Johannes 13 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.9 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
Die Bibel durchsuchen

Joh 13

1 Vor dem Fest des PassahPassah aber, als JesusJesus wusste, dass seine StundeStunde gekommen war, dass er aus dieser WeltWelt zu dem VaterVater hingehen sollte – da er die Seinen, die in der WeltWelt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende. 2 Und während des AbendessensAbendessens, als der TeufelTeufel schon dem JudasJudas, SimonsSimons SohnSohn, dem IskariotIskariot, es ins HerzHerz gegeben hatte, dass er ihn überliefere, 3 steht [JesusJesus], wissend, dass der VaterVater ihm alles in die Hände gegeben, und dass er von GottGott ausgegangen war und zu GottGott hingehe, 4 von dem AbendessenAbendessen auf und legt die OberkleiderOberkleider ab; und er nahm ein leinenesleinenes TuchTuch und umgürtete sich. 5 Dann gießt er Wasser in das WaschbeckenWaschbecken und fing an, die Füße der JüngerJünger zu waschenwaschen und mit dem leinenen TuchTuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. 6 Er kommt nun zu Simon PetrusSimon Petrus, und der spricht zu ihm: HerrHerr, du wäschst meine Füße? 7 JesusJesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber nachher verstehen. 8 PetrusPetrus spricht zu ihm: Du sollst nimmermehr1 meine Füße waschenwaschen! JesusJesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir. 9 Simon PetrusSimon Petrus spricht zu ihm: HerrHerr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das HauptHaupt! 10 JesusJesus spricht zu ihm: Wer gebadet2 ist, hat nicht nötig sich zu waschenwaschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.

12 Als er nun ihre Füße gewaschen und seine OberkleiderOberkleider genommen hatte, legte er sich wiederum zu Tisch und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich LehrerLehrer und HerrHerr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. 14 Wenn nun ich, der HerrHerr und der LehrerLehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschenwaschen. 15 Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit, wie ich euch getan habe, auch ihr tut. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Ein KnechtKnecht3 ist nicht größer als sein HerrHerr, noch ein GesandterGesandter4 größer, als der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut. 18 Ich rede nicht von euch allen, ich weiß5, welche ich auserwählt habe; aber damit die Schrift erfüllt würde: „Der mit mir das BrotBrot isst, hat seine Ferse gegen mich aufgehoben“.6 19 Von jetzt an sagesage ich es euch, eheehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Wer aufnimmt, wen irgend ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

21 Als JesusJesus dies gesagt hatte, wurde er im GeistGeist erschüttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Einer von euch wird mich überliefern. [Mt 26,21-25; Mk 14,18-21; Lk 22,21-23] 22 Da blickten die JüngerJünger einander an, zweifelnd, von wem er rede. 23 Einer aber von seinen JüngernJüngern, den JesusJesus liebte, lag zu Tisch in dem SchoßSchoß Jesu. 24 Diesem nun winkt Simon PetrusSimon Petrus, damit er forschen möchte, wer es wohl wäre, von dem er rede. 25 Jener aber, sich an die BrustBrust Jesu lehnend, spricht zu ihm: HerrHerr, wer ist es? 26 JesusJesus antwortete: Jener ist es, dem ich den Bissen, wenn ich ihn eingetaucht habe, geben werde. Und als er den Bissen eingetaucht hatte, gibt er ihn dem JudasJudas, SimonsSimons SohnSohn, dem IskariotIskariot. 27 Und nach dem Bissen fuhr dann der SatanSatan in ihn. JesusJesus spricht nun zu ihm: Was du tust, tu schnell. 28 Keiner aber von den zu Tisch Liegenden verstand, wozu er ihm dies sagte. 29 Denn einige meinten, weil JudasJudas die Kasse hatte, dass JesusJesus zu ihm sagesage: Kaufe, was wir für das Fest bedürfen, oder dass er den Armen etwas geben solle. 30 Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber NachtNacht.

31 Als er nun hinausgegangen war, spricht JesusJesus: Jetzt ist der Sohnder Sohn des Menschen verherrlicht, und GottGott ist verherrlicht in ihm. 32 Wenn GottGott verherrlicht ist in ihm, so wird auch GottGott ihn verherrlichen in sich selbst, und sogleich wird er ihn verherrlichen. 33 KinderKinder, noch eine kurze ZeitZeit bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sagesage ich jetzt auch euch. 34 Ein neuesneues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine7 JüngerJünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. 36 Simon PetrusSimon Petrus spricht zu ihm: HerrHerr, wo gehst du hin? JesusJesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen. [Mt 26,31-35; Mk 14,27-31; Lk 22,31-38] 37 PetrusPetrus spricht zu ihm: HerrHerr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein LebenLeben will ich für dich lassen8. 38 JesusJesus antwortet: Dein LebenLeben willst du für mich lassen9? Wahrlich, wahrlich, ich sagesage dir, der HahnHahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.

Fußnoten

  • 1 O. in Ewigkeit nicht
  • 2 O. ganz gewaschen
  • 3 O. Sklave
  • 4 O. Apostel
  • 5 O. kenne die
  • 6 Ps. 41,10
  • 7 Eig. mir
  • 8 Eig. einsetzen, darlegen
  • 9 Eig. einsetzen, darlegen