Markus 3 – Studienbibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
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Mk 3

1 Und er ging wiederum in die SynagogeSynagoge; und es war dort ein MenschMensch, der eine verdorrte Hand hatte. [Mt 12,9-13; Lk 6,6-11] 2 Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am SabbatSabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen möchten. 3 Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte. 4 Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, an den Sabbaten Gutes zu tun oder Böses zu tun, das LebenLeben1 zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. 5 Und er blickte auf sie umher mit ZornZorn, betrübt über die Verstockung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 6 Und die PharisäerPharisäer gingen sogleich hinaus und hielten mit den HerodianernHerodianern RatRat gegen ihn, wie sie ihn umbrächten. [Mt 12,14-21; Lk 6,17-19]

7 Und JesusJesus entwich mit seinen JüngernJüngern an den See; und es folgte [ihm] eine große Menge von GaliläaGaliläa und von JudäaJudäa 8 und von JerusalemJerusalem und von Idumäa und von jenseits des JordanJordan; und die um TyrusTyrus und SidonSidon, eine große Menge, als sie gehört hatten, wie vieles er tat, kamen zu ihm. 9 Und er sagte seinen JüngernJüngern, dass ein BootBoot für ihn in Bereitschaft bleiben solle wegen der Volksmenge, damit sie ihn nicht drängten. 10 Denn er heilte viele, so dass alle, die Plagen hatten, ihn überfielen, damit sie ihn anrühren möchten. 11 Und wenn die unreinen GeisterGeister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und riefen und sprachensprachen: Du bist der SohnSohn GottesGottes. 12 Und er bedrohte sie sehr, dass sie ihn nicht offenbar machten.

13 Und er steigt auf den BergBerg und ruft herzu, welche er selbst wollte. Und sie kamen zu ihm; [Mt 10,2-4; Lk 6,12-16] 14 und er bestellte zwölf, damit sie bei ihm seien, und damit er sie aussende zu predigenpredigen 15 und GewaltGewalt zu haben, [die Krankheiten zu heilen und] die Dämonen auszutreiben. 16 Und er gab dem SimonSimon den Beinamen PetrusPetrus; 17 und JakobusJakobus, den SohnSohn des ZebedäusZebedäus, und JohannesJohannes, den BruderBruder des JakobusJakobus, und er gab ihnen den Beinamen BoanergesBoanerges, das ist Söhne des DonnersDonners; 18 und AndreasAndreas und PhilippusPhilippus und BartholomäusBartholomäus und MatthäusMatthäus und ThomasThomas und JakobusJakobus, den SohnSohn des AlphäusAlphäus, und ThaddäusThaddäus, und SimonSimon, den Kananäer2, 19 und JudasJudas IskariotIskariot, der ihn auch überlieferte.

20 Und sie kommen in ein HausHaus3. Und wiederum kommt eine Volksmenge zusammen, so dass sie nicht einmal essenessen konnten. [Mt 12,22-37; Mt 12,43-45; Lk 11,14; Lk 11,15; Lk 11,17-28] 21 Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie hinaus, um ihn zu greifen; denn sie sprachensprachen: Er ist außer sich. 22 Und die Schriftgelehrten, die von JerusalemJerusalem herabgekommen waren, sprachensprachen: Er hat den BeelzebubBeelzebub, und: Durch4 den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 23 Und er rief sie herzu und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann SatanSatan den SatanSatan austreiben? 24 Und wenn ein ReichReich mit sich selbst entzweit ist, so kann jenes ReichReich nicht bestehen. 25 Und wenn ein HausHaus mit sich selbst entzweit ist, so kann jenes HausHaus nicht bestehen. 26 Und wenn der SatanSatan gegen sich selbst aufsteht und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern hat ein Ende. 27 Niemand aber kann in das HausHaus des Starken eindringen und seinen Hausrat raubenrauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet, und dann wird er sein HausHaus berauben. 28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergebenvergeben werden, und die LästerungenLästerungen, mit denen irgend sie lästern mögen; 29 jeder aber, der gegen den Heiligen GeistGeist lästern wird, hat keine VergebungVergebung in Ewigkeit, sondern ist ewigerewiger SündeSünde schuldig; – 30 weil sie sagten: Er hat einen unreinen GeistGeist.

31 Und es kommen seine MutterMutter und seine BrüderBrüder; und draußen stehend sandten sie zu ihm und riefen ihn. [Mt 12,46-50; Lk 8,19-21] 32 Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine MutterMutter und deine BrüderBrüder draußen suchen dich. 33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine MutterMutter oder meine BrüderBrüder? 34 Und im Kreis umherblickend auf die um ihn her Sitzenden, spricht er: Siehe da, meine MutterMutter und meine BrüderBrüder; 35 denn jeder, der den Willen GottesGottes tun wird, derselbe ist mein BruderBruder und meine Schwester und meine MutterMutter.

Fußnoten

  • 1 O. ein Leben
  • 2 O. Zelotes; s. die Anm. zu Matth. 10,4
  • 3 O. ins Haus. V.l.: er kommt
  • 4 W. In (in der Kraft des)