Markus 9 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Mk 9

1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den TodTod nicht schmecken werden, bis sie das ReichReich GottesGottes, in MachtMacht gekommen, gesehen haben.

2 Und nach sechs Tagen nimmt JesusJesus den PetrusPetrus und den JakobusJakobus und JohannesJohannes mit und führt sie auf einen hohen BergBerg besonders allein. Und er wurde vor ihnen umgestaltet; [Mt 17,1-13; Lk 9,28-36] 3 und seine KleiderKleider wurden glänzend, sehr weiß [wie SchneeSchnee], wie kein WalkerWalker auf der ErdeErde weiß machen kann. 4 Und es erschien ihnen EliasElias mit MosesMoses, und sie unterredeten sich mit JesusJesus. 5 Und PetrusPetrus hob an und spricht zu JesusJesus: RabbiRabbi, es ist gut, dass wir hier sind; und lass uns dreidrei HüttenHütten machen, dir eine und MosesMoses eine und EliasElias eine. 6 Denn er wusste nicht, was er sagen sollte, denn sie waren voll Furcht. 7 Und es kam eine WolkeWolke, die sie überschattete1; und eine Stimme kam aus der WolkeWolke: Dieser ist mein geliebter SohnSohn, ihn hört. 8 Und plötzlich, als sie sich umblickten, sahen sie niemand mehr, sondern JesusJesus allein bei sich.

9 Als sie aber von dem BergBerg herabstiegen, gebot er ihnen, dass sie niemand erzählen sollten, was sie gesehen hatten, außer wenn der SohnSohn des Menschen aus den Toten auferstanden wäre. 10 Und sie behielten das WortWort, indem sie sich untereinander befragten: Was ist das: aus den Toten auferstehen? 11 Und sie fragten ihn und sprachensprachen: Was sagen die Schriftgelehrten2, dass EliasElias zuerst kommen müsse? 12 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: EliasElias zwar kommt zuerst und stellt alle Dinge wieder her; und wie über den SohnSohn des Menschen geschrieben steht,3 dass er vieles leiden und für nichts geachtet werden soll. 13 Aber ich sage euch, dass auch EliasElias gekommen ist, und sie haben ihm getan, was irgend sie wollten, so wie über ihn geschrieben steht.

14 Und als er zu den JüngernJüngern kam, sah er eine große Volksmenge um sie her, und SchriftgelehrteSchriftgelehrte, die sich mit ihnen stritten. [Mt 17,14-21; Lk 9,37-43] 15 Und sogleich, als die ganze Volksmenge ihn sah, war sie sehr erstaunt; und sie liefen herzu und begrüßten ihn. 16 Und er fragte sie: Worüber streitet ihr euch mit ihnen? 17 Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: LehrerLehrer, ich habe meinen SohnSohn zu dir gebracht, der einen stummen GeistGeist hat; 18 und wo immer er ihn ergreift, reißt er ihn, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen, und er magert ab4. Und ich sprach zu deinen JüngernJüngern, dass sie ihn austreiben möchten, und sie vermochten es nicht. 19 Er aber antwortet ihnen und spricht: O ungläubiges GeschlechtGeschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir. 20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und als er ihn sah, zerrte ihn sogleich der GeistGeist; und er fiel zur ErdeErde und wälzte sich schäumend. 21 Und er fragte seinen VaterVater: Wie lange ZeitZeit ist es, dass ihm dies geschehen ist? Er aber sprach: Von Kindheit an; 22 und oftmals hat er ihn sogar ins FeuerFeuer geworfen und ins Wasser, damit er ihn umbrächte; aber wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! 23 JesusJesus aber sprach zu ihm: Das „wenn du kannst“ ist, wenn du glauben kannst; dem Glaubenden5 ist alles möglich. 24 Und sogleich rief der VaterVater des Kindes und sagte [mit Tränen]: Ich glaubeglaube; hilf meinem Unglauben! 25 Als aber JesusJesus sah, dass eine Volksmenge zusammenlief, bedrohte er den unreinen GeistGeist, indem er zu ihm sprach: Du stummer und tauber GeistGeist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn. 26 Und schreiend und ihn sehr zerrend fuhr er aus; und er wurde wie tot, so dass die meisten sagten: Er ist gestorben. 27 JesusJesus aber nahm ihn bei der Hand und richtete ihn empor; und er stand auf.

