Johannes 10 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Joh 10

1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die TürTür in den Hof der SchafeSchafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein DiebDieb und ein RäuberRäuber. 2 Wer aber durch die TürTür eingeht, ist HirteHirte der SchafeSchafe. 3 Diesem tut der TürhüterTürhüter auf, und die SchafeSchafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen SchafeSchafe mit NamenNamen und führt sie heraus. 4 Wenn er seine eigenen SchafeSchafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die SchafeSchafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. 5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6 Dieses GleichnisGleichnis1 sprach JesusJesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete.

7 JesusJesus sprach nun wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die TürTür der SchafeSchafe. 8 Alle, die irgend vor mir gekommen, sind DiebeDiebe und RäuberRäuber; aber die SchafeSchafe hörten nicht auf sie. 9 Ich bin die TürTür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und WeideWeide finden. 10 Der DiebDieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderbenverderben. Ich bin gekommen, damit sie LebenLeben haben und es in Überfluss2 haben. 11 Ich bin der gute HirteHirte; der gute HirteHirte lässt3 sein LebenLeben für die SchafeSchafe. 12 Der MietlingMietling aber und der nicht HirteHirte ist, dem die SchafeSchafe nicht eigen sind, sieht den WolfWolf kommen und verlässt die SchafeSchafe und flieht; und der WolfWolf raubt sie und zerstreut [die SchafeSchafe. 13 Der MietlingMietling aber flieht,] weil er ein MietlingMietling ist und sich um die SchafeSchafe nicht kümmert4. 14 Ich bin der gute HirteHirte; und ich kenne die Meinen5 und bin gekannt von den Meinen, 15 wie der VaterVater mich kennt, und ich den VaterVater kenne; und ich lasse mein LebenLeben für die SchafeSchafe. 16 Und ich habe andere SchafeSchafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine HerdeHerde, ein HirteHirte sein6. 17 Darum liebt mich der VaterVater, weil ich mein LebenLeben lasse, damit ich es wiedernehme. 18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe GewaltGewalt es zu lassen, und habe GewaltGewalt es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem VaterVater empfangen. 19 Es entstand wiederum ein Zwiespalt unter den Juden dieser WorteWorte wegen. 20 Viele aber von ihnen sagten: Er hat einen DämonDämon und ist von Sinnen; was hört ihr ihn? 21 Andere sagten: Diese Reden sind nicht die eines Besessenen; kann etwa ein DämonDämon der Blinden AugenAugen auftun?

22 Es war aber das Fest der TempelweiheFest der Tempelweihe in JerusalemJerusalem; [und] es war WinterWinter. 23 Und JesusJesus wandelte in dem TempelTempel, in der Säulenhalle SalomonsSalomons. 24 Da umringten ihn die Juden und sprachensprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere SeeleSeele hin? Wenn du der ChristusChristus bist, so sage es uns frei heraus. 25 JesusJesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die WerkeWerke, die ich in dem NamenNamen meines VatersVaters tue, diese zeugenzeugen von mir; 26 aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27 Meine SchafeSchafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewigesewiges LebenLeben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand raubenrauben. 29 Mein VaterVater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles7, und niemand kann sie aus der Hand meines VatersVaters raubenrauben. 30 Ich und der VaterVater sind einseins.

31 Da hoben die Juden wiederum Stein auf, damit sie ihn steinigten. 32 JesusJesus antwortete ihnen: Viele gute WerkeWerke habe ich euch von meinem VaterVater gezeigt; für welches Werk unter denselben steinigt ihr mich? 33 Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten WerkesWerkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen LästerungLästerung, und weil du, der du ein MenschMensch bist, dich selbst zu GottGott machst. 34 JesusJesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem GesetzGesetz geschrieben: „Ich habe gesagt: Ihr seid GötterGötter“?8 [Ps 82,6] 35 Wenn er jene GötterGötter nannte, zu denen das WortWort GottesGottes geschah, (und die Schrift kann nicht aufgelöst werden) 36 sagt ihr von dem, den der VaterVater geheiligt und in die WeltWelt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich binIch bin GottesGottes SohnSohn? 37 Wenn ich nicht die WerkeWerke meines VatersVaters tue, so glaubt mir nicht; 38 wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der VaterVater in mir ist, und ich in ihm.

39 Da suchten sie wiederum ihn zu greifen, und er entging ihrer Hand. [Mt 1; Mt 2; Mt 19; Mk 10,1] 40 Und er ging wieder weg jenseits des JordanJordan an den Ort, wo JohannesJohannes zuerst taufte, und er blieb dort. 41 Und viele kamen zu ihm und sagten: JohannesJohannes tat zwar kein ZeichenZeichen; alles aber, was JohannesJohannes von diesem gesagt hat, war wahr. 42 Und viele glaubten dort an ihn.

Fußnoten

  • 1 Eig. Diese sinnbildliche Rede
  • 2 And.: und Überfluss
  • 3 Eig. setzt ein; legt dar; so auch V. 15.17.18
  • 4 O. ihm an den Schafen nichts liegt
  • 5 O. was mein ist
  • 6 O. werden
  • 7 O. alle
  • 8 Ps. 82,6