Johannes 11 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Joh 11

1 Es war aber ein Gewisser krank, LazarusLazarus von BethanienBethanien, aus dem DorfDorf der MariaMaria und ihrer Schwester MarthaMartha. 2 (MariaMaria aber war es, die1 den HerrnHerrn mit SalbeSalbe salbte und seine Füße mit ihren Haaren abtrocknete; deren BruderBruder LazarusLazarus war krank.) 3 Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: HerrHerr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank. 4 Als aber JesusJesus es hörte, sprach er: Diese KrankheitKrankheit ist nicht zum TodTod, sondern um der HerrlichkeitHerrlichkeit GottesGottes willen, damit der SohnSohn GottesGottes durch sie verherrlicht werde. 5 JesusJesus aber liebte die MarthaMartha und ihre Schwester und den LazarusLazarus. 6 Als er nun hörte, dass er krank sei, blieb er noch zwei TageTage an dem Ort, wo er war. 7 Danach spricht er dann zu den JüngernJüngern: Lasst uns wieder nach JudäaJudäa gehen. 8 Die JüngerJünger sagen zu ihm: RabbiRabbi, eben suchten die Juden dich zu steinigen, und wiederum gehst du dahin? 9 JesusJesus antwortete: Sind der Stunden des TagesTages nicht zwölf? Wenn jemand am TagTag wandelt, stößt er nicht an, weil er das LichtLicht dieser WeltWelt sieht; 10 wenn aber jemand in der NachtNacht wandelt, stößt er an, weil das LichtLicht nicht in ihm ist. 11 Dies sprach er, und danach sagt er zu ihnen: LazarusLazarus, unser Freund, ist eingeschlafen2; aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke. 12 Da sprachensprachen die JüngerJünger zu ihm: HerrHerr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er geheilt3 werden. 13 JesusJesus aber hatte von seinem TodTod gesprochen; sie aber meinten, er rede von der RuheRuhe des Schlafes. 14 Dann nun sagte ihnen JesusJesus gerade heraus: LazarusLazarus ist gestorben; 15 und ich binich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort war, damit ihr glaubt; aber lasst uns zu ihm gehen. 16 Da sprach ThomasThomas, der ZwillingZwilling4 genannt ist, zu den Mitjüngern: Lasst auch uns gehen, damit wir mit ihm sterbensterben.

17 Als nun JesusJesus kam, fand er ihn schon viervier TageTage in der GruftGruft liegen. 18 BethanienBethanien aber war nahe bei JerusalemJerusalem, etwa 15 StadienStadien5 weit; 19 und viele von den Juden waren zu6 MarthaMartha und MariaMaria gekommen, damit sie dieselben über ihren BruderBruder trösteten. 20 MarthaMartha nun, als sie hörte, dass JesusJesus komme, ging ihm entgegen. MariaMaria aber saß im HausHaus. 21 Da sprach MarthaMartha zu JesusJesus: HerrHerr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein BruderBruder nicht gestorben; 22 [aber] auch jetzt weiß ich, dass, was irgend du von GottGott bitten magst, GottGott dir geben wird. 23 JesusJesus spricht zu ihr: Dein BruderBruder wird auferstehen. 24 MarthaMartha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der AuferstehungAuferstehung am letzten TagTag. 25 JesusJesus sprach zu ihr: Ich bin die AuferstehungAuferstehung und das LebenLeben; wer an mich glaubt, wird lebenleben, auch wenn er gestorben ist; 26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterbensterben in Ewigkeit. Glaubst du dies? 27 Sie spricht zu ihm: Ja, HerrHerr, ich glaubeglaube, dass du der ChristusChristus bist, der SohnSohn GottesGottes, der in die WeltWelt kommen soll. 28 Und als sie dies gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester MariaMaria heimlich und sagte: Der LehrerLehrer ist da und ruft dich. 29 Als jene es hörte, steht sie schnell auf und geht zu ihm. 30 JesusJesus aber war noch nicht in das DorfDorf gekommen, sondern war an dem Ort, wo MarthaMartha ihm begegnet war. 31 Als nun die Juden, die bei ihr im HausHaus waren und sie trösteten, sahen, dass MariaMaria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr, indem sie sagten: Sie geht zur GruftGruft, damit sie dort weineweine. 32 Als nun MariaMaria dahin kam, wo JesusJesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: HerrHerr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein BruderBruder nicht gestorben. 33 Als nun JesusJesus sie weinen sah, und die Juden weinen, die mit ihr gekommen waren, seufzte er tief7 im GeistGeist und erschütterte sich 34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sagen zu ihm: HerrHerr, komm und sieh! 35 JesusJesus vergoss Tränen. 36 Da sprachensprachen die Juden: Siehe, wie lieb hat er ihn gehabt! 37 Einige aber von ihnen sagten: Konnte dieser, der die AugenAugen des Blinden auftat, nicht machen, dass auch dieser nicht gestorben wäre? 38 JesusJesus nun, wiederum tief in sich selbst seufzend, kommt zur GruftGruft. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag darauf. 39 JesusJesus spricht: Nehmt den Stein weg. Die Schwester des Verstorbenen, MarthaMartha, spricht zu ihm: HerrHerr, er riecht schon, denn er ist viervier TageTage hier8. 40 JesusJesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glauben würdest, so würdest du die HerrlichkeitHerrlichkeit GottesGottes sehen? 41 Sie nahmen nun den Stein weg. JesusJesus aber hob die AugenAugen empor und sprach: VaterVater, ich danke dir, dass du mich erhört9 hast. 42 Ich aber wusste, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. 43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: LazarusLazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern gebunden, und sein Gesicht war mit einem SchweißtuchSchweißtuch umbunden. JesusJesus spricht zu ihnen: Löst ihn auf und lasst ihn gehen.