28 Und als er in ein HausHaus6 getreten war, fragten ihn seine JüngerJünger besonders: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? 29 Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren, als nur durch GebetGebet und FastenFasten.

30 Und sie gingen von dort weg und zogen durch GaliläaGaliläa; und er wollte nicht, dass es jemand erführe. [Mt 17,22; Mt 17,23; Lk 9,43-45] 31 Denn er lehrte seine JüngerJünger und sprach zu ihnen: Der SohnSohn des Menschen wird überliefert in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten; und nachdem er getötet worden ist, wird er nach dreidrei Tagen auferstehen. 32 Sie aber verstanden die Rede nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.

33 Und er kam nach KapernaumKapernaum, und als er in dem HausHaus war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg verhandelt? [Mt 18,1-14; Lk 9,46-50] 34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten sich auf dem Weg untereinander besprochen, wer der Größte7 sei. 35 Und nachdem er sich niedergesetzt hatte, rief er die Zwölf; und er spricht zu ihnen: Wenn jemand der erste sein will, so soll8 er der letzte von allen und aller DienerDiener sein. 36 Und er nahm ein Kind und stellte es in ihre Mitte; und als er es in seine ArmeArme genommen hatte, sprach er zu ihnen: 37 Wer einseins von solchen KindernKindern aufnehmen wird in meinem NamenNamen9, nimmt mich auf; und wer mich aufnehmen wird, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. 38 JohannesJohannes aber antwortete ihm und sprach: LehrerLehrer, wir sahen jemand, der uns nicht nachfolgt, Dämonen austreiben in deinem NamenNamen; und wir wehrten ihm, weil er uns nicht nachfolgt. 39 JesusJesus aber sprach: Wehrt ihm nicht, denn es ist niemand, der ein Wunderwerk in meinem NamenNamen tun und bald übel von mir zu reden vermögen wird; 40 denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns. 41 Denn wer euch mit einem BecherBecher Wassers tränken wird in meinem NamenNamen, weil ihr Christi seid, wahrlich, ich sage euch: er wird seinen LohnLohn nicht verlieren. 42 Und wer einen der Kleinen10, die [an mich] glauben, ärgern11 wird, dem wäre besser, wenn ein MühlsteinMühlstein12 um seinen Hals gelegt, und er ins MeerMeer geworfen würde. 43 Und wenn deine Hand dich ärgert, so haue sie ab. Es ist dir besser, als Krüppel in das LebenLeben einzugehen, als mit zwei Händen in die HölleHölle hinabzufahren, in das unauslöschliche FeuerFeuer, 44 [wo ihr WurmWurm nicht stirbt und das FeuerFeuer nicht erlischt]. 45 Und wenn dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab. Es ist dir besser, lahm in das LebenLeben einzugehen, als mit zwei Füßen in die HölleHölle geworfen zu werden, [in das unauslöschliche FeuerFeuer, 46 wo ihr WurmWurm nicht stirbt und das FeuerFeuer nicht erlischt]. 47 Und wenn dein Auge dich ärgert, so wirf es weg. Es ist dir besser, einäugig in das ReichReich GottesGottes einzugehen, als mit zwei AugenAugen in die HölleHölle des FeuersFeuers geworfen zu werden, 48 wo ihr WurmWurm nicht stirbt und das FeuerFeuer nicht erlischt. 49 Denn jeder wird mit FeuerFeuer gesalzen werden, und jedes SchlachtopferSchlachtopfer wird mit SalzSalz gesalzen werden. 50 Das SalzSalz ist gut; wenn aber das SalzSalz unsalzig geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt SalzSalz in euch selbst und seid in Frieden untereinander.

Fußnoten

  • 1 S. die Anm. zu Matth. 17,5
  • 2 O. Die Schriftgelehrten sagen
  • 3 And. üb.: und wie steht über ... geschrieben?
  • 4 And. üb.: wird starr; W. vertrocknet
  • 5 Nach and. Lesart: was das „wenn du kannst“ betrifft – dem Glaubenden
  • 6 O. ins Haus
  • 7 W. größer
  • 8 O. wird
  • 9 Eig. auf Grund meines Namens; so auch V. 39
  • 10 O. Geringen
  • 11 S. die Anm. zu Matth. 18,6
  • 12 S. die Anm. zu Matth. 18,6