ist dies unter so viele?

10 JesusJesus [aber] sprach: MachtMacht, dass die Leute sich lagernlagern. Es war aber viel GrasGras an dem Ort. Es lagerten sich nun die Männer, an Zahl etwa 5000. 11 JesusJesus aber nahm die BroteBrote, und als er gedankt hatte, teilte er sie denen aus, die lagerten; ebenso auch von den FischenFischen, soviel sie wollten. 12 Als sie aber gesättigt waren, spricht er zu seinen JüngernJüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts umkomme. 13 Sie sammelten nun und füllten 12 Handkörbe mit Brocken von den fünffünf Gerstenbroten, die denen, die gegessen hatten, übrigblieben. 14 Als nun die Leute das ZeichenZeichen sahen, das JesusJesus tat, sprachensprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der ProphetProphet, der in die WeltWelt kommen soll. 15 Da nun JesusJesus erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, damit sie ihn zum König machten, entwich er wieder auf den BergBerg, er selbst allein. [Mt 14,22-33; Mk 6,45-52]

16 Als es aber AbendAbend geworden war, gingen seine JüngerJünger hinab an den See; 17 und sie stiegen in das SchiffSchiff und fuhren über den See nach KapernaumKapernaum. Und es war schon finster geworden, und JesusJesus war noch nicht zu ihnen gekommen; 18 und der See erhob sich, indem ein starker WindWind wehte. 19 Als sie nun etwa 25 oder 30 StadienStadien gerudert waren, sehen sie JesusJesus auf dem See wandelnwandeln und nahe an das SchiffSchiff herankommen, und sie fürchteten sich. 20 Er aber spricht zu ihnen: Ich bin es, fürchtet euch nicht! 21 Sie wollten ihn nun in das SchiffSchiff nehmen, und sogleich war das SchiffSchiff an dem Land, zu dem sie hinfuhren.

22 Des folgenden TagesTages, als die Volksmenge, die jenseits des Sees stand, gesehen hatte, dass dort kein anderes BootBoot war, als nur jenes, in das seine JüngerJünger gestiegen waren, und dass JesusJesus nicht mit seinen JüngernJüngern in das SchiffSchiff gestiegen, sondern seine JüngerJünger allein weggefahren waren. 23 (Es kamen aber andere BooteBoote aus TiberiasTiberias nahe an den Ort, wo sie das BrotBrot gegessen, nachdem der HerrHerr gedankt hatte.) 24 Als nun die Volksmenge sah, dass JesusJesus nicht dort sei, noch seine JüngerJünger, stiegen sie in die SchiffeSchiffe und kamen nach KapernaumKapernaum und suchten JesusJesus. 25 Und als sie ihn jenseits des Sees gefunden hatten, sprachensprachen sie zu ihm: RabbiRabbi, wann bist du hierhergekommen? 26 JesusJesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr ZeichenZeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid. 27 Wirkt nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die ins ewigeewige LebenLeben bleibt, die der Sohnder Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat der VaterVater, GottGott, versiegelt. 28 Da sprachensprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, damit wir die WerkeWerke GottesGottes wirken? 29 JesusJesus antwortete und sprach zu ihnen: Dies ist das Werk GottesGottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachensprachen sie zu ihm: Was tust du nun für ein ZeichenZeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsere VäterVäter aßen das MannaManna in der WüsteWüste, wie geschrieben steht: „BrotBrot aus dem HimmelHimmel gab er ihnen zu essenessen2. [Neh 9,15] 32 Da sprach JesusJesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Nicht MoseMose hat euch das BrotBrot aus dem HimmelHimmel gegeben, sondern mein VaterVater gibt euch das wahrhaftige BrotBrot aus dem HimmelHimmel. 33 Denn das BrotBrot GottesGottes ist der, der aus dem HimmelHimmel herabkommt und der WeltWelt das LebenLeben gibt. 34 Da sprachensprachen sie zu ihm: HerrHerr, gib uns allezeit dieses BrotBrot! 35 JesusJesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das BrotBrot des LebensLebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten. 36 Aber ich habe euch gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und nicht glaubt. 37 Alles, was mir der VaterVater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen; 38 denn ich bin vom HimmelHimmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten TagTag. 40 Denn dies ist der Wille meines VatersVaters, dass jeder, der den SohnSohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Lebenewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten TagTag. 41 Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: Ich bin das BrotBrot, das aus dem HimmelHimmel herabgekommen ist; 42 und sie sprachensprachen: Ist dieser nicht JesusJesus, der Sohnder Sohn JosephsJosephs, dessen VaterVater und MutterMutter wir kennen? Wie sagt denn dieser: Ich bin aus dem HimmelHimmel herabgekommen? 43 Da antwortete JesusJesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander! 44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn dass der VaterVater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten TagTag. 45 Es steht in den ProphetenPropheten geschrieben: „Und sie werden alle von GottGott gelehrt sein“.3 Jeder, der von dem VaterVater4 gehört und gelernt hat, kommt zu mir. [Jes 54,13] 46 Nicht dass jemand den VaterVater gesehen habe, außer dem, der von GottGott5 ist, dieser hat den VaterVater gesehen. 47 Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Wer [an mich] glaubt, hat ewiges Lebenewiges Leben. 48 Ich bin das BrotBrot des LebensLebens. 49 Eure VäterVäter haben das MannaManna in der WüsteWüste gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das BrotBrot, das aus dem HimmelHimmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige BrotBrot, das aus dem HimmelHimmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem BrotBrot isst6, so wird er lebenleben in Ewigkeit. Das BrotBrot aber7, das ich geben werde, ist mein FleischFleisch, das ich geben werde für das LebenLeben der WeltWelt. 52 Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein FleischFleisch zu essenessen geben? 53 Da sprach JesusJesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Es sei denn dass ihr das FleischFleisch des SohnesSohnes des Menschen esst und sein BlutBlut trinkt8, so habt ihr kein LebenLeben in euch selbst. 54 Wer mein FleischFleisch isst und mein BlutBlut trinkt, hat ewiges Lebenewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten TagTag; 55 denn mein FleischFleisch ist wahrhaftig Speise, und mein BlutBlut ist wahrhaftig Trank. 56 Wer mein FleischFleisch isst und mein BlutBlut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie der lebendige VaterVater mich gesandt hat und ich lebe des VatersVaters wegen9, so auch, wer mich isst, der wird auch lebenleben meinetwegen10. 58 Dies ist das BrotBrot, das aus dem HimmelHimmel herabgekommen ist. Nicht wie die VäterVäter aßen und starben; wer dieses BrotBrot isst, wird lebenleben in Ewigkeit. 59 Dieses sprach er in der SynagogeSynagoge, lehrend in KapernaumKapernaum.

