Johannes 3 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Joh 3

1 Es war aber ein MenschMensch aus den PharisäernPharisäern, sein Name NikodemusNikodemus, ein ObersterOberster der Juden. 2 Dieser kam zu ihm bei NachtNacht und sprach zu ihm: RabbiRabbi, wir wissenwissen, dass du ein LehrerLehrer bist, von GottGott gekommen, denn niemand kann diese ZeichenZeichen tun, die du tust, es sei denn GottGott mit ihm. 3 JesusJesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem1 geboren werde, so kann er das ReichReich GottesGottes nicht sehen. 4 NikodemusNikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein MenschMensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner MutterMutter eingehen und geboren werden? 5 JesusJesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn dass jemand aus Wasser und GeistGeist geboren werde, so kann er nicht in das ReichReich GottesGottes eingehen. 6 Was aus dem FleischFleisch geboren ist, ist FleischFleisch, und was aus dem GeistGeist geboren ist, ist GeistGeist. 7 Verwundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem2 geboren werden. 8 Der WindWind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt, und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem GeistGeist geboren ist. 9 NikodemusNikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 JesusJesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der LehrerLehrer IsraelsIsraels und weißt dieses nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden was wir wissenwissen, und bezeugen was wir gesehen haben, und unser ZeugnisZeugnis nehmt ihr nicht an. 12 Wenn ich euch das IrdischeIrdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den HimmelHimmel, als nur der aus dem HimmelHimmel herabgestiegen ist, der SohnSohn des Menschen, der im HimmelHimmel ist. 14 Und wie MosesMoses in der WüsteWüste die SchlangeSchlange erhöhte, so muss der SohnSohn des Menschen erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, [nicht verloren gehe, sondern] ewigesewiges LebenLeben habe. 16 Denn so hat GottGott die WeltWelt geliebt, dass er seinen eingeborenen SohnSohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewigesewiges LebenLeben habe. 17 Denn GottGott hat seinen SohnSohn nicht in die WeltWelt gesandt, damit er die WeltWelt richte, sondern damit die WeltWelt durch ihn errettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den NamenNamen des eingeborenen SohnesSohnes GottesGottes. 19 Dies aber ist das GerichtGericht, dass das LichtLicht in die WeltWelt gekommen ist, und die Menschen haben die FinsternisFinsternis mehr geliebt als das LichtLicht, denn ihre WerkeWerke waren böse. 20 Denn jeder, der Arges tut, hasst das LichtLicht und kommt nicht zu dem LichtLicht, damit seine WerkeWerke nicht bloßgestellt3 werden; 21 wer aber die WahrheitWahrheit tut, kommt zu dem LichtLicht, damit seine WerkeWerke offenbar werden, dass sie in GottGott gewirkt sind.

22 Nach diesem kam JesusJesus und seine JüngerJünger in das Land JudäaJudäa, und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. 23 Aber auch JohannesJohannes taufte in ÄnonÄnon, nahe bei SalimSalim, weil viel Wasser dort war; und sie kamen hin und wurden getauft. 24 Denn JohannesJohannes war noch nicht ins GefängnisGefängnis geworfen. 25 Es entstand nun eine Streitfrage unter den JüngernJüngern JohannesJohannes' mit einem Juden über die ReinigungReinigung. 26 Und sie kamen zu JohannesJohannes und sprachensprachen zu ihm: RabbiRabbi, der jenseits des JordanJordan bei dir war, dem du ZeugnisZeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm. 27 JohannesJohannes antwortete und sprach: Ein MenschMensch kann nichts empfangen4, es sei ihm denn aus dem HimmelHimmel gegeben. 28 Ihr selbst gebt mir ZeugnisZeugnis, dass ich sagte: Ich bin nicht der ChristusChristus, sondern dass ich vor ihm hergesandt bin. 29 Der die BrautBraut hat, ist der BräutigamBräutigam; der Freund des BräutigamsBräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des BräutigamsBräutigams; diese meine FreudeFreude nun ist erfüllt. 30 Er muss wachsen, ich aber abnehmen. 31 Der von oben kommt, ist über allen5; der von der6 ErdeErde ist, ist von der ErdeErde und redet von der ErdeErde7. Der vom8 HimmelHimmel kommt, ist über allen9, 32 [und] was er gesehen und gehört hat, dieses bezeugt er; und sein ZeugnisZeugnis nimmt niemand an. 33 Wer sein ZeugnisZeugnis angenommen hat10, hat besiegelt, dass GottGott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den GottGott gesandt hat, redet die WorteWorte GottesGottes; denn GottGott gibt den GeistGeist nicht nach MaßMaß. 35 Der VaterVater liebt den SohnSohn und hat alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den SohnSohn glaubt, hat ewigesewiges LebenLeben; wer aber dem SohnSohn nicht glaubt11, wird das LebenLeben nicht sehen, sondern der ZornZorn GottesGottes bleibt auf ihm.

Fußnoten

  • 1 O. von oben her
  • 2 O. von oben her
  • 3 O. gestraft
  • 4 O. nehmen
  • 5 O. über allem
  • 6 W. aus der, d.h. der dort seinen Ursprung hat
  • 7 d.h. wie einer, der von der Erde ist; od.: von der Erde aus
  • 8 W. aus dem
  • 9 O. über allem
  • 10 O. annimmt
  • 11 O. sich nicht unterwirft, nicht gehorcht