Jakobus 1 – Die Bibel

Elberfelder Übersetzung (Version 0.8 von bibelkommentare.de) (Vorwort)
Die Bibel durchsuchen

Jakobus 1

1 Jakobus, Knecht1 Gottes und des Herrn Jesus Christus, den zwölf Stämmen, die in der Zerstreuung sind, seinen Gruß!

2 Achtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in verschiedentlichste Versuchungen fallt, 3 da ihr wisst, dass die Bewährung2 eures Glaubens Ausharren bewirkt. 4 Das Ausharren aber habe ein vollkommenes Werk, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. 5 Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er von Gott, der allen willig gibt und nichts3 vorwirft, und sie4 wird ihm gegeben werden. 6 Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifelnde ist gleich einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. 7 Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde; 8 er ist ein wankelmütiger5 Mann, unstet in allen seinen Wegen.

9 Der niedrige Bruder aber rühme sich seiner Hoheit, 10 der reiche aber seiner Erniedrigung6; denn wie des Grases Blume wird er vergehen. 11 Denn die Sonne ist aufgegangen mit ihrer7 Glut und hat das Gras gedörrt, und seine Blume ist abgefallen, und die Zierde seines Ansehens ist verdorben8; so wird auch der Reiche in seinen Wegen verwelken. 12 Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die er denen verheißen hat, die ihn lieben.

13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht; denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, und selbst versucht er niemand. 14 Jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird. 15 Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

16 Irrt euch nicht9, meine geliebten Brüder! 17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch eines Wechsels Schatten10. 18 Nach seinem eigenen Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt, damit wir eine gewisse Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.

19 Daher, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch11 schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 20 Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit. 21 Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und alles Überfließen von Schlechtigkeit, und empfangt mit Sanftmut das eingepflanzte Wort, das eure Seelen zu erretten vermag. 22 Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen. 23 Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der ist einem Mann gleich, der sein natürliches Angesicht in einem Spiegel betrachtet. 24 Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. 25 Wer aber in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, nahe hineingeschaut hat12 und darin bleibt, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, dieser wird glückselig sein in seinem Tun. 26 Wenn jemand meint, er diene Gott13, und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst14 ist eitel. 27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst15 vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt erhalten.

Fußnoten

  • 1 O. Sklave
  • 2 O. Erprobung
  • 3 W. nicht
  • 4 O. es
  • 5 O. doppelherziger
  • 6 O. Niedrigkeit. W. rühme sich in seiner
  • 7 Eig. der
  • 8 O. vernichtet
  • 9 O. Lasst euch nicht irreführen
  • 10 O. Beschattung
  • 11 O. nach and. Les.: Ihr wisst, (od. Wisst ihr) meine geliebten Brüder, jeder Mensch sei
  • 12 O. hineinschaut
  • 13 O. er sei religiös
  • 14 O. Religion
  • 15 O. Religion