60 Viele nun von seinen JüngernJüngern, die es gehört hatten, sprachensprachen: Diese Rede ist hart; wer kann sie hören? 61 Da aber JesusJesus bei sich selbst wusste11, dass seine JüngerJünger hierüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch dieses? 62 Wenn ihr nun den Sohn des MenschenSohn des Menschen dahin auffahren seht, wo er zuvor war? 63 Der GeistGeist ist es, der lebendig machtmacht; das FleischFleisch nützt nichts. Die WorteWorte, die ich zu euch geredet habe, sind GeistGeist und sind LebenLeben; 64 aber es sind einige unter12 euch, die nicht glauben. Denn JesusJesus wusste von AnfangAnfang, welche es seien, die nicht glaubten, und wer es sei, der ihn überliefern würde. 65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem VaterVater gegeben. 66 Von da an gingen viele seiner JüngerJünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm. 67 Da sprach JesusJesus zu den Zwölfen: Wollt ihr etwa auch weggehen? 68 Simon PetrusSimon Petrus antwortete ihm: HerrHerr, zu wem sollen wir gehen? Du hast WorteWorte ewigen LebensLebens; 69 und wir haben geglaubt und erkannt13, dass du der HeiligeHeilige GottesGottes bist. 70 JesusJesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch, die Zwölf, auserwählt? Und von euch ist einer ein TeufelTeufel. 71 Er sprach aber von JudasJudas, SimonsSimons SohnSohn, dem IskariotIskariot; denn dieser sollte ihn überliefern, er, der einer von den Zwölfen war.

Fußnoten

  • 1 W. ihn versuchend
  • 2 Neh. 9,15
  • 3 Jes. 54,13
  • 4 Eig. vonseiten des Vaters
  • 5 Eig. von Gott her
  • 6 O. gegessen hat
  • 7 Eig. Und das Brot aber
  • 8 O. gegessen ... getrunken habt
  • 9 „wegen“ hier in dem Sinn von „infolge des“
  • 10 „wegen“ hier in dem Sinn von „infolge des“
  • 11 Eig. in sich selbst erkannte
  • 13 O. glauben und wissen