45 Viele nun von den Juden, die zu MariaMaria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. 46 Einige aber von ihnen gingen hin zu den PharisäernPharisäern und sagten ihnen, was JesusJesus getan hatte. 47 Da versammelten die Hohenpriester und die PharisäerPharisäer ein SynedriumSynedrium und sprachensprachen: Was tun wir? Denn dieser MenschMensch tut viele ZeichenZeichen. 48 Wenn wir ihn so lassen, werden alle an ihn glauben, und die RömerRömer werden kommen und sowohl unseren Ort als auch unsere Nation wegnehmen. 49 Ein Gewisser aber aus ihnen, KajaphasKajaphas, der jenes JahrJahr10 HoherpriesterHoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts, 50 und überlegt auch nicht, dass es euch nützlich ist, dass ein MenschMensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme. 51 Dies aber sagte er nicht aus sich selbst, sondern da er jenes JahrJahr HoherpriesterHoherpriester war, weissagte er, dass JesusJesus für die Nation sterbensterben sollte11; 52 und nicht für die Nation allein, sondern damit er auch die zerstreuten KinderKinder GottesGottes in einseins versammelte. 53 Von jenem TagTag an ratschlagten sie nun, damit sie ihn töteten. 54 JesusJesus nun wandelte nicht mehr frei öffentlich unter den Juden, sondern ging von dort weg in die Gegend nahe bei der WüsteWüste, in eine Stadt, genannt EphraimEphraim; und dort hielt er sich mit den JüngernJüngern auf.

55 Es war aber nahe das PassahPassah der Juden, und viele gingen aus dem Land hinauf nach JerusalemJerusalem vor dem PassahPassah, damit sie sich reinigten. 56 Sie suchten nun JesusJesus und sprachensprachen, im TempelTempel stehend, untereinander: Was meint ihr? Dass er nicht zu dem Fest kommen wird? 57 Es hatten aber die Hohenpriester und die PharisäerPharisäer Befehl gegeben, dass, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeigen solle, damit sie ihn griffen.

Fußnoten

  • 1 O. Es war aber die Maria, die
  • 2 O. entschlafen
  • 3 O. gerettet
  • 4 O. Didymus
  • 5 eine Entfernung von etwa 40 Minuten
  • 6 O. nach and. Les.: in das Haus, oder in die Umgebung von
  • 7 O. wurde er heftig bewegt; so auch V. 38
  • 8 W. er ist viertägig
  • 9 Eig. gehört; so auch V. 42
  • 10 O. jenes Jahres; so auch V. 51
  • 11 O. zu sterben im Begriff stand